Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 26 (23.12.1845)
- Date
- 1845-12-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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wenn das lehre Mittel der eigenen Seldstcrhaltung darin bestände,, die Gegner nicht nur zu besiegen, sondern sie g»ch hex Schande, der Verachtung Preis zu geben, sie des moralischen Todes sterben zu lassen. Aber, Gott sei Dank, so ^veit ist eS nicht mir unserer erhabenen^Rest^ion gckolpryen; Denen^ hie. ihrer Beschützung und Verrheidigung sich geweihcr, bietet sie noch einen unerschöpflichen Schatz der bewährtesten und unfehlbarsten Waffen dar, aus ihrem Innern heraus, ohne daß es überhaupt äußerlicher, und vorzüglich solch' äußerlicher Mittel bedürfe- Und wie sie selbst erhaben über irdische Rücksichten und Zustände, wie sie durch ihren eigenen Hauch, ihren Geist, ihren alibeseligenden Einfluß, ihren göttlichen Stempel, bedarf nicht sie unseres, wohl aber wir ihres Schutzes und Schirmes, ihrer Vcrtheidigung Das sind allerdings nicht zu verkennende Wahrheiten. Gehen wir indeß näher auf die Sachlage ein, lassen die Zeit mir ihren Erscheinungen und Erlebnissen an unserm prüfenden Kampfes langst schon verlassen haben, daß, um zu ihm zurückzukehrcn. wir von unten herauf wieder beginnen, wir Krümmungen vom Neuen zurücklcgen müssen, bevor auf geebnete, gerade Bahn wir wieder gelangen. Das Iudenthum ist wahrlich im Besitze viel edlerer und sicherer Mittel, um auf Herz und Gesinnung sei? ner Bekenner mächtig einzuwilken, um die Schwankenden zu stärken, die Fallenden zu stützen, um vom Neuen Lebensmurh und Lebensfrische überall zu verbreiten. Aber um dahin zu gelangen, und bevor es dahin gelangt ist, muß die Verleumdung, muß der Eigennutz, muß der Dünkel nicht sowohl bestraft, als vielmehr unschädlich gemacht werden. Gezeigt und Verdammung ihrer Lehren liege, aber nochmals, nicht gezeigt, um sie selbst zu strafen, einzig und allein, um ihren schädlichen Einfluß zu paralistrcn, aufzuhcben. Keineswegs aber täusche sich die Orthodoxie, als ob etwa durch solchen Kampf allein alles gewonnen, als ob überhaupt bei den jetzigen wahrhaft kritischen Zuständen des Iudenlhums Polemik allein ausreiche, nur negirt zu werden brauche, aber nickte Passives dafür gegeben. Gewiß nicht. Kampf rst nölhig, >a unentbehrlich. mn. die feindlichen Elemente. die gewaltsam sind, wieder aus demselben zu entfernen, um neues Eiyschleppen ^derselhcn zu verhüten. Aber wie bereits erwähnt, das wäre nur eine negative Hülfe, für den bedarf cs noch ganz anderer Mittel, um das endlich gesäuberte Heiligrhum in seinem ganzen früheren Einflüsse auf seine Verehrer, seine Kinder, wirke,: zu lassen, diese so anszusiatrcn, daß sie nicht sobald sich wieder der Gefahr aussetzen, sich das göttliche .Kleinod entreißen , oder doch verunstalten und vcrunglimpsen zu lassen. Und solche Mittel, -sic bestehen wahrhaft nicht in Rednern und Schreibern, Journalistik rst ihr Name, ist ihr Endzweck nichr. Aber da giebr es noch ganz andere Mittel. Forschen wir nur nach den Gründen uns nichr blenden durch den Schimmer jenes erborgten Flitterstaates , der auf Effecr berechnet, alles aus die Form verwendet, mir einem Wulst gelehrter Floskeln um sich wirft. das ist ja eben der Flu:!', das ist die Straft der Unwissenheit, daß je mehr zu verbergen ste alle erdenkliche Mühe und Sorgfalt verwendet, testo wissenheic Nachrheil bringend und verderblich unter allen Lebens-Verhältnissen für die. die ihrem Einflüsse sich nicht entziehen können, so ist sie es bei Weitem mcr die Grundvcsien der Erde. Drese Unwissenheit ist es, die Groß wie Klein, Jung wie Alt gleich ergriffen, und wahrlich eher nichr wird die Stunde der Errettung für das gläubige Israel geschlagen haben, bis