Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 15 (28.7.1854)
- Date
- 1854-07-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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D V g s z, zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Iudenthums. 10. Jahrgang. 28. Juli 1854. > Altona.! 1 'IN IN I IS. ' Die Unschuld vor Gott und Israel. Rede, von Ol'erial'l'iner LMrnger ,'ii lRltona. Weist das Gesetz der natürlichen Schwere allen Gegenständen die eine Länge haben eine nicht aufrechtstehende, sondern liegende Stellung an, so hat die Allweisheit des Schöpfers, der Natur doch ihr auch Mittel verliehen, diese aufgerichtete Stellung ihnen zu verschaffen, in welcher sie gleichsam erst ihren Werth erhalten und zu ihr er Würde gelangen. Was wäre der Baum mit all seinem natürlichen Schmucke, wenn das Gesetz der Schwere allein nur ihn beherrschen würde? Ein liegender Klotz und Beute der Verwesung. Erst sein Äufrechtstehen, mit seinen nach allen Weltgegenden ausgebreiteten Aesten, und mit zum Himmel gekehrten Wipfel, macht es ihm möglich sich zu belauben, seine Blüthen zu treiben, seine Früchte hervorzubringen und zu zeitigen. Drei Kräfte müssen aber oft zusammen wirken, um dem Baume die ihm so nothwendige und wohlthuende aufgerichtete Stellung zu geben. Die Kraft seines Stammes die er aus seinen Wurzeln zieht; die Kraft mit der er von den wärmenden Sonnenstrahlen aufwärts gezogen wird, und enklich, wenn er der Last seiner Früchte, die an ihm zeitigen, zu erliegen droht, die Kraft der Stützen von Gehölzen seiner Art. Der Mensch ist, nach dem Aussprüche der Schrift, wie der Baum des FM>es. Was dieser im irdischen Boden für irdische Bedürfnisse und Genüsse ist, das ist der Mensch mittelst seiner geistigen Natur im geistigen Garten des Herrn. Die Schwere des irdischen Körpers, welcher die Seele umschließt, würde auch ihn zur Erde herabziehen, und in eine Lage bringen, in der sein Geist vermodert, und bei ihm keine wohlthärige Entwicklung denkbar wäre, wenn er nicht Stützen fände, die ihn aufrichteten. und in dieser zum Himmel genchteterr, zur Entwicklung und zum Anfwärtsschreiten passenden Stellung erhielten. So wie beim Irdischen, sind es auch beim geistigen Baume, beim Menschen, drei Stützen, welche diese wohltätige Stellung ihm geben und erhalten. Die moralische Kraft, die im Bewußtsein seiner Würde und Aufgabe wurzelt; die Sonnenstrahlen der göttlichen Gnade, die ihn aufwärts zur Vervollkommnung anzichen; und endlich bei dem, der für seine Mitwelt Früchte tragen soll, die Stützen von Bäumen seiner Art, nämlich die Gunstund Zufriedenheit seiner Mitmenschen mit seinem Leben und Wirken. Diese drittgenannte Kraft, soll es vorzüglich sein, was uns, m. F>, heute zum Gegenstände unserer Untersuchung dienen mag, um sie nutzbringend für's Leben zu machen. Wir knüpfen unft" - Betrachtungen darüber an die Worte e>5v's in nri,. :r heute gelesenen tNTv: öh-rc'w'7v 2-p) 2o".-n »ihr sollt rein sein vor Gott und Israel," und zwar nach der Deutung, welche von unsern Weisen diesen Worten gegeben wird, indem Namens je»)'-) im 'v:5N"nr>r>5> lehrt: »In den drei Abheilungen der heiligen Schrift wird es dem Israeliten empfohlenneben der göttlichen Zufriedenheit mit seinem Thun, auch nach menschlichem Beifall zu ringen. Einmal hier, wo der große Lehrer es den Söhnen er'nb-, und 2'^ befahl, so zu handeln, daß sie vor Menschen eben so rein, als vor Gott erscheinen; ferner, als die Söhne O'-nh-) und welche nach Eroberung deS Landes bei ihrem Heimzuge sich jenseits des Jordans euren Altar errichtet hatten, und von Israel beschuldigt worden waren, als wollten sie dadurch die Gemeinschaft der Gottesverehrnng mit ihren Brüdern aufhebcn, ausriefen: r>7,> t"7>? r-pl? h rä' vwz ^7' „Er der Ewige, Gott aller Götter, weis es und auch Israel soll es wissen, ob Abfall, ob Untreue unsere Absicht war;" vielleicht eingedenk der Lehre, die ihnen einst gegeben, daß die Unschuld, die dem Herrn bewußt.ist, auch von Menschen erkannt sein müsse; und endlich da, wo es der weise König empfiehlt, indem .er sagt: 720 L20';r> bwi -jH mir!>v 2302 'PN' -h rwhi 27h, „Edelmuth und Wahrheit müssen dich nie verlassen, hänge sie um deinen Hals, schreibe sie ans die Tafel deines Herzens. Du findest dann Gunst und Wohlgefallen in Gottes- und der Menschen Augen." In dieser Zusammenstellung der dreifachen