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Der treue Zionswächter · 1853-12-23 · 26 (23.12.1853) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
9 (1853)
Issue
26 (23.12.1853)
Date
1853-12-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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103 das Verdienstlichste eines gelehrten Vortrages, die deutliche Erklärung n»d Auseinandersetzung der vorgetragenen Lehren. Nach R. Papa ist das Verdienstlichste desjenigen der ein Trauerhaus besucht, sein stilles und schweigsames Benehmen in demselben. R. Schescheth sagte: Das Verdienstlichste an einem Fasttage ist das Almosen welches man zugleich an demselben den Armen spendet; das Verdienstlichste einer Trauerrede ist, die laute rührende Ansprache des Volkes, so wie hingegen beimHvchzeilsmahle, die belustigenden und aufheiternden Gespräche das Verdienstlichste der Gäste ist. 26) N. Chelbo N. R. Huna sagte: Wer außerhalb der Synagoge betet heißt ein Frevler, auf den die Worte des Psalmisten (Ps. 12, 9): „Die Frevler gehen um und um" anwendbar sind; dieses ist aber nach Abaje nur dann der Fall, wenn er sein Angesicht nicht zur Synagoge kehrt. Einst stand jemand so betend mit dem Rücken zur Synagoge gewendet, da ging ein arabischer Kaufmann vorbei mid warf ihm vor: Warum stehst du so vor deinem Herrn, als gäbe es zwei Gottheiten, deren eiaen man in der Synagoge und deren andern man außerhalb derseben anbetet?. Hierauf zog derselbe sein Schwert und tödtete ihn. 27) N. Jochanan und R. Elieser sagten: Wer von menschlicher Hülfe abhängt, Andere daher oft bittend um selbige ansprechen muß, dessen Angesicht nimmt vor Scham und Demüthigung allerlei Farben an, so wie es (Ps. 12, 9) heißt: „Dem Kerum (Chroma, griechisch Farbe) gleich, ist der, der sich vor Menschen (um Hülfe bittend) herabwürdigen muß. Nach N. Dinn befindet sich in den Seestädten ein Vogel der Kerum heißt, welcher sobald die Sonne ihm bescheint verschiedene Farben spielelt, (vielleicht deutet er hiemit auf das Chameleon hin, welches aber nur ein Reptilie ist. Zeitungsnachrichten. H o l l a n d. sehr viel zu danken. Erlauben Sie^mir Ihnen die Abschrift der Todesanzeige hier zu geben, wie sie von dem Obcrconsistorium an die Odcrrabbiner und Gemeinde-Vorstände versendet wurde. «Wir erfüllen eine traurige und schmerzliche Pflicht mit «diesem zu Ihrer Kenutniß zu bringen, daß es dem All- »mächthgcn gefallen hat, den verehrten und ehrwürdigen «Präsidenten des isr. Obcrconsistorii. den Herrn Tanchum »Polak Daniels. Ritter deS Niederländischen Löwcn- «orrens zu sich zu rufen. — Gestern Abend um halb «zehn Uhr ist er entschlafen. Die vielfachen Dienste, die »er unserer Kirchcngcmrinde bewiesen und sein Ester zur »Besörrerung ihrer Angelegenheiten, werden, dies dürfen «wir hoffen, sein Andenken lange Zeit gesegnet sein lassen.« Haag, 22. November 1853. - Die Mitglieder des Obcrconstktorii für die isr. Angelegenheiten, gez. A. de Pinta, gez. M. I. van Gicht, gez. M. K. rvolss, Adjunct-Se^retär. P a l ä st i n a. Jerusalem. So wie wir im Edelsten der Geschöpfe, dem Menschen, das Geistige mit dem Irdischen verbunden sehen, die Kräfte beider wechselseitig sich vereinigendem Ganzes bilden^ ebenso grauen Alterthume wurde dieser Grundsatz durch göttliche Offenbarung unserer Nation kund gethan. Das ganze Haus Israel mußte, so lange dasselbe ein Reich bildete, in seinen Besitzungen, dem heiligen Lande nämlich, für den Unterhalt deS Stammes Levi Sorge tragen, während dieser Stamm für aste Angelegenheiten des Hauses Gottes aufgetragen, und er mußte glcichsäm Vermittler zwischen der Allmacht und dem Volke treten. Nachdem aber das Reich Israel und Zuda leider aufgelöst, Gottes HauS zerstört, das Volk nach allen Seiten der Welt in's Exil vertrieben, späterhin nur einzelne Personen unserer im Leinde sich vo^findcn.^die die Luft dieses Trümmern und Ruinen des Tempels^n?Geiste ihr Blut und Fleisch gerne als Opfer, ihr Thräncnstrom ob diesen Verfall als Qpsergüsse i.------) betrachten, ja da bildeten sie den ehemaligen Stamm "!- im göttlichen Hause, ihnen wurde von allen Seiten der Erde Gaben und Spenden gebracht,' damit sie der Sorge^ um^ihrc eigenen Bedürfnisse enthoben sem und So verhält cs sich noch bis auf den heutigen Tag. Von allen Winkeln der Erde, wo man nur Gottes Wort, den Namen reiche ^Hand ihrer Brüder im Auslande gereicht, so könnten sie unmöglich in diesem Lande verwesten.

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