Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 14 (14.7.1854)
- Date
- 1854-07-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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D L' g K N;ur illahrung der Interessen -es orthodoren Iudenthuins. io. Jahrgang. 14. Zull 1851. I Altona. I I'">iti kivtl N"' ll4l. .^1!2V.11 .I^OXN 12V (Beschluß.) Sämmtliche von dem Besitze des heiligen Landes völlig unabhängigen Gebote nach den mit denselben in Verbindung stehenden rabbinischen Erläuterungen werden an die zehn Worte des Bundes en27,-> lncv angcreiht. An das erste Bundeswort, das Dasein Gottes betreffend, werden 49 Pflichten; an das zweite, die Vielgötterei und die. Bilderverfertiguug betreffend, werden 52 Pflichten; an das dritte, die Eide betreffend, werden 8 Pflichten; an das vierte, die Heiligung des Sabbaths betreffend, werden 58 Pflichten; an das fünfte, die Ehre der Eltern betreffend, werden 9 Pflichten; an das sechste, die Unterlassung von Blutschuld betreffend, werden 67 Pflichten; an das siebente, den Ehebruch betreffend, 43 Pflichten; arr das achte, das Richtstehlen betreffend, 11 Pflichten; an das neunte, ein falsches Zeugniß betreffend, 4 Pflichten; an das zehnte Bunbcswort endlich wird nichts angcreiht. Der Verfasser sucht zwar einleuchtende Gründe für einzelne Pflichten mit Scharfsinn aufzufinden; hat jedoch unterlassen, was sehr zu wünschen wäre, die dem jedesmaligen Bundeöworte angercihcten Pflichten vom erster» ausgehend, zu analysiren und zu entwickeln. Indem wir dieses Werk den geehrten Lesern dieses Blattes hiemit anzeigcn und bestens empfehlen, erlauben wir uns auf folgende Unrichtigkeiten aufmerksam zu machen: 1) Seite 131. Zum vierten Bundcsworte :> heißt es: hr>"7'h7 , dies ist unrichtig, da es nur die Ansicht des c-"w7 ist, viäv 2 OIL 2'IPI ibill v"p. 2) Daselbst S. 142., zählt der Verfasser M7VWI ci?p als ho"7,h7, dies ist wieder unrichtig, ci7p ist nur P277, viele v"2p7 . V»22 OIL UN d h'27 2">L. Da der Verfasser im Fehler-Vcrzeichniß 2^22 o,72wz berichtigt hat, hätten ihm auch diese Unrichtigkeiten nicht entgehen sollen.^- -»HHH«- Moralische Sprüche aus dem Talmud. Len Joachim Pollack, Rabbiner zn Trcbitsch. (Fortsctznilg.) 105) Die Rahbinen lehrten, wenn man in Gegenwart der Leiche die Trauerrede über dieselbe hält und die Zeit des Schema-Lesens da ist, ist es den Zuhörern nur gestattet, sich einzeln zu entfernen, um dieser Pflicht Genüge zu leisten; wird die Trauerrede aber nicht in Gegenwart der Leiche gehalten, so wird dieselbe unterbrochen und alle setzen sich das Schema zn lesen und stehen dann auf zur Verrichtung des ei-rcv awc-Gebetes, der Leidtragende selbst aber, (der vor Beerdigung der Leiche diese Pflicht als noch nicht genügen kann) steht auf und sagt zur Rechtfertigung deS ihm von dex allgerechten Vorsehtttiaverhängten Unglücks, nnr Folgendes: Herr der^WWl" Diel und mauigfach?.sind meine Sünden, so daß du mich nicht einmal für den tausendsten Theil derselben gestraft hast, möge es aber doch, Ewiger unser Gott dein Wille sein, die Lücke welche der Tod in meiner Familie, sowie die Lücken welche er überhaupt so oft in deinem Volke Israel zu macken pflegt, mit deinem Erbarmen wieder anszufüllen (unsere hiedurch geschlagene Herzcnswnnden nämlich baldmöglichst zu heilen.) Abaje sagte aber, man solle den ersten Tbeil dieses Spruches zu sagen unterlassen, weil R. Simon Sohn Lewi gesagt, wie es auch N. Rabbi Io.e gelehrt wurde, daß der Mensch niemals etwas zu seinem eigenen Nachtheil und Unglück selbst aussprechen solle (damit cs nicht um so eher in Erfüllung gehe.) N. Joseph hat hiezu noch einen Stützpunkt in der heiligen Schrift gefunden, den k kaum sagte der Prophet im Namen der iör. Natron (Ics. 1, 9): »Wir sind Sodom gleich, Amora ähnlich geworden," rief er ihnen gleich auch zu- »Höret,des Ewigen Wort, ihr Herren von Sodom, vernehmt die Lehre unseres Gottes, Volk Amora's. 103) N. Juda N. Nab sagte: Wer an seinem Kleide die rcligionswidrige Vermischung von Wolle und Flacks bemerkt, muß dasselbe gleich, auch auf öffentlicher Straße ausziehen, obw.ol er dadurch