Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- 1 (3.7.1845)
- Date
- 1845-07-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1. Jahrgang. Dk 2 " 1. LSES MÄA2 Organ zur Wahrung -er Interessen vr. En och, Herold'sche^ Buchhandlung des orthodoxen Iudenthmns Motto. (Zes. 62. 6.) / Hamburg, den 3. Juli 1815. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Donnerstags, ein Bogen. Das Abonnement ans ein Jahr ist 5 A Crt. (2 Thlr. pr., 3 Fl. 30 Xr.) Mm abonnirt bei allen löbl.- Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeicungsexpeditionen. L N tzSL t. lieber die gegenwärtige Stellung der Parteien im Iudenthum von Di. I. Sendschreiben an den Oberrabbinen Salomon Löb Napoport zu Prag, von Qr. Auerbach zu Darmstadt. Zeitungsnachrichten aus: Breslau, London, Bayern, Würtem» berg, Frankfurt a. M.^ Zwiegespräche, Die Re-aetion an das Pnbliknm. Indem die Redaktion dieser Blätter sich zum ersten Male ihren Lesern vorführt, hält sie es für eine unerlässliche Pflicht, mit Freimuth, ohne Scheu, ohne Rückhalt, ihr offenes Glaubensbckenntniß darzutegen, klar und bestimmt cs auszusprechen, wer sie sei, was sie wolle. Denn wer durch das öffentliche Wort auf Geist und Gesinnung von Geistes¬ und Glaubensverwandten einwirken will, der sollte es vor Allem beurkunden, daß das Wort ihm heilig, daß Wahrhaftigkeit, des Wortes höchste Weihe und Bedeutung ihm sei. Zumal sind es nicht die alltäglichen Interessen des Lebens, denen Ausdruck hier verliehen werden soll, handelt sich es nicht um fade Neuigkeitskrämerei, um einen Tummelplatz zur Befriedigung unbezähmter Kampf- und Tobsucht; Meinungen sind hier zu vertreten, die das zeitliche und ewige Wohl und Wehe einer nicht unbedeutenden Zahl von Religionsgenossen in sich schließen, Gefühle gilt es zu bewahren und mit neuem Muthe zu beseelen, die mit den innigsten Regungen unsers Bewußtseins unauflöslich verschlungen, sich von denselben nicht mehr scheiden lassen. Wenn daher in irgend einem Lebensverhältnisse Entschiedenheit nöthig; wenn klare Selbstanschanung, gereifte, durchdachte Erkenntniß erforderlich ist zur Erreichung eines bestimmten Zweckes; wenn endlich Vertrauen wir nicht erkünsteln, sondern in der Timt besitzen .müssen, zu der Zulänglichkeit unserer Mittel, wo es sich um die konsequente Verfolgung dieses Sterbens handelt: so erkennen wir als die wesentlichsten Momente unserer Wirksamkeit an, als die sicherste Bürgschaft, daß Erfolg nnjer Beginnen krönen