Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 23 (11.11.1925)
- Date
- 1925-11-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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zur Wahrung -er Interessen des orthodoxen Iudenthums. MW i>. IahrggNg. 11. November 1833. I. Alton'«. I l'"!N SA. Mje-ererweckung, Förderung «yd Stärkung ' ' ininitten des Volkes/ Wenn dem Leidenden Ln irgend einer Lebensbeziehung Etwas .zum Trotze, zur Beruhigung gereichen kann, wen» er niedergedrückt, zerknirscht'und zermalmt pp» der Macht eines über - ihn gewaltsam hereinbrechende» Geschickes, kraftlos, Ln sich selbst gebrochen, dennoch nicht verzweifelt, vielmehr einer besseren Zukunft harrend, die eherne Brüst wappnet wir Vertrauen auf eine höhere leitende Allmacht; so ist vor Allem eben jeves Bewußtsein einer unendlichen Allweisheit, die die Geschicke, wenn auch dem. kurzsichNgen Weuschenapge. verborgen und undurchdringlich,. deynoch stet^.xntfpx.echend dem wahren Wöhle und Mützeff der Gesammtheir prdriet mch vollbringt, mehr als alles Ändere geeignet,, den Schwachen und Hpffnungsloseu mit neuem Müthe, mit Ausdauer und Zuversicht auszurüsten. Auch Unsere Iudenheik und die in ihrem Kreise sich bewegenden Zustände, sie sind sehr ernster, trüber, wehwüthiger Art. Was soll daraus werden? Wie wird er noch enden, dieser mehr als unglückliche Zustand? Was vermag wol dje nächste, Pie fernere Zukunft per Judenheit zu biete». Der 'Abfall, er ist groß, sehr groß, die Verführung sucht in tausendfacher Gestalt sich ihre Opfer heraus; die Selbstsucht, sie ist allgewaltig, des Hochmuths gissbt es keive Grenze wehr Das einige Israel, es ist durch und durch zerrüttet, in seinem Lebensuerp erschüttert; schroffer stehen Kinder einer und derselben Religion sich gegenüber, als cs je dem Feinde, der Feinp nur vermochte. Oder können, oder dürfen wir die noch als Juden anerkenne», dje'zwar von jüdische» Eltern geboren, auch wol den Namen Juden noch tragen, deren ganzes Lebe» aber eine große Verneinung des Judenthums ist, Pie pffe» und unverpolen, ja sogar herausfordernd gleichsam Grundsätze aussprechen und bekennen, die sie als gewaltsam getrennt und ausgeschieden aus per Gesammtheik Israels uns darstellen müsse», Wen» man hier die heiligsten Grundwahrheiten der jüdischen Religion, ihre Vergangenheit, die Offenbarung, ihre Zukunft, den v Lü mit frechem Hohne läügnet, wenn Beschneidung, wenn Sabbath und Ehe, die Gruudfaktoren des Jüdenthums, angefochten, verkleinert, antiqüirt werden, wenn kein Gebot zu heilig, kein Verbot zu schwer perpönt ist, als daß Heuchelei und Selbstsucht nicht im Stände, wären, seine Autorität zu untergraben, als nicht mäßgebcud und anwendbar sic hinznstellen, dänn freilich — — doch nein, ich spreche ihn nicht aus, h'enen verzweifelnden Schlußsatz dessen Möglichkeit zu denken schon Sünde, Zweifel an jener göttlichen Weisheit und Allmacht wäre. Fraget die Geschichte, jener untrügliche Spiegel, der nicht Schein^ der reine volle Wahrheit Auch entgegen? strahlet, fraget sie, ob. nicht ähnliche Zustände im Gebiete,.der Judenheit bereits früher porgekoMmen. ob u»d wie selbiges.siegreich aus demselben hervörgegangrn, ist?- Und mit lahter veryehmiicher Stimme wird dem zweLfelüdeu Frager die Antwort werden: Nichts Neues unter der Sonne, was ist, war. schon. Alles vergehst, nur Gottes Wort besteht auf' ewig. Als 'zur Zeit der SNrer.Kpnige das schon längst unterdrückte', peirioralisirte Volk durch List und Gewalt seiner Neligipn abwendig gemacht werden sollte, äks Heschneidung, Beobachtung des Gesetzt bei Todesstrafe verböte» wurde, als Gesetzesrollcn überall zerrissen, Gotzenaltgre errichtet wurden, als und das war das Härteste, als Viele und immer Mehrere dem.Bxfehle gehorchten, von ihrem Väterglauben ahwichcn, Pä ermannte sich die flesne heldeninüthige Priesterschaar,^da sammelte sie das Häuflein per Rechtgläubigen um sich, scheute uicht das Opfer des. Besitzes, des Daseins, wagte den Kampf gegen Abfall und Verführung und — blieb Sieger. Jene Makkabbäer, die auf den Trümmern hes Götzendienstes vom Neuem M Heherem Glanze die leuchtende Opferflamme wieder anzündeten peinigten den Glauhenstempel, ihn wecheteu seiner früheren heiligen Bestimmung, ihr Andenken ist uns nicht verloren, ihr aufopfernder Eifer in unserm Geiste nicht erloschen. Zwar nicht äußere, pohe Gewalt wird heute gegen unsere Gottesreligion versucht, zwar nicht tyrannischer. Machtspruch heidnischer Gewalthaber fordert den Abfall, befiehlt den Götzendienst; aber eine bei weitem gefährlichere Macht, die Macht