Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 9 (1853)
- Issue
- 12 (10.6.1853)
- Date
- 1853-06-10
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2625941-2626010-2626022--2663-2627239- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
D r g «s sr M Wahrung der Interessen -es orthodoxen Iudenthums. MW WWW 9. ILhrgSNg. 10» Juni 1853. j Altona. > n LS. T r a u n n g - v e - e, gehalten von Salomou Pollack, approb. Rabbinat.s -Eandidaten, hei Trauung eines armen Prautpaares, welches seine Schwiegereltern, Herr? Salomon Bachrach und dessen Ehegattin Mar th a, ausgestattet haben» Eiflgefa»cht pp» -essen Pater Joachim Poltack, j p'bzr, p'-n) Gesegnxt sei Euer Kommen! Diese Worte hat man so eben Euch zugerufey, ftyd mit Viesen Worten begrüße auch ich Euch, verthes^ KrMpaar,. m diesem: Augenblicke, wo Ihr im Begriff, seid, elym HM mit einander zu schließen, dex der wichtigste und folgenreichste ist/ , per je unter Mensche.« geschlossen, werden kann. ^Gesegnet «yduns unter dem Schatten dieses ZraWltxs; gesegnet und willkommen sei der Tag Ihres VermählnugSfestes; gesegnet und wAkommen die Stunde Ihrer jetzigen Verbindung; gesegnet und willkommen segnet sei er ihnen von Gptt dem Herrn, der das Weib zmy Mann, das Herz zum Herzen.geschaffen hat. Köge er auch Jbren Herzensl'nnd schützen und schirmen, und Ihnen eine glückliche, sorgenfreie Zukunft zu Theil werden lassen! Wie nothwendig es aber für Sle selbst ist,, auf diesen Ihren . nun gemeinschaftlich anzntret^nden Weg sich »jit einiger Zehrung, mit geistiger Nahrung zu versehen, darauf glaube ich, brauche ich Sie kaum arssmerksam zu machen, und Ihre eigene innere Stimme wird Sie hinlänglich darüber belehren. Ihr werdet es selbst wie viele Krümmungen man da künstlich zu umgehen hat, wie viele Klippen man da übersteigen muß, welche Schwierigkeiten bekämpft, welche Hindernisse beseitigt nnd überwunden werden müssen, das werdet Ihr wol selbst fühlen und ahnen. Wollet Ihr nun diesen Weg glücklich antreten, glücklich durchwandeln, glücklich zum Ziele gelangen, glücklich endlich in den Hafen-der Glückseligkeit, der Zufriedenheit und des Hausfriedens einlanfen, sv müßt Jhx an diesem Tage, der für Euch so heilig und so wichtig wie der Versöhnungstag (v»i>r:7 r>») ist, imd in die'er gottgeweihten, feierlichen Stunde fromme Entschlüsse, gute, gottgefäilrge Werke fasse», und deren Beherzigung vor Gott und Menschen feierlichst geloben. Worin aber diese frommen Vorsätze .bestehen, dies Ihm» vor Gemüthe zn führen, und klar zu machen, habe ich mir zur Aufgabe gestellt, da es mir zugleich obliegt, Eurem Bund die priesterliche Weihe zu geben, und im Namen nuferer Religion z» heiligen, Ich entledige mich dieser uckmer' Aufgabe, indem ich Ihnen folgende Worte des königlichen Psalmisten znxufe!a mm »2 i'L, ,>s-)7a '? „Heil dem, der Gott Worte des Sängers haben Sie stets vor Augen, ja, Sk möge» dieselben sich zum Wahlsprnche nehmen, Frömmigkeit und Gottesfurcht auf der einen, Fleiß, Thätigkeit und Sparsamkeit auf -er andern Seite sind. Pie Bedingungen Eures künftigen Glückes, die Stützen und Grundpfeiler Eures so eben' geschlossenen ewige» Bundes. Gott muß in 'den Ehestand Euch führen, Gott darin, walten, wenn er Euch ein Born, ein Quell.der Glückseligke.- Ihnen, daß Ihnen Gott kein MekannnteS Wesen ist, Paß Sie jhn iin Hause Ihrer Wohlthäter erkennen und verehre« gelernt, haben. Sie haben vor Auge« gesehen, daß, und wie man Gott im häuslichen Kreise diene» müsse. Mögen Sie solchen Geist in