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Der treue Zionswächter · 1845-12-30 · 27 (30.12.1845) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
27 (30.12.1845)
Date
1845-12-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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< Jahrgang s». Der WÄsikLss. Organ zur Wahrung der Interessen "uEorthodoxen Iudenthums Herold'sche Buchhandlung Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Dienstags, auf em Zahr ist L K Ct. (2 Thlr. pr.. 3Fl. 30?kr.) Man abomürt Hamburg, den 30. December 1815. Lntzstt. Abraham Neuda, Rabbiner. Wien, bei Schmid u. Busch. 1845. Bon.e». Geographische Skizzen, vom Donaustrande. (Beschluß.) Das Schreiben jüdischer Schüler in christlichen Lehranstalten Zeitungsnachrichten aus: Offeubach. Paris, London, dänische Besitzungen. Briefwechsel. Notiz. — Berichtigung. Cine Auswahl gottesdienstlicher Vortrage. Gehalten in der ^Synagog? zu Loschitz (in Mähren) von Abraham Neuda, Rabbiner. Wien, bei Schmid u. Busch. 4845. Von.e.. Wiederum eine Bestätigung, daß Gelehrsamkeit, Meisterschaft und Tüchtigkeit im Gebiete des Wissens Hand in Hand einhergehen können mit strengorthodoren Ansichten, mit treuem Festhalten an daS positive Zudenthum in allen seinen Folgerungen und Consequenzen. Wieder ein glänzender Beweis, daß man erfüllt sein kann von dem „Bewußtsein der Gegenwart" (von dem Geiste der Zeit), von den Fortschritten im Leben, — und dennoch mit Innigkeit an den Offenbarungsglauben haltend, das Leben im Zudenthume würdigend, alle seine Zeremonieen und Bräuche verkämpfend vor den weisen Lehrern des Talmud Achtung, Ehrfurcht und Liebe hegend. — Der Verfasser dieser Vorträge ist ein junger Rabbiner, der, wie es hier die Kraft des Ausdrucks, die Gewandtheit der Dialektik und die vielfache Belesenheit zeigen, mit den gelehrtesten und wackersten Männern des Wortes in die Schranken treten kann. Aber wie beseelt ihn die innigste Treue zu dem alten Glauben Israels; wie durchglüht ihn die Liebe zu dem rabhinischen, talmudischen Iudenthum, wie begeistert ihn der heilige Eifer. es zu vertreten und zu verkämpfen gegen die Schaar der Neuerer und Reformer! Diese Predigten haben darum ein lebendiges Gepräge, sie sind der Ausdruck der in der Brust des Redners gährenden und wogenden Gefühle, der von dem Gegenstände ergriffenen und überwältigten Innerlichkeit. Es sprudeln hier die Worte, wie ein lebendiger Quell, es schlägt sich Antithese an Antithese, es überstürzen sich die Gedanken, und der Hörer wird fort- und mitgerissen von dem Strome der Diktion. — Die erste Predigt: „Das Jahrhundert nach seinen Licht- und Schattenseiten" gehalten am Neujahrstage 5600, ^5>) giebt ein treu gezeichnetes Gemälde unserer Zeit. In G e - danke, Wort und That hat diese Treffliches Großes und Herrliches geleistet, aber auch Verderbliches und Unheilstiftendes in die Welt gebracht. „Der Gedanke ist zu weit gegangen, ist keck und übermüthig worden, hat alle Zügel abgeworfen,

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