Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 8 (28.4.1854)
- Date
- 1854-04-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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D V g s N zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Iudenthums. 19. Jahrgang. 28. April 185-1.! Altona.! 8. Ncligivser Briefwechsel des Districts-NabbiuerS S. B. B. (Antwort.) Geehrter Freund! Mit vielem Vergnügen beeile ich mich, Ihre geehrte Zuschrift, wenn auch nur kurz, dv'ao!>'7'a »Mvu hiedurch zu beantworten: Schon längst bin ich 'cr,' 'H Mvc!> überzeugt, wie sehr Sie von ö'no'->37 Mi7p'oppsi durchdrungen und überzeugt sind, wie viele Schätze der Weisheit, der wahren, untrüglichen Weisheit Sie schon darin entdeckt haben. Was nun die Ansicht meiner Wenigkeit über die in Ihrer geehrten Zuschrift erwähnten Stelle r>"> g7 bm' betrifft, so glaube ich von vorne herein, daß sich auch der Mitcherüberzestgte wenigstens so viel überzeugt halten sollte, den v'ca w-o doch mindestens so wiel Charakterfestigkeit zuschreiben zu dürfen, in erwähnter Geschichte Sinnlichkeit und fleischliche Begehrlichkeit nicht suchen zu wollen. Ihre Erklärung hätte auch hiergegen schon genügen können. Uebrigens scheint hier noch ganz etwas Anderes zu Grunde gelegen zu habeu. Wir finden nämlich eine, ehemals im Orient allgemeine Sitte, nach welcher angesehenen Fremden bei ihrer Ankunft Frauenspersonen in ihrem Logis über Nacht geschickt wurden. (Mansche: »Oekonomische Encyklopädie," oder: »Allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirkhschaft rc.," von Dr. Johann Georg Krnniz, Art. Heirath, S. 318.) Davon findet man schon in I'v i"v ^7 r'v 'vv armn. Davon waren natürlich jene Fremden ausgeschlossen, deren Ehefrau in looo war. Um nun von solchem Besuche befreit zu sein, dessen Zurückweisung bei rohen Völkern als Beleidigung betrachtet nicht ohne Gefahr gewesen sein mochte, deshalb suchten jene großen und heiligen Männer eine Entschuldigung den sie verehren wollenden gegenüber, dadurch zu erhalten, indem sie das bw'ö b'N rbv ihrer Ankunft Voraus schickten. Eben derselbe Umstand kann auch in dem 'Lvi rio bei jener Stelle gefunden werden. Möchten nur jene gebildeten Herren ebenso sittenfrei wie die v^'p-n leben, und cs würde sich dann ihre Religiösität auf einem weit höheren Standpunkt hinauf schwingen. Denn eS ist von jedem Unbefangenen anerkannt, daß Religiösität und Sittlichkeit unzertrennlich sind. Was die zweite Frage anbelangt, so liegt die eHrp offenbar vor. Jener Tyrann '-wva coz war nämlich längst über das '-wv Hz» ff) erbittert. Seine Gewaltthaten gegen Israel hatten sicher auch darin eine Triebfeder gesunden. Doch alle Härle scheiterte an der religiösen Beharrlichkeit v'öMc'. Der Tyrann sann nun auf ein anderes Mittel, er wollte nämlich durch die Verstümmlung des männlichen Geschlechts Abneigung gegen dasselbe bei dem weiblichen Gcschlechte erzeugen, und dadurch eine Verschmelzung mit Ibwij'vv herbeiführen. Doch der Allgütige vereitelte dieses verwerfliche und sträfliche Project und breitete seinen schützenden Schirm ans über sein Äolk, um es an Körper nnd Seele segnend zu bewahren. So wolle der Herr fortfahren, das Unrecht zu unterdrücken. Recht und Wahrheit den Triumph zu schenken. — Amen. Ihr treuer Freund .N. N. Ncbcr die von Geschäftsleuten in Mantua gestellte Frage wegen Abschaffung der zweiten Festtage. (Beschluß.) 5) Was aber bei dieser Sacke am meisten Staunen erregt, ist die Art und Weise, wie sie zur Entscheidung geführt werden soll. Wir setzen nämlich, wie erwähnt, voraus, die Fragesteller in Mantua sind keine Neologen und wollen ihr Gewissen von jeder Belastung frei halten. Wären sie Neologcu und wollten bloö Autoritäten zur Seite haben, um auch nach außen gerechtfertigt zu erscheinen, so wäre keine Anfrage nothwendig gewesen. Sie hätten sich auf die Beschlüsse der weiland Rabbiner-Versammlung berufen können, welche von einer Schein-Autorität gefaßt worden sind. Gelten aber denselben jene Beschlüsse für nichts Anderes, als für den