Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1846-01-06 · 1 (6.1.1846) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
1 (6.1.1846)
Date
1846-01-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2625941-2626092-2626094--0262-2627771
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

s zur Vorsehung und den höchsten Landes-Behörden, daß alle jene Kämpfe nur dazu dienen werden, de« Sieg der Religion Änd des Glaubens zu fördern, und so zu befestigendaß fernerhin an keiner Erschütterung derselben zu denken sei. Tvlk Förderung wahrhaft religiöser Zwecke. Der Redaktion dieser Blätter ist dieser Tage von weiter Ferne her ei« anonyme!- Schreiben zugegangen, begleitet von einer nicht unansehnlichen Geld-Sendung, mit dem ausgesprochenen Wunsche deS Gebers, selbige znr Förderung Hes Talmud-StudiumS unter wahrhaft frommen Jünglingen zu verwenden, und mit der Zusage, daß, nach Umständen, ein MehrereS erfolgen würde. Wir zweifelten längst nicht daran, sobald in diesem Sinne, zu diesem Zwecke die Beihülfe 'unserer — wohl verstanden: unserer — Reichen und Bemittelten in Anspruch genommen — und dies würde allerdings noch geschehen sein, da jene Zwecke zu wichtig für die Förderung des orthodoxen Judenthums, da sie allgemein als vorzüglichstes Mittel anerkannt sind zur Kräftigung des religiösen Geistes — es sich alsbald bewahren würde, daß -jixo V221 keine leere Phrase, daß die Orthodoxie wenigstens im Stande, daß sie fromm, daß sie hochherzig genug sei, der Erhaltung ihres Väter-Glaubens auch das Opfer des »Vermögens" zu bringen. Doch wir hatten bis jetzt nicht gesprochen, hatten unsere Absichten kaum angedeutet, und schon beeilt man sich, in so echt frommer Weise, das wohlgefällige Gottes-Opfer darzubringen. Das ist es, was Jeden, der es treu meint mit unserm Glauben, 'mit inniger Freude, mit Dankgefühl, mit Rührung erfüllen, das, was in eigenen, wie in weiteren Kreisen zum Nacheifer anregen, das, und dies ist das letzte Ziel aller unserer Bestrebungen, was vom Neuen beurkunden muß: ^>xiV'jv-x xv'2 Gxeerpte aus einem Bortraste des Herrn Babbiner Horwitz zu Wien Herr Redakteur! Indem ich Ihnen anmkr ein Extrakt aus der Twii .1212/ N2V unsers würdigen Rabbinen §errn Lahar Horwitz, übersende, so glaube ich, daß Sie die, fem um so eher die Spalten Ihres geschätzten Organs öffnen werden, als eS vorzüglich im Interesse Ihrer Leser liegen mag, von Zeit zu Zeit gottesdienstliche Vortrage zu vernehmen, die, von dem warmen Hauche echter Religiosität und Frömmigkeit durchpulset, auch in das schöne, gefällige, anmuchige Kleid geistreicher Exeqerik gehüllt sind, welche, wenn sie in reinerer, korrekterer Sprache gegeben wird, gewiß um so mehr ansprechen muß, als auf diese Weise die ohnehin von der seit etwa zwei Decennien überall sich breilmachenden 'Predigt usurparorisch verdrängte Derascha in . einer hehren, würdigeren, veredelreren Form und Gestal', die allein nur die Herzen zu erbauen und die Gemükh.r zu fesseln vermag, wieder zu neuem Leben erblühet. Ich fühle mich daher um so dringender veranlaßt, Ihnen -dieses herrliche Amalgamum von Derascha und Predigt kheilweise zu überschicken, als es sich des ungerheilr-n Beifalls und der lebhaften Theilnabme eines sehr zahlreichen Auditoriums zu erfreuen harre. — Nachdem er mit einer sogenannten worin er die Zuhörer um Aufmerksamkeit bitter, zugleich aber um Beherzigung seiner Worte und um Nachsicht und Schonung ansuckr, den Eingang seiner Rede cingeleitet, und einen sehr scharfsinnigen mir 11D-D Begleitung anricipirt darre, begann er nach vorauegeschickrem Texre: mi 111 rii^' i>2 2vip 7112' 1121 „gedenke ter, IIOX'1 ^2P1 ^12'1 -j'2X -XL7 frage deinen Vater, er wird dir verkünden, deine Alten, sie werden dir sagen", ungefähr in folgender Weise zu sprechen: „ES galt von jeher meine Freunde, als Grundsatz und Regel der Sittenspruch unserer Väter: »1211 d.L'pl 17OX „Sprich wenig und leiste viel." — Nicht der ungeheure Schwall und Andrang von Worten, nicht der Auskram von Kunstausdrücken, nicht lange Reden von kurzem Sinne verschaffen dem Redner Zu- und Eingang in des Menscken Herz O'i21 2H2 ^>1N' x^ heißt es in den Sprüchen, „durch viele Worte verscheucht man nickt die Sünde"; wohl aber vermögen, dies wenige schlichte, aber eben so eindring-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.