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Der treue Zionswächter · 1845-07-10 · 2 (10.7.1845) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
2 (10.7.1845)
Date
1845-07-10
Page
– (sequence 8)
Language
German
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16 „tend und labend sprudeln wird. — Doch die Gottes- „freunde sind wie die ausgehende Sonne, siebenfach „in ihrem Lichte: — wie die Sonne, ihre Kreise „durchlaufend, die Zonen beleuchtet und erwärmt, „die Gorr ihren belebenden Strahlen zuführt: so „sendet er seine Diener, wohin er will, und wir „ergeben uns demüthig in dem RathscAusse deS „Höchsten!"- Die allgemeine Aufregung steigerte sich dann noch bis zum Augenblicke seiner Abreise, am folgenden Abend 11 Uhr, wo eine große Menge seiner warmen Verehrer um einen letzten Händedruck baten, ein gelehrter, frommer, betagter Greis ihn segnend umarmte, und der Postwagen unfern vielgeliebten Freund und Lehrer nebst Familie in seinen Wanden verschließend, unter wiederholtem Lebe-wohl und Hurra-Nus, davon fuhr. Hannover. Die Vorsteher der israelitischen Gemeinde Hieselbst haben öffentlich in der Zeitung bekannt machen lassen, daß provisorisch die Funktionen des Landrabbinen, gemeinschaftlich durch die Herren Oberlehrer Frensdorf und Cand. Meyer versehen würden. Auch in der regelmäßigen Predigt wechseln diese beiden Herren ab. Die eigentliche Probe-Predigt wird wahrscheinlich von Herrn Frensdorf am 19. Juli, vom Rabbiner Schott am 26. Juli, so wie von Hrn. Cand. Meyer am 2. August gehalten werden. Altona. Der Redakteur der Juden - Zeitung leidet seit einiger Zeit an einer eigenrhümlichen Manie. Er ist nämlich von der firen Idee befangen, jede Nummer seiner Zeitung müsse einen Artikel aus unserer friedlichen Stadr enthalten. Da wird bald der Obcrrabbiner weidlich heruntcracrissen, bald I)r. Stcinheim zurechtgewicsen, ba>d werden die Tobten zu frühe begraben kurz, überall ist es dem Herrn nicht recht. Aber aller dieser Sroff »st schon so oft wiedergekäuet, daß man am Ende doch auf Neues' sinnen muß. Jndcß — große Geister kommen sobald nicht in Verlegenheit. Wo es uns an Correspondenzen fthlt, da schieben wir unsere eigenen Gedanken ein. Und so wird uns denn ganz naiv (No. 25, d. All. Z. d-J) in einer Parenthese erzählt: „Sind doch selbst in Altona, wie Augenzeugen berichten, von 48 Kaufladen, die Juden „gehören, — 43 am Sabbat geöffnet." Doch, Herr Redakteur, Ihre Augenzeugen haben Sie schmählich belogen. So arg steht es denn doch nicht um unsere religiösen Zustände. Wir haben höchst glaubwürdige Nachrichten eingezogen, und diesen zufolge, sind mehr, als neun zehntel Theile aller dieser öffentlichen Läden Hieselbst, geschlossen. Undzwarsuchen wir darin keinen besonderen Ruhm, daß eS Männer gebe, die ein göttliches Gebot höher achten, als irdischen Vortheil; vielmehr wollen wir uns gegen die Schande verwahren, die cs in sich schließt, wäre jene Nachricht der Inden-Zeitung so wahr, wie sie in der That unwahr ist. Personalien. Bei der zu Bremervörde stattgefundenen Wahl eines Landrabbinnen für die Landdrostei Stade, erhielt Dr. Heilbut, Rabbiner zu Glückstadt, von den anwesenden 17 Stimmenden, 10 Stimmen, und wurde somit zum Landrabbinen ernannt. Die Minorität von 7 Stimmen hatte für I)r. Feucht wang aus Bayern gestimmt. Dr. Adler wird zu Dover zuerst auf Englischem Boden empfangen werden; die feierliche Jnstcllation findet am 9. Juli, Nachmittags, nach einem zu diesem Bchnfe entworfenen Programme statt. 1)r. Frankfurter wird die diesjährige Rabbiner - Versammlung nicht besuchen, weil — wie vorgegeben wird — die Direktion des Tempels nicht beider Prediger entbehren könne. Briefwechsel. An S. in H. Ihr Tadel ist vielleicht nicht ganz unrecht, daß wir unS vor zu vielen «Fortsetzungen-- in unserm Blatte hüten mögen. Doch ist es, zumal bei einem neuen Blatte dessen Stoff so sehr angehänft, kaum anders möglich. Wir wollen nicht nur lesen, sondern das Gelesene uns auch cinprägen; das Interesse wird daher nicht schwinden, wenn wir auch — muß — einmal nur Frage, das andere Mal die betreffende Antwort geben. Den Herren Einsendern des: --Beitrag'»?, zur Würdigung der Wirren im Zndenthmne-' rc. und «Stabilität und Fortschritt, nnsern Dank, und wird der Abdruck alsbald erfolgen.

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