Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 19 (4.11.1845)
- Date
- 1845-11-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1 Jahrgang. Der I». Organ zur Wahrung -er Interessen Or. En och, Verlagshandlung: Herold'sche Buchhandlung des orthodoxen Iudenthums Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Dienstags» ein Bogen. Das Wonnement auf ein Jahr ist 5 P Ct. (2 Thlr. pr., 3Fl. 3VXr.) Man abonnirt betasten löbl. Postämtern, soliden Hamburg, den 4. November 1815. xnhatt. Neber den Einfluß, welchen das Beispiel der Eltern auf ihre Kinder übt. Don v>. I. Der Jesuitismus im Judenthume. von H. (Fortsetzung.) Ein Märtprer neuerer Zeit, Novelle v. I. Gettig. (Beschluß). Schulwesen. (Fortsetzung). dem Nies, Bayern. Statistisches. Briefwechsel. Über den Gknffnß, welchen das Beispiel der Ellern auf ihre Kinder übt. Von vr. I. Keine Klage im Gebiete des orthodoren Judenthums hört inan öfterer wiederholen, lals die, daß Kinder so häufig die religiöse Lebensweise der Eltern verlassend, bei herangereifterem Alter, bei angetretcner Selbstständigkeit, sich gänzlich dem Jndifferentismus, der Irreligiosität hingeben; kein verletzenderer und weniger wahrer Vorwurf wird eben diesem orthodoren Judenthume gemacht, als der, daß dasselbe nicht im Stande sei, die jüngere Generation mit seinen Ideen, mit seinen Praktiken zu befreunden. Gehen wir auf das Wesen der Thatsache, für die allerdings der Beispiele leider nur zu viele sprechen, näher ein, suchen wir Gründe und Ursachen für die sich uns darbietenden Erscheinungen , dann müssen wir zuvörderst uns auf ein Gebiet begeben, dessen nahe und innige Beziehungen zu den jüdisch-religiösen Zuständen bisher ihrem ganzen Umfange nach weder geahnt, bei weitem weniger aber noch berücksichtigt worden sind. Wir verstehen aber hierunter kein anderes Gebiet, als das der Kinder-Erziehung überhaupt, und besonders den Einfluß der Erziehung auf Begründung religiöser Gefühle. Es kann hier nicht unsere Absicht sein, uns ganz auf das Feld der Pädagogik zu stellen, zu beweisen, wie schwer die Kunst des Erziehens, wie sehr wenig sie verstanden, und wie sie dennoch Religions- und Gewissenspflicht sei, heiliger, wie nicht viele andere mehr; wir haben einstweilen nur den dogmatischen Standpunkt zu berücksichtigen, haben durch ihn die Lösung einer schwierigen Frage herbcizuführen, Mittel und Wege anzugeben, wie einem verderblichen Uebel gründlich entgegenzutreten sei. Ob die Erziehung jüdische Religionspflicht sei? .'Il-sll 11OL71NX11^2 NX '2' „Denn ich habe ihn erkannt, damit er befehle seinen Söhnen, seinem Hause nach ikm, daß sie beobachten den Weg des Herrn," rühmt der Ewige selbst bereits von Abraham, rühmt es als eine Tugend, um derentwillen allein er geeignet und würdig erscheine, Stammvater der Nation, die in seiner Weisheit er erkoren, Trägerin des reinsten, göttlichen Begriffes durch Zeiten und Wellen hindurch zu sein. nrn (5 B. M. 4, 10), „daß ihre Kinder sie sie lehren," wird als der Endzweck der göttlichen Gesetzgebung überhaupt, als