Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 20 (11.11.1845)
- Date
- 1845-11-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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L Jahrgang.' er s« Orggn zur Wahrung -er Interessen vr. En och, Dirrcror und Oberlehrer zu Altona. Unter Verantwortlichkeit der Vevlagshandlung: Herold'sche Buchhandlung des orthodoxen Iudenthums Bon diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Dienstag-» ein Bogen. Das Abonnement auf ein Zahr ist 5 F Ct. (2 Thlr. pr., 3Fl.30Xr.) Man abonnirt Hamburg, den 11. November 1845. Lntzslt. Neber den Einfluß, welchen das Beispiel der Eltern auf ihre Kinder übt. Von Vr. I. (Fortsetzung.) Der H^suitismus im Iudenthume, von H. (Fortsetzung.) Die Rabbiner - Versammlung und die Frauenbäder. Bon - Zo. Pollak, Rabbiner zu Trebitsch. Zeitungsnachrichten aus: Berlin, Cassel, dem Größherzogthnm Baden, Burgpreppach. Pari-, von der russischen Gränze. Über -eu CLnflnß, welchen das Beispiel der Eltern auf ihre Kinder übt. Von vr. Z. (Fortsetzung.) Um mit dem Unterrichte und der Erziehung, den wesentlichsten Mitteln zur Realisirung unserer geistigen, wie körperlichen Zwecke hinieden zu be, ginnen, liegt es uns zunächst ob, zur Ergänzung der Idee der Erziehung, das Verhältniß näher zu erörtern,? in dem die Erziehung zu dem Unterrichte steht. Die Erziehung kann nur dann eine vollkommene genannt werden, wenn sie es sich zur Ausgabe gesetzt, säWntliche Einflüsse, die entweder freiwillig oder nothwendig, von innen oder von außen aüf den zu Erziehenden einwirken, oder einwirken müssen, zu beherrschen und ih^er Autorität unterziiordnen. Denn sobald auch nur irgend der geringste Einfluß sich dieser Herrschaft entzieht, alsbald muß. derselbe der Erziehung schon deshalb.feindselig entgegen wirken, weil er durch sein Heraustreten die Totalität aufgehoben, und sich zur selbstständigen Idee constituirt hat. Daher kann man für das Gelin-, gen Lnaend einer Erziehung nur dann mit einiger GejzMveit Bürgschaft leisifn, wenn man sämmtliche äuHpM Umgebungen deAZöglings in Händen hat. Die'Tchule ist nur ein Mittel zur Erziehung, kan» nur dann auf dieselbe günstig wirken, wenn es ihr höchster Grundsatz ist, zu schaffen, wo jene nur entwickelt und bildet, und zwar nur das zu schaffen, was der weitern Entwickelung fähig sei. UebrigenS läßt es sich nicht verhehlen, daß auch die Schule in Gefahr sei, andrerseits, was sie Bildungsfähiges für die Erziehung geschaffen, durch neue Einflüsse paralysirt, -a ganz aufgehoben zu sehen. Die Schule soll erregen, daher darf kein fremder Einfluß die Erregung beschwichtigen, die Schule soll Kräfte wecken, daher darf keine widerstrebende Kraft ihr entgegentreten. Wie nun aber die Schule nur ein Theil der Gesammterziehung, gleichsam Mittel zur Erlangung derselben ist, so ist es andrerseits Aufgabe der Erziehung, den Unterricht sich so anzueignen, wie es, der Würde seiner Selbstständigkeit gemäß das erforderlichste ist. Denn gerade der Unterricht ist es allerdings, der der Erziehung den meisten Stoff liefert, ohne dadurch seinem inner» Werthe als Idee zu entsagen, und ohne Unterricht (natürlich im weiteren Sinne des Wortes) wäre Erziehung ein Unding. Erziehung und Unterricht müssen sich daher ergänzen, und wenn auch letzteres unter-