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Der treue Zionswächter · 1853-05-27 · 11 (27.5.1853) · page 3

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
9 (1853)
Issue
11 (27.5.1853)
Date
1853-05-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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muß hie Gemeinde Bedacht nehmen, wem sie glücklich wählen, vielmehr wenn sie vor dem Dichter der Welt gerechtfertigt er, scheinen will. An solchen Männern freilich, die in beiden Conditionen nach ihrem ganzen Umfange den Rabbinen früherer 'Zeitalter gleichen, leidet unser Occident in diesen Perioden fühlbaren Mangel. Gar selten findet sich unter den Bewerbern um die erledigten Rabbinate je Einer, der alle diese edlen Eigenschaften und Tugenden, diese ernste nie verletzte Frömmigkeit, diesen erhabenen, Uchtvvllen Geist, diese Fülle, Tiefe und Klarheit des Wissend in sich vereinigte, welches sich alles im Leben und Wirken der früheren Gottesgelehrten knndgab, sogar auf jedem Schritte und in jedem Gefichtszuge unverkennbar und würdevoll ausprägte. Jedoch auch in unfern Tagen hat die göttliche Gnade würdige Männer aufbewahrt, von göttlichem Eifer durchglüht und von heiliger Wissenschaft erfüllt, theils noch in ihrer Ausbildung auf Talmudschulen begriffen, theils ihrem heiligen Berufe in nicht beträchtlichen Bezirken, theils gar in scheuer, wohlbedachter Zurückgezogenheit von öffentlicher Wirksamkeit lebend, die für" bedeutendere Wirkungskreise gewonnen werden können. An den -Gemeinden liegt es -da her, sorgfältig zu bedenken, daß von ihrer Wahl großes Heil oder Unheil abhängig sei. Man wird doch gewiß einen Candidaten, welcher Physiologie und Philosophie mit dem größten Fleiße und dem besten Erfolge studirt und absolvirt hat, sich nicht zum Arzte wählen und ihm gewiß nicht sein gauzetz L^ben und sein ganzes Wohl anvertrauen. . .... (Beschluß folgt.) Zeitungsnachrichten. Preuße». Preslau. Schon in der nächsten Zeit tritt Hieselbst, durch eine letztwillige Verfügung des verstorbenen CommercienrathS Frankel begründet, eine Anstalt in's Leben, wie ste seither vielleicht in ganz Deutschland, gewiß in Preußen nicht existirt» eine B.ilduugsanstalt für Geistliche jüdischer Confession. Das Grundstück ist bereits erworben, und an die Spitze des Instituts, welchem jetzt ohne Zweifel auch andere gläubige Juden ihre weitere Unterstützung angedeihen lassen werden tritt der bekannte Rabbiner D. Frankel aus Dresden. Königreich Bayer». Hürden. Der Verfasser des vor einigen Monaten erschienenen Werkes' «das heilige Land nach seiner ehemaligen und jetzigen geographischen Beschaffenheit von Rabbi Joseph Schwarz aus Jerusalem, deutsch bearbeitet von vr. Israel Schwarz" erhielt von Sr königl. Hoheit dem Herrn Herzog Maximilian eine werthvolle Medaille, mit folgendem gnädigen Schreiben: »Mein Herr Schwarz^ Ich habe die Mir von Ihnen zngefendten Exemplare des von Ihnen Herausgegebeuen BücheS, über das heilige Lalrd erhalten. Ich freue Mich sehr, dieses umfassende Werk zu lesen, was für Mich um so «ehr interessant ist, da Ich dieses Land selbst bereist habe. Es wird Mir Ihr Wer? nicht nur eine erneuerte angenehme Erinnerung an die dort verlebten Tage bieten, sondern auch stets eine solche an Ihre werthe Person sein. Indem Ich Ihnen für diese ZusenVang Meinen Verbindlichsten Dank erstatte, übersende Ich Ihnen zum Zeichen der Anerkennung beifolgende Medaille mit Metnem Bildnisse und verbleibe Ihnen zur Erweisung angenehmer Gefälligkeiten stetbereitwillig. . Schloß Wittelsbach, den 6. November LHSS. - Maximilian, Herzog in Bayern." Anzeigen. Um zu verhüten N-PN'-eVw bin ich in die Notwendigkeit gesetzt, hiermit zu erklären, daß Or. I g n a z La n d au er von hier, gegenwärtig zu. Speyer - domitilirend, an seinem Söhnst Robert Landauer, geboren dm 24ten November 1819, die Beschneidung nicht l vornehmen ließ, dieser somit in jeder Beziehung als «zu betrachten ist. Hürben, den 19. Mai 1853. H. Schwarz, Rabbiner. Aufforderung? Genährt durch die stets reger sich entwickelnden gegenseitigen Berührungspunkte zwischen uns und unfern Brüdern im heiligen Lande, die geistig vermittelt durch dieses geschätzte Organ des orthodoxen Zudenthums, wie körperlich durch die ungemein beschleunigte Verbindung zwischen den Endpunkten in bisher nicht gekannter Weise unser Aller Interesse mächtig angeregt, ist bei einigen für nationale j Vergangenheit,und Zükunft nicht gleichgültigen I Israeliten der Wunsch rege geworden, eine gemeinschaftliche Reise nach dem heiligen Lande zu - unternehmen; und zwar unter folgenden Verhältnissenr Von Berlin aus ist größtentheils pr. Eisenbahn und Dampfschiff,

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