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Der treue Zionswächter · 1845-07-03 · 1 (3.7.1845) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
1 (1845)
Issue
1 (3.7.1845)
Date
1845-07-03
Page
– (sequence 7)
Language
German
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7 von jenen 12 besucht war, welche dann durch Stimmenmehrheit beschlossen, in einigen Wochen eine neue Sitzung anzuberaumen! — Während der letzten Feiertage wurde während des Gottesdienstes, der deutsche Text zum Tag darauf abzuhaltenden fürL^Sgr. verkauft; wer kein Geld hatte, dem wurde cS durch einen christlichen Lohndiener angeschrieben! — Beneidenswerches Jahrhundert der Aufklärung. — Nächstens ein Mehreres. England. London. Sie haben sie gelesen, die Schmäh- Artikel alle, die die unparteiische jüdische TageS-Presse zeichor, nicht über jüdische Zustände, von hier aus brachte, sondern einzig und allein über die Person, über daS Wirken unsers zukünftigen Oberrabbinen. Vorzüglich aber meine ich jene Schand-Zeilen. wie selbige die allgemeine Magdeburgerin in ihrer No. 21, London, mittheilt. Em wahres Glück ist es, daß solche Artikel weder je Alr-Engiand gesehen haben, noch dorthin zurückkehren; also gänzlich ihren Zweck verfehlen. Was har wol unsere sonst so gepriesene Judenschaft verbrochen, daß sie jetzt durchgängig mit dem Unwillen jener Herren beehrt wird? Wir verstehen.' Nach sorgfältiger Prüfung, nach reiflich überall auf dem Continent eingezogen-n Berichten, nach Erwägung unserer eigenen religiösen Verhältnisse, und was denselben am Meisten entspricht, wurde ein Wahlaufsatz für die erledigte Oberrabbiner-Stelle angeferrigr, und Namen auf dieselbe gebracht, die durch ihre Wissenschaft, ihre Gesinnung, ihre amtliche Thätigkcit, die durch ihr Bekennen zu den orthodoxen Grundsätzen des Judenchums, den meisten Auklang hier gefunden, die größte Achtung sich erworben. Wenn statt Adler, Auerbach Hirsch, Hirschfeld eine Wahlliste geworden wäre von: Holdheim, Geiger, Meyer, Salomon, oder besser von: Philippsohn , Philippsohn, ' Philippsohn, Philippsohn. und aus diesen Vieren Einer gewählt härre werden müssen; dann hätten wir uns des Beifalls der jüdischen Presse zu erfreuen gehabt, dann wären wir würdig der Aufklärung jener Herren theilhaftig zu sein, dann wäre für unsere Zukunft E'was zu erwarten. Doch wir bedauern dieses ganze Getriebe. Hervorgegangen aus der Kundgebung des allgemeinen Volks- Willens tritt unser neuer Oberrabbiner jetzt seine neue Stellung an. Seine Berufung an und für sich selbst, giebt ihm die sicherste Norm für die Bahn, die er hier einzuschlagen; seine bisherige Wirksamkeit liegt offen dar, Stimmen haben sich zu seinem Gunsten da über ihn ausgesprochen, wo kleinliche Tages-Rücksichten zu ferne stehen. Wir vertrauen ihm ganz. Mag er darin Beruhigung finden, für Stimmen, die nur der Neid gegen ihn erregt; möge er getrost Hand ans Werk legen, um ein Gebäude nach seinem Sinne nach seiner besten Ueberzeugung aufzusühren, wir werden ihm beweisen, daß wahre Gottesfurcht noch an diesem One, daß überall, wo nur mein Name genannt, wir dir entgegenkommen, dich segnen werden. Ans Bayern. Durch Rescript König!. Ministeriums des Innern sind im ganzen Lande die Sammlungen für die nächste in Frankfurt a. M. abzuhaltende Rabbiner-Versammlung. wozu von dorther durch ein Cirkular aufgeforderc worden war. verboten worden. Ohne daß eS daher, wie ein anderes Blatt bemerkte, eines eigentlichen Verbotes des Besuches dieser Versammlung, von Seiten des Bayerischen Ministeriums des Innern bedurfte, wird wol kaum dieses Jahr, eben so wenig, wie im vorigen, eine bedeutende Anzahl Bayerischer Nabbrnen bei jener Versammlung anwesend sein. Aus Würtemberg. Außer dem Rabbiner Adler zu Oberndorf, haben sich noch zwei Würtembergische Nabdinen dem Proteste gegen die Beschlüsse der Braunschweiger Rabbiner- Versammlung angeschlossen. Wer das Verhälrmß kennt, in welchem sammtliche Rabbiner Würkemberg'ö zu ihrer jüdischen Ober-Kirchen-Behörde, und somit zu deren Präsidenten, dem Ober-Kirchen - Rache Maier, seiner Zeit ebenfalls Präsident jener ersten Rabbiner- Versammlung, stehen, wird um so mehr dem Murhe jener Rabbinen Gerechtigkeit widerfahren lassen, die eS gewagt, sich allen Unannehmlichkeiten und Nachteilen auszusetzen, die es jedenfalls mit sich bringt, sobald ein untergeordneter Geistlicher öffentlich erklärt, wie er sich durch sein Gewissen verpflichtet hält, die Maaßregeln, die seine Vorgesetzte Behörde billigt, als

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