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Der treue Zionswächter · 1845-11-18 · 21 (18.11.1845) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
21 (18.11.1845)
Date
1845-11-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1. Jahrgang, Der ^1- »I. äTSAS » WASLLSN^ Organ zur Wahrung -er Zutereffeu Redacteur: des vr. En och, °u°rc:r«7orthodoxen IuÄenthnms Herold'sche Buchhandlung Don diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, ein Bogen. DaS Abonnement auf ein Jahr ist 5 Zl Et. (2 Thlr. pr., 3Fl. 30Xr.) Man abonnirt der allen löbl. Postämtern, soliden Hamburg, den 18. November 1845. Lntzstt. Ueber den Einfluß, welchen das Beispiel der Eltern auf ihre Kinder übt. Von Du I. (Beschluß.) Die Rabbiner - Versammlung und die Frauenbäder. Von Jo. Pollak, Rabbiner zu Trebitsch. (Fortsetzung.) Zeitungsnachrichten aus: der Rheinprovinz, Bonn, Unterfranken, Rendsburg, vermischtes. Über den Einfluß, welchen das Beispiel der Eltern auf ihre Kinder übt. Von vr. I. (Beschluß). Der Mensch, vorzüglich aber der auf den ersten Stufen der Entwickelung stehende, bedarf der äußeren Wahrnehmung zu sehr, ist naturgemäß zu innig auf dieselbe angewiesen, als daß, wenn er auch bei größerer Selbstständigkeit, bei erlangter Reife, sich von derselben frei machen wollte, hiezu überhaupt noch fähig wäre. Bedürfen wir nun aber im Allgemeinen schon solcher Anlehnungspunkte und Stützen, um wie viel größer und entschiedener muß ihr Einfluß auf uns sein, wenn sie uns von denen, durch die geboten werden, die Gefühl und Pflicht zugleich als Muster jeder Tugend uns darstellten, als Ebenbilder zu denen wir in heiliger Scheu emporblicken, deren Leben, den Urquell des eigenen, wir nachzustreben unser höchster Stolz, unser höchstes Streben ist, kurz, wenn sie von Eltern auf Kinder übergehen. Der Einfluß, den das Beispiel der Eltern auf Kinder übt, ist daher ein unberechenbarer, von den entschiedensten Folgen. Wenden wir uns nun zurück zu der Frage, von der wir ausgegangen, wie so eS kömmt, daß Kinder so häufig bei herangereifterem Lebensalter die religiöse Lebensweise der Eltern verlassen? und ob das orthodoxe Judenthum in der That nicht im Stande sei, die jüngere Generation mit seinen Praktiken zu befreunden? so ergiebt es sich klar, daß diese beiden Fragen sich gegenseitig ergänzen, daß in der einen die Beantwortung für die andere zugleich mit enthalten sei. Werfet nicht, Ihr Eltern, die Ihr den Abfall Eurer, wie Ihr wähntet. Euch zu Freude herangereiften Kinder, jetzt tief beklaget, die Schuld auf diese allein zurück; klaget nicht die Verderbtheit einer sinnlich materiellen Zeit, die nur dem Genüsse, dem Egoismus und der Eitelkeit fröhnt, an, die Schuld ist häufig, ja am Meisten Eure eigene. Schule, Erziehung, Beispiel, diese Trias fordert das orthodoxe Judenrhum als alleiniges Bedingniß einer religiösen Kindererziehung. Aber wie bei allen seinen Lehren und Praktiken fordert es hier ganz besonders Entschiedenheit u. Consequenz, festen Willen, heiligen, würdigen Ernst. Wenn aber unsere Kinder entweder überhaupt christl. Schulen besuchen, wenn Ln der jüdischen der religiöse Unterricht als entbehrlichster, als unerquicklich und beschwerlich dargestellt wird, wenn wirbei unserer Erziehung von dem Grundsätze ausgehen, dem Kinde dürfe in der Jugend nicht

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