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Der treue Zionswächter · 1845-12-02 · 23 (2.12.1845) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
23 (2.12.1845)
Date
1845-12-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1. Jahrgang. Der s» MMI Organ zur Wahrung -er Interessen l)r. Enoch, orthodoxen Iudenthmns Herold'sche Buchhandlung Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Dienstag-, omf eii^Jahr^ Hamburg, den December 1815. Lntzstt. Der Jesuitismus im Judenthnme, von H. (Fortsetzung.) Die Rabbiner - Versammlung und die Frauenbäder. Von Jo. Pollak, Rabbiner zu Trebitsch. (Beschluß.) Der IesrrLtLsmrrs im Judenthrrme. Von H. (Beschluß des zehnten Briefes.) 7te. Sitzung. Hier wird unter Anderm '">^2 Lapalie genannt (Seite 38). Ebendaselbst wird mit den Rednertalenten daS ganze ralmudische Zudenrhum antquirr. Wiederum ein Beweis von Gewissenhaftigkei-, darauf kömmt (Seite 39) die bekannte Blame des Rabbinen P. die Natur laßt sich selbst bei der consequenresterz Kunst nicht ganz verleugnen. In der folgenden Sitzung folgt ziemlich spat die eigentliche Principienfrage zwischen Schott und seine Gegner, welche sehr ersprießlich zur Charakteristik dieser Versammlung ist. Man vergleiche besonders Sette 44 unten. Seite 46 einiges ganz unbegründetes Selbstlob über „Much der Ueberzeuguna, männliche Ausdauer, Glauben an den Sieg der Wahrheit". Das sind schöne Worte, ihre Wahrheit prüfe Zeder selbst. Darauf entwickelt dort der Redner eine herrliche Kanzelberedtsamkeit mit einigen hebräischen recht gelehrten Sentenzen, wo es unter Anderm heißt: (S. 48 „die Quellen der Religion — aus ihr schöpfen wir bei unseren Bestrebungen — rc., mahnen uns rc." Das ist leicht gesprochen, aber wie bewiesen? Zch denke, wir wären bisher eines Besseren belehrt worden. S. 49 Selbstlob eines Predigers mit dem Epitheton eines L2N, und die Bemerkung: „Nichts ist wichtiger für das Volk als der Gottesdienst", und das soll jüdisch, und ein Resultat des Quellenstudiums sein? Letztere lehrt ganz etwa- Leben, und kennt gar nicht den so abstrakt gesonderten Unterschied des öffentlichen und Privatlebens. S. 50 wird in geziemendem Ernste (!) von H. in B. der Frage eine gemürhltche Farbe gegeben. Derselbe will dem orthodoxen Standpunkte scbon so entfremdet sein, daß er glaubt, Niemand könne wol im Ernste noch auf die hebräische Sprache im Gebet dringen, die hätten auch kein Recht, uns Vorschriften zu machen*) und doch ist die Zeit seiner scheinbar orthodoxen Lebensansichr noch nicht fern. Solches Benehmen aber können wir nicht andere, als Frivolität nennen. K.-R. M. meint hebräisch sei aus praktischen Gründen zu beten. Dies soll aber nur heißen aus jesuitischen Gründen. Man sieht dies leichter ein, wenn man den bekannten charakteristischen Brief an die diesjährige R.-V. vergleicht. S. 53 wird diese jüdische Frage wieder allgemein menschlich vom Prediger I. beantwortet; und solche» Pathos hält sich für gewachsen, das Zudenrhum zu restauriren! ib!ä. erkennt schon Heß eine leichtsinnige Behandlung der Frage an. S. 56 wird dem G., dem es einmal einfällr, der Orthodoxie daS Wort zu reden, vom Prediger S. köstlich erwiedert, und er bedient sich dabei des herrlichen Gleichnisses rTQw.i, dessen Interpretation ihm und seiner ganzen Richtung wirklich zur großen Ehre gereicht. Doch es ist unmöglich, alles dieses aufzuzählen, und begnüge ich mich mir dieser nach meiner Meinung genügenden ») Dazu bemerkt Referent Literaturblatt d- Orient 1815 No. 8 ganz richtig, »die Herren glauben, das Resultat ihrer Arbeiten sei-ein so tüchtiges, über alle Angriffe erhabenes, daß es sich die Anerkennung erzwingen könne.» Wie sehr sie sich darin getäuscht, zeigt die Geschichte.

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