Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 10 (1854)
- Issue
- 6 (17.3.1854)
- Date
- 1854-03-17
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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einst R. Papa nur durch eben diese Vorsicht entgangen war. Dieser besuchte nämlich eine Heidin, um von ihr eine Schuld einzufordern, da bot sie ihm einen Platz auf ihrem Bette an, als er aber sich nicht eher setzen wollte, bis man den Polster aufgehoben hatte, zeigte es sich, daß ein todteS Kind darunter lag, dessen Tödtung sie ihm wahrscheinlich, wenn er minder vorsichtig gewesen wäre, beim Gerichte zur Last gelegt hätte; und endlich 3) daß sie vor keiner Synagoge, während des darin stattfindenden Gebetes der Gemeinde, vorübergehen sollenweil man dadurch in den Augen der Menschen als irreligiöserscheinen möchte. Dieses Verbot beschränkt sich aber nach Abaje nur darauf, wenn dieSynagoge nur einen Eingang hat und die einzige im Orte ist, er keine Last trägt, auch nicht geschäftig schnell vorbeiläuft, endlich auch keine GebetrieMen, am Haupte hat, weil, sonst durch einen jeden dieser Umstande sein Nichthineingehen in der Synagoge von Jedermann entschuldigt werden wird. 36) R. Akiba, welcher zur Zeit des römischen Kaisers Hadrian gelebt und mehrere Reisen in Asien und Afrika gemacht hatte, sagte : Drei Dinge gefallen mir bei den Medern, 1) daß sie das Fleisch nur auf dem Tische, nicht aber auf ihrer Handfläche schneiden; 2) daß, wenn sie'sich küssen, es nur auf der Hand geschieht, (nicht auf der Wange oder gar auf dem Munde); endlich 3) wenw sie sich über irgend einen Gegenstand berathen wollen, es nur auf freiem Felde (wo Niemand belauschen kann) geschieht. Hiezu bemerktes N. Ada S. Ahaba, daß dies such schon die heilige Schrift empfiehlt, indem sie (1. B. M. 31, 4) erzählt: „Und Jakob schickte und ließ Rachel und Lea auf'S Feld zu seinem kleinen Vieh rufen," (um sich nämlich mit ihnen wegen seiner beabsichtigten Heimkehr zu berathen. — Von Rabban Gamliel wird berichtet, daß er zu sagen pflegte: An den Perfern gefällt mir besonders ihr mäßiges und sehr anständiges Benehmen während der Verrichtung'und Befriedigung der nothwendigstvn menschlichen Bedürfnisse. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten. Briefe aus Holland. Ul. daß die heutige jüdische Welt sich mit ganz andrm Forderungen an die Rabbiner richtet, als eS unsere Väter getban. Md obgleich diese Forderungen hierzulande »och nicht Gottlob! so weit gehen, daß der Rabbiner ein Salonmensch seiein Modekrlchm mit Frisur imd Glaceehandschuben, wie man in Deutschland so was in demRabbinen zu sehen verlangt; so ,st doch der Drang nicht zu verkennen, der sich auch hier kund giebt. der Rabbiner habe eine wissenschaftliche Bildung. Das Seminar giebt aber diese wissenschaftliche Bildung nicht. Was von einem Rabbinats- Aspirant gefordert wird, ist so svottweuig, daß der Tertianer der deutschen Gymnasien ihn noch überflügeln würde. So bestimm der Art. 5 des Reglements vom 6. Oktober 1835 das Examen für den Rabbinats-Aspiranten im wissenschaftlichen Fache dahin, daß er gut holländisch verstehe, in der allgemeinen Erdbeschreibung und allgemeinen Weltgeschichte und in der Mathematik bewandert fei. Was Wunder, daß die Nabviner, die also gebildet Zuhörer befinden und schon ak ruilro in eine schiefe Stellung zu denselben kommen? Was hilft es, daß sie rn talmndischer Beziehung nichts zu wünschen übrig lassen, wenn sie diese Gottgelehrsamkeit nicht zu verbreiten im Stande sind? Die Wissenschaft muß nicht als Gold- und Silberbarren in dem Kasten eingeschlosscn werden, sondern als geprägte Münze» als kleines Geld durch die nnn> ,nn>!n>>, in n,n iN.Nn N.n.n, Nnßiii., ,, I n >