Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 24 (9.12.1845)
- Date
- 1845-12-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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197 Aufgabe eines jeden "11.-? ist, zweitens ganz besonders Dessen, der einst einer jüdischen Gemeinde als Geistlicher vorstehen will. Die Wissenschaft aber ist unS nochwendig, weil wir dadurch auf einen allgemeinen Standpunkt treten, und eben so wohl den übrigen Konfessionen gegenüber ebenbürtig, erscheinen, als auch uns selbst durch unsere Ausbildung vervollkommnen und vergeistigen. Aber wir dürfen dadurch unser speclsisches Zudenkhum nicht aufgeben, oder dasselbe zur Wissenschaft herabwür digen. Man verzeihe mir diesen Ausdruck, aber er ist der bezeichnendste. Die Religion ist das Widerspiel der Wissenschaft, wir sollen sie lebendig in uns aufnehmen, sie soll unser Leben bestimmen, nicht unser Denken und Urrheilen. Und dies ist die Verkehrtheit der neuern Talmudisicn. daß sie den Talmud, ein religiöses Gesetzbuch wissenschaftlich und kritisch behandeln, und ihm dadurch Leben und Praxis entziehen. Lehre und Leben müssen sich vielmehr bei uns so verhalten, daß aus Letzterem ErstereS erzeugt wird, daß wir als Juden leben, daß wir durchdrungen sind von der Heiligkeit des Gesetzes, und durch die Religion die Genüsse so idealisiren und die Entbehrungen so überwinden, wie unsere ehrwürdigen orthodoxen Vorfahren. — „Genieße, wer nicht glauben kann, wer glauben kann, entbehre." — Ein lolches Leben, welches getragen ist vom. göttlichen Worte, ist aber vor Allem anspruchslos und einfach, aufrichtig und entschieden; es kümmert sich weder um Lobhudeleien heuchlerischer Politik, noch um Proselyrenmackerei im heiligen Gewände. So stehr eS jetzt, wie immer, gerüstet zum Kampfe für die Objektivität des Glaubens (diese diene dem Referenten „von der Elbe" im Orient dieses Jahres No. 21 „die Zugeständnisse deö Zionswächrers" zur Antwort), aber gerüstet mit Wahrheit und Aufrichtigkeit, welche wir vor Allem beanspruchen, (als Antwort der Frage deS Redakteurs der Zeit. d. I. dieses Jahres Jg. 9. No. 16 „was will die Partei, welche sich — mit Unrecht — die Orthodoxe nennt".) So wollen wir zurückkehren zur Orrdodoxie. oder vielmehr weiter bei ihr verharren die aber, welche viel- Absolution vertrauensvoll entgegennahmen, werden von dem Geiste des Herrn erleuchtet werden, von dem es im heißt: -""1X22 Ich schließe. Dein Jmonuel. Geographische Hki^en. Dom Denaustrande. Von .z. (Fortsetzung zur Beilage 2. vor. Bl() Die Hauptstadt Pappen heim an der Altmühl, nn getrieben, hm? was meinen Sie, Herr Corresp.? Nun ia doch — aber große Geister setzen sich darüber hinaus. Wen sollte es dann wundern, wenn Sie nichts wissen von Hol - oder Schoßberg in derselben Gespann schaft; von Neustadt a. d. Waag eben daselbst? (siehe Stein's Geographie 3. Auflage, 2. Band S. 96); wenn Sie nichts wissen von Neudorf in der Zipfer Gespannschaft, mit 5242 Einw.; von Verb o in der Neutra Gespannschast, dessen Rabbiner unter die Talmudist in Ungarn bekannt ist; von Mattersdorf in der ung. Gespannschaft Oedenburg, mit 3056 Einw.; wenn Sie 'nichts wissen von — von — Doch Sie kennen nun meines Erachtens die Mehrzahl der Ihnen unbekannten böhmischen Dörfer, und ich glaube mich durch diese meine geographischen Notizen Ihnen nicht unverdient gemacht zu haben. Wie sehr aber Sie sich verewiget haben, werden Sie bei cisich einen Geographen, und — mußten selbst Ihr „ex om- Ei bei Leibe.' Kein Mensch muß müssen. Hätten Sie doch dieses Dictum beherzigt und geschwiegen, man hätte Sie für klug gehalten IL'M O2N P'INV ^'18 LZ! Sie wissen ferner nichts von Geschichte, und machen doch so viele Geschichten, und schneiden doch so viele gelehrte und ironische