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Der treue Zionswächter · 1845-10-21 · 17 (21.10.1845) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
17 (21.10.1845)
Date
1845-10-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1. Jahrgang. Der I». Mrgan zur Wahrung der Interessen l)r. Enoch, 4^77' ortho-oren Iu-enthnms, Herold'sche Buchhandlung Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, auf e^nJah'r ist^ (5t/(2 Thlr. pr., 3Fl. 30 Xr.) Man abonnirt bei allen lödl. Postämtern, soliden Hamburg, den 21. Oktober 184Z. Lntzalt. Der Jesuitismus im Judenthume, von H. (Fortsetzung.) Ein Märtprer neuerer Zeit, Novelle von I. Gettig. (Forts.) Zeitungsnachrichten aus: Wien, Cassel, Hamburg, Altona. Briefwechsel. Der Jefrritismus Lm Judenthume. Von H.) (Beschluß des vierten Briefes.) ln natura nullus saltus est, lehren die Philosophen. „In der Natur giebks keine Sprünge." Sie ist, sagen Ebendieselben, ein räumliches Nebeneinander und zeitliches Aufeinander und eine Fülle von norhwendigen Verhältnissen zwischen Zeit und Raum. Auch in der Natur der Völker kann kein Sprung sein; sondern ihre Veränderungen sind immer bedingt durch die zeitlichen und räumlichen Verhältnisse. Letztere haben wir in der ersten Hälfte dieser Periode (die der noch nicht in Betracht zu ziehen, weil die Lokalität noch die nationale war. Zn der zweiten Hälfte jedoch (die Zeit der 2'XllQre) findet eine locale Verschiedenheit statt. Trotz dieser Verschiedenheit müssen wir aber doch beide.Zeiten zugleich betrachten^ weil offenbar e i n Geist in beiden lebt, welches sich unwiderleglich darin ausspricht, daß sich letztere immer auf erstere beziehen. Fassen wir den Charakter dieser ganzen Zeit sogleich ins Auge. Es wird uns hier ein Blick in ganz neue Verhältnisse unserer Ahnen vergönnt der Blick in die Privatverhältnisse derselben. Seitdem es dem unerforschlichen Rathschlusse Gottes zu lassen, und ihn höchstens durch Nil (höhere, göttliche Eingebung) zu ersetzen, seitdem erscheinen uns die größten Charaktere unsers Volkes uns näher stehend, und wir wagen eher uns mit denselben in ein Verhältniß zu setzen. Nur durch die maaßloseste Arroganz und übertriebenste Seibstvergötterung konnten die sogenannten Männer des Fortschrittes in unseren Tagen es wagen, Mauscheh als einen Repräsentanten einer Anschauung darzustellen, die sich nach Zahrtausenden überlebt habe, und die einer andren Platz gemacht habe, deren Vertreter sie selbst seien. Nur mit demselben zügellosen Rationalismus erdreisten sie sich üb«r den Gesalbten des Herrn, (Nil), über keinen Propheten, den Stab zn brechen; solchen kindischen Thorheiren gegenüber brauchen wir kein Wort zu verlieren, und verweisen nur ihre Redereien an das -.kaeta loyuuntui ". Die Männer dieser Periode stehen zwar auch weit über uns, der Persönlichkeit im Allgemeinen nach jedoch näher. Es ist dies auch ganz natürlich. So lange nämlich Jißrveil zu einem Staatsverbande vereinigt war, mußte die einzelne Persönlichkeit, wie in jedem natürlich sich gestaltenden Staate mehr oder weniger in das Allgemeine aufgehen, wie dies in den Staaten des claisischen Alrerrhums durchweg der Fall war. Mit dem Verschwinden dieses Staats - Ganzen tritt die einzelne Persönlichkeit natürlich desto mehr hervor. Dies war der Fall in dieser Periode. Während des zweiten Tempels war der Staat nicht ganz wieder hergestellt, er hat sein SpecifischeS verloren, war mehr oder weniger von äußeren Verhältnissen abhängig, es mußten daher die einzelnen Persönlichkeiten auf Kosten des Staats-Ganzen mehr hervorrreren. Verfolgen wir nun beide Verhältnisse, die öffentlichen und die privaten in Bezug auf unser Thema. Für heute Dein Zmonuel.

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