Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 18 (28.10.1845)
- Date
- 1845-10-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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schosscnen Fenster h'ercinströmenden Luft erloschen waren, wurden eben so viele der Angreifer als der Angegriffenen daniedergenommen, und nach der Conciergerie transportirt-— Glänzend strahlte die Sonne am Morgen durch die Fenster der Synagoge, aber, o Gott! welche Scene beglänzte ihr Licht- (Beschluß folgt.) Jüdisch - Antiquarisches. (Fortsetzung zu No. 15 d. Bl.) Der Ort des Tempels. Der Tempel steht auf einem hohen steilen Berg; und er ward hier, und nicht etwa in einer Ebene erbaut, weil dieser Berg schon in der Vorzeit geheiligt wurde. Nach Aussage der Juden nämlich war auf der Spitze dieses Berges der (der Grundstein der Erde und ihr Centralpunkt). Hier der Ort, woher der Erdstoff zur Bildung des ersten Menschen genommen ward. Hier der Ort, wo Adam einen i Altar erbaut, und sowohl er, als auch sein Sohn Abel Opfer dargebracht. Hier der Ort, wo Noah zuerst, als er die Arche verließ, die Erde wieder betrat, und Dank-Opfer und Gebete dem Allerhöchsten für seine unendliche Güte und Barmherzigkeit brachte, der ihn so wunderbar von der Sündfluth und den wilden Thieren, denen' er in der Arche preisgegeben war, gerettet. Hier der Ort, wo der große Vater Abraham seinen Sohn Jsaac auf Befehl des höchsten Gottes opfern woAe, welcher von den Hebräern daher auch Berg (welches von zeigen abgeleitet, da Gott selbst ihm diesen Berg gezeigt) benannt wird. Auch sagten mir die Priester, daß hier die edelsten Gräser gewachsen, Wohlgerüche duftend, wie Räucherwerk und Myrrhe, und daß vielleicht auch daher der Berg seinen Namen «i'-no (von Myrrhe) erhalten. Merkwürdig ist, daß sich die Juden statt des Ausdrucks nach dem Tempel, gewöhnlich des Ausdrucks, nach dem Berg Morio wallen, bedienen. Hier ist auch der Ort, wo Jakob der dritte Stammvater, die Engel im Traume auf und absteigen sah. Hier der Ort, wo die Prophetie und göttliche Begeisterung vom Himmel herabströmend den Auserkorenen des Herrn verliehen wird. Hier der Ort, wo die geläuterten und gereinigten Seelen zur ewigen Ruhe in den Garten Eden (i'2 iü) einwandern. Hier der Ort, wo der Allgütige eines Jeden Gebet erhört, und nach einer Tradition der Juden, findet selbst das Gebet eines ungläubigen Heiden an diesem heiligen Orte bei Gott Erhörung.- (Fortsetzung folgt.) Schulwesen. Aus dem Großherzogthum Hessen. Vom Lehrer St. . . (Zersetzung zu No. 13 d. Bl.) Hierin scheint jedoch die hohe Staatsregierung nach einem früheren, zwar nie zur Ausführung gekommenen, Rescripte, wonach der Unterricht im Hebräischen und dessen Zweigen für überflüssig erklärt wird, ganz anderer Ansicht zu fein. Es dürfte jedoch die hohe Behörde, bei näherer Erörterung des Gegenstandes, diese Ansicht völlig aufgeben; nicht nur deßhalb, weil in allen israelitischen Schulen Deutschlands (und wahrscheinlich der ganzen Erde), selbst in solchen, an deren Spitze entschiedene Neologen, sogenannte rationalistische Juden, stehen, das Hebräische als nothwendiger, unerläßlicher Unterrichtsgegenstand betrachtet wird, und zwar aus dem Grunde, weil, wie die Erfahrung lehrt, der Religionsunterricht bei dem Juden nur dann fruchtbar und von bleibender Wirkung wird, uur dann