Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 8 (24.2.1846)
- Date
- 1846-02-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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6L zu förmlichen Anwerbungen im Auslande deine Zuflucht nehmen mußt. Laß dich indeß dadurch nicht entmuthir aen, die Zahl deiner Getreuen wird gewiß noch stets und stets zunehmen, wenn nur erst das Denkwürdige Concitium, so im April hier startfinden soll, abgehalteu, und die deutsch-jüdische Reform-Kirche färmliL orgavisirt sein wird. Zndeß das sind Zweigelängst dem Zudenthume abgestorben find, demselben nicht mehr ongehörte»; ob sie der neuen Fahne treuer anhangen, als der, wozu Geburt und Religion sie verpflichtet — ich überlasse dir selbst das Urrheil. Hannover. HildeSheim, den 18. Febr. Am heurigen Tag wurde Herr Or. M. Landsberg aus Berlin für den Bezirk der Landdrostei Hildesheim einstimmig als Landrabbiner erwählt. Mer« SchutzgeLst Wenn thränenfcucht vor Kummer mir das Auge glühet. Wenn mir der Schmerz den tiefsten Abgrund zeigt. Ack, wenn das Herz vor Jammer Funken svrühet, Wenn's scheint, als ob die Schmach sich nie zu Ende neigt: Dann reichet liebend, ach, mit engelglcicher Güte Ein Schutzgeist mir des Trostes Balsamblüthe. Es ist ein Greis mit silberhellen Haaren, Doch ew'ge 'Jugendfrisch' umspielt das seelenvolle Haupt; Und seine Worte helfen, retten, wahren, Wenn Alles uns das Unglück schon geraubt. Und glücklich, wenn die Worte, die so schön geklungen. Mir in des Innern Tiefstes find gedrungen. Wohl ist er selten, jener Geist, in unfem Tage«; Doch nicht in meinem, nein, in jedem HauS Hatt' einst sein heilig Zelt er aufgeschlagen, Allein — die Menschen wiesen oftmals ihn hinaus s O Welt! O Menschheit! würd'st Du Dich ermannen. Du würd'st ihn nicht von Dir verbannen. Ob er auch nicht in prächt'ger Seide. Nur einfach gradehin Dir naht- - Doch unterm schlichten Bürgerskleide Birgt er 'neu Glanz, wie Ihr ihn selten saht. Die reine, währe, inn're Pracht, Die glänzend stets selbst auch bet Nacht. Allein nicht tröstend bloß sind seine Worte. Auch oftmals tief verwunden sie; Und bahnen sie den Weg sich zu des Herzens Pforte. Dann schmerzen tief — doch auch dann heilen sie. Er spricht die Wahrheit nur, und die. — die muß verwunden. Denn, Welt. — Dir will ja Heuchelei nur munden. »Wer ist's, der frech die Zeit mit Füßen tretet) Da er so lauter rein die Wahrheit spricht? Wer ist'S, der kühn die Lüg' ansjätet. Worauf die Mode legt so viel Gewicht?» So hör' ich Euch wohl still beklommen fragen- Wohlan, es sei! — Die Folge mag's Euch sagen. Es ist mein Glaube, er. der alte, greise. Nicht der in neuen Tempeln wohnt; Nicht der, wo in moderner Weise Jhr'S glaubt, daß Gott nur bei der Orgel thront. Mein Glaube kennt nur einen Sängcrklang: Des Herzens inn'rer reiner Melodiensang. Der ist mein Glaub' — ich sprech's mit inncrm Stolze, Ten tcmpluch Ihr den orthodoxen nennt. Nur zu! — Als ob des Neides Bolze. Mit dem Ihr schießt, gar Niemand kennt! In orthodoxen Kammer n lebt Vertraten, Und Ihr müßt Euch erst prächt'gc Tempel bau'n. Sein Glaube braucht nicht äußeres Gepränge. Braucht nicht vor Pracht und Pomp erst einzuschrecken; Braucht keinen Qrgclkang, braucht nicht Gesänge, Daß sie erst Andacht soll'n in ihm erwecken. Der Orthodoxen Flehn kennt selbst zu seinem Gott die Bahn, Nimmt Makler sich nicht erst, wie Ihr die Orgel an. Briefwechsel H. I. S. in P. Die Notizen von Palästina aus wären sehr erwünscht, auch möchte ich daS Geforderte gerne senden, »>ch müßten Sie mir dafür Ihre eigenen Wege angeben; der über A. ist zu umständlich. DruL von S. W. Dormer,