Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 19 (16.9.1853)
- Date
- 1853-09-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Meinung gründet fich.nur. auf die falsche.Er,klämng eines Grund-, satzes von Wohlthätigkeit und BWertichkeit, welche ihnen >ver-ot, sich einander auf Ainsen zu leiM/^—^ Dies ist die Meinung Puffendorff's und anderer Staätsrechtslehrer. ' Man hat sich sehr gegen die Juden auf eine Stelle deS i MaimönideS gestützt, welcher aus dem Ausdrucke ssrn 'irr!- ein! Gebot gemacht zu haben scheint. Aber wenn auch MaimonideS Mt --fiirchteteidie.se. Meinung-, zu vntepAützen,. so weiß man, daß der gelehrte Rabbiner Abarbenel diese Meinung siegreich widerlegt Hat. Man findet noch lm Talmud, Tract. Maccot, daß eines der Mittel, um'die Vollkommenheit zu erlangen, dem Fremden, selbst dem Götzendiener ohne Zinsen zu leihen ist. Uebrigens, was auch die Nachsicht-Gottes, wenn man so sagen darf, .für die Hebräer sein mag, so würde man vernünftigerweise nicht behaupten können, daß dieser allgemeine Menschenvater in irgend einer Zeit den Wucher befehlen konnte. — Die Meinung des MaimonideS, welche alle jüdischen Gelehrten gegen sich erhoben hatte wurde vorzüglich verworfen von den berühmten Nabbinen Moses die Gironda und Salomow ben Adereth; erstens, weil er sich auf die Meinung" des^Siffri/ eines einzelnen Gelehrten gestützt hatte, dessen Doctrin^ von dem Talmud nicht sanctionirt wurde, denn es ist eine allgemeine Regel, daß jede rabbinische angesehen werden soll; - ferner, weil Maiinonides, wenn er verstanden, daß das'Wort »IN, d. h. Fremder, aussen Kanaaniter,' ein von Gott geächtetes Volk zu beziehen sei, das allgemeine -s-KYL-«—- " Zeitungsnaehrirhten. P r e u H e n. > Halberstadt, den 5. September. Am vergangenen Sonnabend, den 3ten September. ÄbendS, wurde Seiner Ehrwürden, dem Herrn vr. Hildesheimer. Oberabbiner in Eiscnstadt. in Ungarn, dessen hochverehrten Besuches die hiesige israelitische Gemeinde pro remxvro sich erfreuet, , von den Gemeindemitgliedern und einigen feiner Schüler, ein Ständchen gebracht. Wenn für diesen hochgeschätzten. . kenntnißreichen und allgemein beliebten Mann auch alle Ehrenbezeugungen zu wenig find, so fanden sich nichtsdestoweniger Ebcngenaynte durch eine zweistündige Rede, die derselbe auf Ansuchen des hiesigen iSr. Vorstandes am Vormittage, des 3ten September in der hiesigen Synagoge gehalten hatte, gedrungen, ihre Gefühle der Anhänglichkeit, der Liebe und der Dankbarkeit, die sie für ihn bewahren, wenn auch formell ihm an den Tag ,zu legen. Diese Rede nämlich gab jedem aufmerksamen Zuhörer in .' vsro das untrüglichste Zcugniß von dem unerschöpflichen^ Gcdankenreichthum und der außerordentlichen Tüchtigkeit dieses . Mannes, sowol im wissenschaftlichen Gebiete im Allgemeinen, als auch im philosophischen in'S Besondere und. der rhetorischen Kunst; , ja. sie erregte sogar allgemeines Staunen, wie des Geistes Fittige sich so Hoch schwingen können, daß einem Manne bei seiner -.Unbegrenztheit auf dem Felde des Wissens alle Stellen deS TalmudS zu Gebote stehen, von welchen unser großer Redner viele im harmonischen Einklang mit der Ausführung feines TerteS brachte. : Das war ein reicher, sehr reicher geistigere Genuß.. Das vielen Ankämpsungen ausgesetzte Judevthum-die voneso.manchen vorgeblichen Trägern desselben auSgehen, müßte jedem Zweifler unantastbar erscheinen, wenn er diesen Manuriwikeiner feurigen, religiösen Ertase das Wort Gottes verkündey^h-rte». . - Die Feierlichkeit deS geuannten AbendS wurde auf folgende Weise begangen: Der Vorstand der hiesigen israelitischen Ge. meinde und viele der Gönner untz.Schülxr des Herrn vr. Hildesheimer Marwn M MufikcorpS um das Haus, desselben. «^piM^K^MFhMdeS Lebehoch erschall.; ihm.-plötzlich dep,Hufik aus dein - Dkunbe dchOersamMlMiDrMHKMö rhßrer-an der Hiesiäetk-tSE im Namen der Gemeinde verficherie, bon tvetchern chiMAjeraüs wandte fich Herr vr. dankte auf'S Herzlichste W,,. mit dem Versprechen, s, d»ß,-xr,:W;HML.WMN MrdentHein ' - werde D. Möge' den großen Mr Beistand. ßlosteS segensreichen, Folgen, Hie. sein, vnmnüdttcheSxKl^e-m. M die Menschheit und den Staat bisher krönten, erftcue. Möge ihm der Herr Kraft verleihen, allen denjenigen au§ unserer