Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1845-07-24 · 4 (24.7.1845) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
4 (24.7.1845)
Date
1845-07-24
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2625941-2626064-2626068--0037-2627522
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

32 Jahre sich der unactheiltcn Liebe seiner Gemeinde zu erfreuen hatte; doch er wiederhole es nochmals, indem Willen läge die Kraft. Aber, wie seine Hörer, verlange auch er, daß sie ihm mit Liebe entgegen kommen mögen, daß er den Weinberg GottcS so hüten könne, wie sein Versatz eS ihm eingibt. An die Väter, an die Mütter wende er sich, ihn kräftig in der frommen Erziehung ihrer Kinder, in der Lehre deS lebendigen GottesworieS zu unterstützen; dann, ja dann wird gewiß die ungetrübte Wahrheit und Reinheit der göttlichen Gesetze in jeder Brust Aufnahme finden, ihre Ballführung die schönsten Früchte tragen. Er bat dann in schöner Sprache, sogleich heute noch diesen Bund zu schließen; den Bund, der nicht wahren soll für den Augenblick, für eine Stunde, für ein Jahr, für hundert Jahre, nein, bis sein Staub sich dem Urstanbe wieder angeschlossen habe, dann, wenn Hirt und Heerde Rechenschaft vor jenem unbestechbaren Tribunal abzulegen habe, möge jener Bund noch bestehen. Diese Rede wurde mit dem lebhaften Gefühle von dem Theil der Zuhörer, die der Sprache mächtig waren, aufgenommen r und, wie gesagt, war die schöne, reiche Ausschmückung, wie die inhaltreiche Rede ganz dafür berechnet, den vollen Zutritt zum Herzen zu erzielen, und wahrlich war die schwere Aufgabe, dieser Antrittsrede, mit der herrlichen gemächlichen Lösung völlig gekrönt. Er schloß dann mit einem Gebet in englischer Sprache, wHrin er für daS Wohl der Gemeinde und der königlichen Familie betete, welches, wie ick Ihnen wol nicht zu sagen brauche, von der großen Masse der Zuhörer mit wahrem Enthusiasmus ausgenommen. Wir gehen mit der Hülfe GotteS, und unter der Leimng dieses edlen Lehrers gewiß einer angenehmen Zukunft entgegen, wozu die Leutseligkeit der englischen Nation, so wie deren Ehrfurcht vor dem Gesetze gewiß einen großen Theil beittagen wird. Amen. Aphorisme. Zeder Gegenstand, für den wir Interesse haben, dem wir mir einiger Innigkeit, oder gar mir Liebe anhangen, wird, und muß billig unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Er wird unfern Geist anregen, Herz und Gefühl fesseln, und in dem Maaße. in dem wir uns von ihm angezogen fühlen, auch daS Feuer unseres Eifers anfachen, für seine allmählige Kräftigung, für seinen endlichen Triumph. Soll nun der Glaube uns ein rheureS Gut, ja daS rheuerste auf Erden sein, so ist eS billie, daß wir demselben uns in Innigkeit hingeben; daß wir ihn auf jede mögliche Weise in und außer uns, im Kreise unserer Glaubensgenossen zu befestigen suchen, daß wir in Liebe für ihn erglühen, daß seine Kräftigung unS erhebt, sein Triumph uns erfreuet. Hüten aber müssen wir uns, nur heiliges Feuer in GotteS Heiligthum zu bringen nur von heiliger Glut erwärmt, uns seinem Dienste zu weihen. Darum, wahrlich, dient nicht der dem Herrn, der in seiner Gottesverehrung nur das Mittel erblickt, welches ihm irdischen Vortheil bringt, der für seinen Glauben opfert, weil er dafür Menschenlohn zu erhaschen hofft. Wird eS von der Allliebe des Herrn auch der menschlichen Schwäche nackgefthen, wenn neben der Liebe zu ihm, dem Schöpfer, der Erdensohn bei seinem Religionsdienste, auch noch den von ihm verheißenen Lohn im Auge hat, so ist sein Dienst jedoch dann Götzendienst nur, wenn Menschen zu gefallen, und, wie edavon nochwendige Folge ist, nur äußerlich, ohne innere Weihe, er die von der Religion vorgcschriebenen Pflichten übt. Heiliges, himmlisches Feuer muß deinen Dienst, o Israelit, durchdringen, wenn er dem Herrn ein wohlgefälliger sein soll; daS Feuer der Gottesliebe muß in deinen Handlungen flammen, wenn du hoffen willst, daß sie angenehm duftend zu seinem HimmelSthrone emporstcigen. Briefwechsel Herrn Rabb. . e.in . . . e . . . e . . Sie werden jetzt hoffentlich im Besitze der gewünschten Blätter sein. Recht, nur immer in diesem Sinne fortgewirkt. Die Mittheilungen des H. 3 -t. sollen mir erwünscht sein; bedienen Sic sich der K'sckcn Buchbai dlung. An S. B. in H. Die Anzeige konnte nicht gegeben werden. Der Bewußte lebt ln Mecklenburg. D. in A. Kurze Gedichte, religiösen Inhalts, nehmen wir hie und da auf.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.