Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 13 (30.6.1854)
- Date
- 1854-06-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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61 Tags darauf nicht im Verdacht haben, weil du bei ihm vorausseyen mußt, daß er gewiß schon diesen seinen Fehler bereut und sich bereits gebessert hat. Rabah sagte aber hierauf, daß 'dieser Satz nur dahin zu beschränken sei, wenn der Gelehrte einen solchen sittlich religiösen Fehler begangen hat, wodurch kein Anderer beeinträchtigt worden ist, im Fall er sich aber eine Beeinträchtigung seines Nächstens zu Schulden kommen ließ, darf man ihn auch so lange für schuldig erklären, bis er denselben gehörig entschädigt hat. (Fortsetzung folgt.) --SHYKV- W1VXN 12V '7^2-1.-, NIWV dp N2V2 oder: Glaube und Gottesvertraueu, praktisches Lehrbuch der mosaischen Religion, nebst Darstellung der aus ihren Geboten hervorgchenden moralischen Lehren, verfaßt vom Rabbiner.H. Kuttner in Lissa, in's Deutsche im Auszuge übersetzt von N. 2» Fürstenthal. ° Breslau, Sulzbachs Buchdruckerei 5613; angczeigt vom Rabbiner Samuel 2adcsohn. Obiges Werk ist in einem guten Hebräisch stylisirt, besonders meisterhaft ist die Einleitung geschrieben, in welcher die vier Perioden des menschlichen Lebens verglichen mit den vier Jahreszeiten, besprochen werden. Die iM Auszuge gegebene Ucbersetzung ist von dem rühmlichst bekannten liebersctzer des rn'v und 1. Theils des 2^2 Durch die Ucbersetzung ist dieses Werk allerdings jedem Staude und Geschlechte zugänglich gemacht norden und ist so für Haus und Schule brauchbar; doch wenn, wie der Verfasser sagt, jeder aus diesem Buche deutliche Erkcnntniß seiner Religion erlangen sollte, hätte die Aufzählung jedes einzelnen Gebotes auch in der Uebersetzung wiedergegeben werden müssen und sehr gelegentlich wäre es bei der Behandlung des 7. Gebotes des Dekalogs in der Uebersetzung das jüdische Ehegesctz zu besprechen, auch hätte bei der Uebersetzung weniger Anstand gegen das dem Zeitgeiste Unschickliche genommen werden sollen, denn bei der Uebersetzung eines Religionsbuches, aus dem jeder deutliche Erkcnntniß seiner Religion erlangen sollte, sollte dieser Anstand eine sehr untergeordnete Stelle einnchmen. — Im Ganzen ist dieses Werk ein Seitenstück zu dem gleichzeitig erschienenen Religionsbuche «227 von Herrn. Jos. Schütz, Religionslehrerin Cleve, wovon bereits zwei Hefte an die Subscribenten vertheilr sind und das dritte bald Nachfolgen soll. Es bestätigt sich hiebei ^'227: v'b'22 >2c;'öi v'ft'22 cwr!- 7^ ^222 7pbtz22O2 V'H320V. Herr Schütz hat sein Werk in deutscher Sprache abgcfaßt. Der Verfasser obigen Werkes erblickt den Verfall des Glaubens und die wachsende Lauheit gegen die Religion in neuerer Zeit darin, daß die bisher erschienenen Religionsbücher nur die Moral als die einzige Tendenz der mosaischen Religion aufstellten, und daher die Gebote welche in der Schrift gewöhnlich unter dem Namen c'po und v'vvcv (Vorschriften und Verordnungen) bekannt sind; ihren moralischen Zweck aber nicht an der Spitze tragen, gar nicht oder wenig berührten. Derselbe glaubt daher diesem Uebel vorzubeugcn, indem er in seinem Werke außer den eigentlichen offenbarten Moralgesetzen auch auf die 0 po und v'vocv die Aufmerksamkeit hinlenkt und ihre Bedeutung hervorhebt. (Beschluß folgt.) Zeitungsnachrichten. Grvßhcrzogthnm Baden. A u fr u f! seiner Gemeinde milde Beiträge zum Besten der Armen in Jerusalem rc. zu sammeln, und solche unverzüglich behnfä weiterer Beförderung anher einzuscndcn. Karlsruhe, den 14. Juni 1854. Der mit Besorgung der isr. Unterstützungsgelder nach Palästina vom Gr. Oberrath Beauftragte' Kaufmann Wormser. Aus den Poscnschm. Die Brüdergemeinde zn Posen hat endlich ihre Vacanz erledigt; der vr. Landsberg, bisher in Bricg in Schlesien ist von derselben zum Rabbiner und Prediger erwählt worden. Wie man sich erzählt, gedenkt Herr Landsbcrg die Titnlation als Doctor sich zu verbeten und will sich lieber Rabbiner Rabbinen zu Natibor, dieser wieder ein Schwager dcö alten Nabbincn Waldstcin zu Gnescu mK dies sokt-Mht wenig znr^ Wah^ bcMtragen habeu."^ MchstäiS soll in Posen die Wahl neuer Repräsentanten und.Vorsteher stattsinden, und von dieser