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Der treue Zionswächter · 1845-12-16 · 25 (16.12.1845) · page 12

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
25 (16.12.1845)
Date
1845-12-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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4 auch in Anerkennung seiner Gerechtigkeitsliebe so wie seiner Humanität gegen die Bürger und Einwohner dieser Stadt, diesen Schlüssel zum neüerbauten Gotteshause zu überreichen, um die Thüren desselben zuerst zu eröffnen; er freue sich, diesem Auftrag sich hiermit zu entledigen. Der Herr Ober-Präsident dankte, nahm den Schlüssel auch und eröffnete das Gotteshaus. Die ganze Feierlichkeit, so wie das Jmponirende des Gotteshauses, die feierliche und würdige Eröffnung des Allerbeiligsten, welches im Innern einem Firmament gleich gemalt ist, als Symbol: die heilige Schrift kommt vom Himmel, der Vortrag des 2'p^x -.nre in der Melodie von 2"', der Schlußgesang u. sinx, die besondere Stille und Ruhe, welche während der ganzen Dauer herrschte, machte einen solchen Eindruck, daß kein Auge thränenlecr blieb, daß vor Uebermaß von Erregung das Wort auf den Lippen gleichsam erstarb. Nach der Einweihung und nachdem das und 2M2 I'npv gebetet worden war, war Tafel bei dem ältesten Vorsteher, woran außer dem Herrn Oberrabbiner, die auswärtigen eingeladenen Israeliten so wie der zweite Vorsteher und Senior der Gemeinde Theil nahmen. Wenn auch hier keine geräuschvolle Toaste ausgebracht wurden, so war es doch eine würdige Tafel, ein 7,112 oder n'22V Nur selten hat man das Glück, eine solche Tafel- Gesellschaft zu haben. Am 13. Vormittags inspicirte der Oberrabbiner nebst den Repräsentanten der Altonaer israelitischen Gemeinde, welche als Administratoren des Legats bestellt sind, das Gotteshaus nebst sämmtlichen dazu gehörenden Gebäuden, und äußerten einstimmig ihre Zufriedenheit mit dem ganzen Bau, der nichts zu wünschen übrig läßt. Der Baumeister, Herr I. C. Bülk, wurde dem Herrn Oberrabbiner vorgestellt, der sich ganz besonders zufrieden über seine Arbeit aussprach, ihm gebührendes Lob spendete und entließ mit dem Wunsche, daß dieses Meisterwerk ihn weiter empfehlen und zu seinem Fortkommen beitragen möge. Was vorzüglich bei diesem Bau noch zu loben, ist, daß alle Arbeiten, mit sehr unbedeutender Ausnahme, hier am Orte angefertigt sind. Der ganze Verdienst ist den Handwerkern der hiesigen Stadt zu Gute gekommen. Nachdem nniv gebetet und das Mittagsmahl eingenommen worden, fuhren sämmtliche hohe Gäste, in Begleitung der Vorsteher und mehrerer Gemeinde- Mitglieder, zum Bahnhofe, wovon sie um 2 Uhr abfuhren, und um 5^ Uhr in Altona anlangten. Am darauffolgenden Sonnabend war der Gottesdienst nach der eingeführten Synagoge-Ordnung sehr erhebend, bei verschiedenen Gebet-Stellen wirkte der Männergesang vortrefflich mit. Nicht minder wurde der Gottesdienst an den Wochentagen mit gebührender Würde begangen, und ist 'zu hoffen, daß er so bleiben wird Alle Gemeinde-Mitglieder scheinen diesen Wunsch zu haben; und als am Sonntag Abend die Vorsteher sämmtliche Gemeinde-Mitglieder versammelt hatten, um ihren Dank abzustatten für die Mitwirkung zur Verherrlichung der Einweihung u s. w., äußerten die Vorsteher: i>2 7N O22*?;'w 'v Vom 16. bis zum 21. November war das Gotteshaus in seiner vollen Pracht wie am Einweihungstage für einen Jeden offen und ist sehr stark besucht worden. Der ganze Bau nebst den damit verbundenen Neben-Ausgaben wird circa 2V,0V0 A Courant kosten. Und so schließen wir unfern Bericht mit dem Wunsche, daß unser Gotteshaus viele hundert Jahre zum Segen bestehen möge.

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