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Der treue Zionswächter · 1845-08-19 · 8 (19.8.1845) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
8 (19.8.1845)
Date
1845-08-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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I Jahrgang. Der 8. ÄMäiM Organ zur Wahrung -er Interessen orthodoxen Iudenthums Berlagshandlung: Herold'sche Buchhandlung Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, ein Bogen. DaS Abonnement auf ein Jahr ist 5 Z Ct. (2 Thlr. pr., 3Fl. 30-kr.) Man abonnirt bet allen löbl. Postämtern, soliden Hamburg, den 19. August 1845. L n tz L l t. Äurfürstenthmn Hessen, dem Hannoverschen, London. Mein Glaube, vonI.H. Aufforderung. Liefert die Geschichte Israels unbestreitbare Belege, daß durch die Offenbarung bestimmte Kultformen durch Menschen aufgehoben werden dürfen, sofern ste dem Geiste -er Zeit nicht mehr Zusagen? , Ban Dr. Auerbach in Darmstadt. In No. 21—23 der Zeitung des JudenthumS sucht Herr Vr. Philippsohn diese Frage zu bejahen, und postulitt eine Umgestaltung der Kultformen nach den Forderungen der sogenannten geistigen (soll wol heißen: materiellen) Zustände der Gegenwart. Sein stärkstes Argument ist folgendes: Moses stellte an die Spitze der Gesetze bei deren Wiederholung, daß nur ein Ort, den Gott erwählen wird, zum Gottesdienste bestimmt sein solle, dahin sollten alle Opferthiere gebracht werden, dahin sollten die Israeliten dreimal im Jahre wandern, (5. Mos. 12.) und doch komme dieses erst 480 Jahre nach dem Auszuge aus Aegypten, also erst 140 nach der Proklamirung in Ausführung. Bis dahin melde uns die Geschichte alle Augenblicke einen andern Platz des Gottesdienstes. Selbst in der Zeit Schenruel's finde man verschiedene Opferstätten,, so daß also Schemuel selbst das so oft von Moscheh wiederholte Gesetz der Einheit des Gottesdienstes, der Richterbauung von Nebenaltären nicht beobachtete. „Es lag in den damaligen historischen Verhältnissen, aber es geschah doch;" er§o sollen auch wir vom Kultgesetz unsrer Religion aufgeben, was unvereinbar scheine, mit der Richtung der Gegenwart.— Neue Herren, neue Funde! wenn sie nur immer neu wären. — Daß schon ein christlicher Theologe vor mehreren Dezennien diesen Gegenstand behandelte, und von seinem christlich rationellen Standpunkte aus besser und consequenter, als Herr De. Pb., ja daß schon der Talmud, die nralte Mischna und die biblischen Commentare diesen Gegenstand zur Genüge besprechen, das erwähnt Hr. PH. mit keinem Jota. Letzteres wollen wir ihm nicht zum Vorwurf machen,-wohl aber Ersteres. Wer nur einmal in de Wette's kritischen Versuch über die Glaubwürdigkeit der Chronik geblickt, dem wird wohl die Hypothese nicht: fremd geblieben sein, daß die Angabe von der Moses zugeschriebenen Abfassung des Pentateuchs (mit Ausnahme der Gesetztafeln, die nach Angabe der historischen Bücher sich wirklich

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