Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 7 (31.3.1854)
- Date
- 1854-03-31
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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25 und auf die Versicherung, daß man ihn morgen befreien und zugleich auch reichlich beschenken mürbes entgegnet: Befreit mich lieber heute, und. ich. verzichte gerne auf alle Geschenke. 58) Als-GÄt dem!Moses (8. B. M. 3, 14) zuerst befohlen hat, den Kindern Jsrals in seinen Namen zu sagen: „Ich biy.dex-ich eZvig sein werde," wollte er ihnen hiemit sagen lassen: ,,Jch, .der ich mit euch in dieser eurer ägyptischen Knechtschaft bin, werde auch stets mit euch sein (um euch vor gänzliches Vernichtung zu beschützen), so oft ihr - auch von den verschiedenen Köliigen und Völkern unterjocht sein werdet. Als aber Woses hierauf antwortete: „Es ist schon schlimm genug für sie, daß sie jetzt in der größten Noch sich besrndcn, wozu soll ich sie noch mit der traurigen Aussicht üaf die Zukunft betrüben?" erhielt er ^den Aufträg e ihnen nur zu sagen: „Der sich nenUt)-ich^An ewig, hat mich zu euch gesendet," "(das.). Hiemit will nämlich der Talmud nur, die verschiedene Ausdrucksweise in diesem zwiefachen göttlichen' Aufträge an Moses erklären. / -. -,, >, , 59) Ä<.Muhuisagte^Der Ella babe deshalb Ln seinem- Gebete .(I. K. 18^ 37) zwei Mal gesagt: „Erhöre.mich, p Ewiger! erhöre mich! weil er sich hiemit ein zwiefaches erbeten wollte: 1) betete er: „Herr der Welt! (dem daher die ganze Natur zu Gebote steht) laß doch ein Heuer vom Himmel herabfahren, zu verzehrest Altes was ans dem Altäre ist;" 2) „erhöre mich auch damit, ihre Vernunft dahin zu leiten, daß sie in diesem Wunder nur Deine Macht erkennen, es aber nicht als ein bloßes Zauberwerk meinerseits betrachten sollen; da auch nur durch Deine Zulassung ihr Herz und Verstand bisher Verkehrt war." (das. (Fortsetzung folgt.) Einleitung zu hem Talmud von Bloch. (Leipzig, bei Fritsche 1658.) Angezeigt vom Rabbiner Samuel Mdcsohn in CZernigeivo. Zeitungsnaehriehten. Prcu -ß e n. Drrslav. . Die No. 131 der ..Breslauer Zeitung^ vom 18. d.-.M. enthält Folgendes: „Dis Nachricht von der erfolgte» Ernennung des-.Herrn Li kt in zum Landrabbiner von Schiefen hqt nichr verfehlt, in den jüdischen Gemeinden der Provinz große Sensation -zu erregen.- Obwol inan' über die eigentliche Bedeutung dieser, Ernennung bis jetzt in Ermanglung jeder officiellen Verkündigung noch keine klare Ansicht fassen konnte, und insbesondere .die Meinungen noch,-darüber aus^nander gehen, ob eS sich um di; ^Verleihung eines bloßen Titels oder um Einräumung einer wirklichen Amtsautoritat über die Gemeinden und KuUuSbeamten der Provinz handelt, so hat dies Factum in den betreffend^ Kreisen doch schon zu lebhaften Erörterungen Anlaß gegeben, welche auch tu der That durch die unabsehbare Tragweite . dieses Ereignisses gerechtfertigt, erscheine». — Es liegt aus der Hand, daß die schlesischen Rabbiner, unter denen sich nicht wenige befinden, M derselben Richtung wie Herr Tiktiü augehörend, sich doch eines verbreiteteren und höheren Ansehens in,der rabbinischen Welt und bei den, Gemeinden als der Letztere erfreuen, durch den Gedanken einer möglichen Unterordnung unter einen Landesrabbiner nicht angenehm berührt werden, und daß auch die Gemeinden sich der Befürchtung nichterwehren können, es könnte die mukreirte Stellung, anch wenn die Befugniß zu irgend einer Machtvollkommenhest mi( derselben nicht verbunden sem sillte, doch zu unliebsamen Einmischungen in ihre inner» religiösen Angelegenheiten führesi durch welche die -biöber vom Staate selbst garantirte religiöse Selbstständigkeit der , Gemeinde» gefährdet würde. — „ Wie. wir aus sicherer Quelle erfahren, ist in einigen Gemeinden bereits Veranlassung genommen, höheren .OM. t.eiüe.)^ryhWNdeMsyärckis über die Bedeutung. der in Rede^sk^enden Enenu^ durch welche man et- AnS den Posen'schen. (Privalmittheilung.) . In Posen herrscht'jetzt eine Ratblosigkeit wegen der Besetzung,des Obexranbinats, - da die Brüdergemeinde von Neuem die -Besetzung ihrer Predigerstelle ausgeschrieben, das Gehalt sogar von 400 auf- 600-qS-erhöht hat und nur solche Candldaten emladet,^ dw promovirt- ,^ld habem Bl^^jetzt hat daß Polen daun nie einen Obmab^intr^erhalten wird Wie ans sicherer Quelle mitgetheilt werden kann, ist Herr Rabbiner Tiktin in Dre-lan durch Nabbinats-Qtbre vom 30. Januar d. I., zum Königlichen Landes-Rabbiner,voN Schlesien ernannt worden; (wahrscheinlich ans Grund der SS, 54, 55 des Gesetzes der Juden vom 23. Juli 1847.) In Witkowv ist der Rabbinats-Asseffor, Herr Israel Goldschmibt ans Krötofchiil^ als Rablstner gewählt^ worden »nd^ soll..