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Der treue Zionswächter · 1845-07-10 · 2 (10.7.1845) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
2 (10.7.1845)
Date
1845-07-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1. Jahrgang. Der S. Organ zur Wahrung -er Interessen Vr. Enoch, Hcrold'sche^ Buchhandlung des orthodoxen Iudenthums Motto. (Jes. VL. 6.) Hamburg, den 10. Juli 1815. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Donnerstags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Zahr ist 5 A Crt. (2 Tblr. pr., 3 Fl. 30 Lr.) Man abonnirt bet allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zcirungserpcditionen. L n tz a l t. lieber die gegenwärtige Stellung der Parteien im Zudenthum von vr. I. (Fortsetzung). Sendschreiben an den Oberrabbinen Salomon Löb Napoport zu Prag, von vr. Auerbach zu Darmstadt. (Beschluß). Zeitungsnachrichten aus: Bayern, Hannover, Altona. Sind die sogenannten „Gebildeten" par exeellenoe befähigt und berechtigt, als neue Ncligions - Stifter anfzntreten? Erkennt die Religion einen Unterschied an, zwischen Gebildeten und Ungebildeten. In der neueren Zeit, in der angeblich so Mannigfaches und Vieles zur Hebung allgemeiner Volks - Zustände geschieht, wo man überall von Volks-Bewußtsein spricht, auf Volkes Kraft und Enthusiasmus hinwirkt, ist cs eine gewiß sehr zu beachtende Erscheinung, wie man auf religiösem Gebiete ganz von entgegengesetzten Grundsätzen ausgehet, ein durchaus umgekehrtes Resultat zu erzielen bemühet ist. Nicht soll damit gesagt sein, als vernachlässige man etwa die sittliche, religiöse Bildung des Volkes, suche dasselbe in Unwissenheit und Rohheit zu erhalten; nein, man verläugnet dasselbe gänzlich, man stellt es als so unbedeutend, als so wenig berechtigt dar, als ob es kaum zähle, als ob es unwürdig, als ob es schandhaft, dasselbe nur zu berücksichtigen. Stellen wir uns, deö Beispiels halber, aufdcn Standpunktjüdisch-religiösen Gebietes, hören da das ewige Geschrei von „Fortschreiten in der Bildung", von „zeitgemäßen Reformen im Gebiete der Religion", von „Uebereinstimmcn unserer Gefühlsweise mit dem Bewußtsein der Zeit" und wie die Schaar ähnlicher, tönender Redensarten sonst heißen mag, so dringt sich uns unwillkürlich die Frage auf: Welche Classe der Gesellschaft ha man denn eigentlich hiebei im Sinne? Oder lies' man, wie hie und dort sich ein neuer Verein gebildet,

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