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Der treue Zionswächter · 1845-12-09 · 24 (9.12.1845) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
24 (9.12.1845)
Date
1845-12-09
Page
– (sequence 8)
Language
German
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200 Ungarn. Papa, im November. (Beschluß.) An der Bildung ist eine bedeutende Umwälzung vorgegangen; wie haben hier eine bedeutende Buchhandlung, die lnsonders jüdisch religiöse neue Schriften stetig am Lager har, die achtbaren Hauser halten Hauslehrer, und lallen ihre Söhnchen obgleich religiös, doch auch den Anforderungen der Zeit gemäß erziehen. Von Zeitschriften werden alle neu existirenden gehalten und gelesen, jedoch erfreuet sich „der treue ZionSwächter" der größten Verbreitung. Ach bin aus doppeltem Grunde erfreut, die allseitige Belobung, der sich Ahr Blatt in unserem großen Comitate erfreute, der Oeffentlichkeic zu übergeben; weil es auf der einen Seite den Beweis liefert, daß auch in unserem umfangreichen Vaterlande der so sehr gefährdete wahrhafte Glaube Israels noch treue Anhänger zählt; und weil eS auf der andern Seite beweiset, daß Sie für ein Unternehmen, dem Sie Ähre Kräfte geliehen, Anerkennung finden: — ein Sporn mehr, auf dem einmal betretenen Wege mit Much und Festigkeit forrzufahren. — Unser Gemeinde-Vorstand bestehet aus einem Vormund, einem Ober- und Unter-Vorsteher, die alljährlich am Neuen-Aahrestage von unserer hohen gnädigen Herrschaft mittelst Mehrheit der Stimmen in Gegenwart eines herrschaftlichen Beamten von der Einwohnerschaft erwählt werden, so wie auch aus 18 Repräsentanten, welche folgendermaaßen erwählt werden. Die immer neu entstandenen Gemeinde-Vorsteher legen der hohen Herrschaft 40 Namen vor, welche sodann 18 davon zu Repräsentanten bestimmt. Der Gemeinde-Vorstand ist immer bemühet, Ordnung und Eintracht zu erhalten und kennen beim Gerichte weder Person noch Vermögen. — Da- Archiv der israelitischen Gemeinde wird nach Jahrgängen auf daS sorgfältigste geordnet, und die Protokolle so eingerichtet, daß jedes vorhandene noch so alte Stück augenblicklich aufgefunden werden kann; welches der Notar, ein äußerst verständiger und in der National-Sprache insonderS tüchtiger Mann, zu versehen hat.— Die Wohlthaten der hiesigen Gemeinde verdienen gewiß mit größtem Lobe als eine kleine Genugkhuung dem großen Kreise Ihrer verehrlichen Leser mitgetheilt zu werden, und erlaube ich mir noch, den innigen Wunsch öffentlich auszusprechen: Möchte der allgütige Varer diese edlen Menschen noch lange am Leben lassen, und ihnen bis an ihr Lebensende Kraft und Gesundheit schenken, auf daß sie noch lange durch ihr vereintes Streben die vielen Wohlthäligkeitsanstaiten erhalten mögen. — Vermischtes. Die Mainzer Addresse für die 116 ist mit 170 Unterschriften der Stadt und deH^DWMezirkes versehen. _ Der Rabbiner L. Bergmann (von Zell bei Würzburg) , der seit 10 Zähren in Zerusalem lebte, und kürzlich seine Verwandten in Bayern besuchte, ist jetzt aus der Rückreise nach dem heiligen Lande begriffen. Seine Schilderungen über dortige Zustande weichen wesentlich ron denen ab, die wir in letzterer Zeit so häufig mir anhören mußten, gar mannigfache Aufschlüsse über Personen und Verhältnisse sind durch denselben gegeben, die vieles dazu beitragen werden, bestandene Störungen und Mißverhältnisse auszugleichen und aufzuheben. _ Briefwechsel. Berichtigung.

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