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Der treue Zionswächter · 1845-10-21 · 17 (21.10.1845) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
17 (21.10.1845)
Date
1845-10-21
Page
– (sequence 8)
Language
German
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140 . Nachahmung wird ihr werden, sobald nur einmal angeregt. Das Circular selbst ist folgendes! L L» Die bereits eingetretene und fortwährend im Zunehmen begriffene Steigerung der Preise aller Lebensmittel geben der begründeten Bcsvrgniß Raum, daß im herannahenden Winter bei den auf einen kleine» Erwerb beschränkten Mitgliedern der hiesigen hochdeutschen 2sraeliten-Gemcinde leicht eine höchst traurige Verlegenheit, ja sogar Noch und Bedrängniß entstehen könne. Als ein wirksames Mittel, solches Unglück zu verhüten, oder mindestens eine eintretende Calqmität nach Kräften zu mildern, dürfte es zweckmäßig sein, durch Contraktc mit en xros-Verkäufern von Victualien die Disposition über ein möglichst bedeutendes Quantum Mehl, Hülsenfrüchte und — wenn irgend thunlich — auch Kartoffeln, zu einem bestimmten Preise wahrend der Wintermonate zu sichern, und diese Lebensmittel sodann in einzelnen Portionen zum Einkaufspreise, erforderlichen Falls sogar zu ermäßigten Preisen den sich dazu Qualifizirenden zu überlassen und den für den letzteren Fall erforderlichen Zuschuß durch Beiträge zu decken, welche auf dem Wege der Subscription herstellig zu machen wären. Ein etwa Ende des Winters sich ergebender Ucberschuß würde den geehrten Eontribuenten pro rata zu restuiren sein, wenn dieselben sodann nicht eine anderweitige Verwendung in gemeinsamer Berathung durch Stimmenmehrheit beschließen. Die Endesgenanntcn, die zusammengetreten sind, um mit Gottes Beistand eine solche wohlthätige Maaßregel zum Besten derjenigen Mitglieder unserer Gemeinde in's Leben zu rufen, die, obgleich unbemittelt, doch ohne eigentliche Unterstützung nur durch den täglichen, kärglichen Erwerb sich ernähren, haben durch eine eigene Zeichnung den Grund gelegt zu diesem Werk der Liebe und erlauben sich, in dem festen Vertrauen auf die so oft bewährte Mildthätigkeit, der geehrten Mitglieder unserer Gemeinde, vcren Zungen Beistand anzusprechen, indem sie bitten. durch reichliche Spenden, welche entweder aus Ein Mal oder in wöchenrnchen Abträgen gezahlt werden können, ein Unternehmen zu fördern, welches nur dann seinem, gewiß von jedem Menschenfreunde gebilligten Zwecke zu entsprechen vermag, wenn es uns gelingt, möglichst allgemeine Theilnahme zu erringen. Die Unterzeichneten, die gewünscht hätten, ihre Kräfte zum Behuf der Ausführung des hier in Rede stehenden Zweckes durch den Beitritt mehrerer Mitglieder dieser Gemeindenoch zu verstärken, haben, um bei der, durch das fortwährende Steigen der Preise hcrbeigeführten Dringlichkeit, keine Zeit zu verlieren, sich bewogen fühlen müssen, sofort diesen Aufruf zu erlassen. Sw sind natürlich auch gern bereit, die Verwendung des Geldes zu dem angedcuteten Zwecke zu besorgen und später darüber Rechenschaft abzulcgen; sie werden es jedoch sehr dankbar erkennen, wenn einzelne Subskribenten auch durch Betheiligung bei den Functionen der Gesellschaft solche in ihrer Thätigkeit zu unterstützen geneigt sein, und dieß bei Ihrer Namensunterschrift gefälligst bemerken möchten. Demgemäß werden auch Sie hiedurch freundlichst gebeten, diesem Unternehmen Ihre Theilnahme zu schenken, und den Subscriptionsbogen, den.zwei der Endesgenanntcn in den nächsten Tagen Ihnen vorzulegen sich gestatten werden, auch mit Ihrer gütigen Unterschrift zu versehen. Altona, im Oktober, 1815. (Folgen die Unterschriften.) Vermischtes. den 116 erlassen woiden. Dieselben sind letzt abgedruckt, und werden wir nicht ansichen, baldigst sie unfern Lesern mrrzutheiien. Im August kamen i» Malta an, ein Französisches Schiff von Algier mir 70, und ein Englisches mir 29 Passagieren, alle auf der Wanderung nach Pallästina hin begriffen. Briefwechsel L,. G. W. in W. Zbrc Berichte, so wie die über Mähren, sollen uns zu jeder Zeit, auch unftanctrt, lieb sein. S. in Hamburg. Aus Gntmüihigkcit, da ich Sie kenne, habe ich bis jetzt für Ihre anonymen Zusclidungen jedesmal das Porto bezahlt, auch wol Ihre Briese gelesen. Ihre letzten -Schandzeilen« haben Sic indeß dieser Wohlthat verlustig gemacht; Ihre Briefe werden ferner von der Nedactiou nicht mehr angenommen werden. -- ' Druck von 3. W.Wvrmer.

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