Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 24 (26.11.1852)
- Date
- 1852-11-26
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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96 Rücksicht genoimnen rverdey möge, soudem daß Mch reichllche Spenden außer für das Allgemeine, speziell für die deutsche Gemeinde in Jerusalem bestimmt werden. Eine Bitte an 2'7w» und Deutsche zugleich gerichtet kann keine Fehlbitte sein, des sind wir sicher und fest überzeugt. : Ein Wort über die Gegenwart. von v. Blickesi wir in den jüdischen Religionszuständcn der Gegenwart um uns, so wird, beim Vergleiche mit allen frübercn geschichtlichen Perioden, die Frage a'ch '->? ist das Zeitalter besser geworden? tvol nicht bejahend erwiedert werden können. Denn, gab es auch früherbin und zu jeder Zeit, Irrende nach den Sünden ^v's (,^ch, nach n-,7-s-n 7>'^c Anfangsbuchstaben der Worte r!N7^, Unsittlichkcit, Trug «. Bosheit, so wuchert hingegen heut zu Tage, dieses Kleeblatt noch recht üppig fort. Daneben sind aber noch andere größere Uebel entstanden, die did Altvordern nicht gekannt, Während bei Jenen sich die Verwirrungen auf Uebertrctungendes Praktische» beschränkten, und das Bild der 4 Pflanzenarten am Lulanr, v'2'p so trefflich paßte, da Alle das Band des Glaubens einte, erstrecken sich die heutigen leider, bis in das Gebiet des Dogmatischen, der Grundlchrcn, und würden, da es der Entarteten, so viele gicbt, die 4 Fasttage wol besser für die Scala der Partheicn, und zwar von den Verächtern des rabbinisch Vorgeschricbcnen — nach bv «»57 der erste Schritt zum Abfalle, 2-r>2i7r> koic bis zu denen, die am heiligsten Fasttage sich der Gemeinde entziehen, anwendbar sein. Unsere würdigen Rabbiner der orthodoxen Parthei haken zwar durch Wort und That dem Strome des Verderbens Einhalt gethan, auch wurden ihre Bemühungen vom Erfolg belohnt. Aber da, wohin ihre Macht nicht reicht, wohin ihr Wort nicht dringt, und es sind dies große Provinzen im Vakerlande, fließen dieses Stromes trübe Quellen, unaufhörlich fort. An einigen Orten, sind dies Streilbäume pcv, durch welche die Religion des Friedens (Spr S. 3.) zum Erisapfcl des Haders umgewaudeltwird. An andern, wo die Glaubenstreue schutzlos stehen, sind es Vcrhindrungsbruuncn, , da diesen Bcssergesinntcn Gewissenszwang auferlegt wirdi Die Leiter, sind in kleinen Orten Lehrer, .deren der Ausspruch b!>'2 a'd 0---Z7 p7 irstr ß,.-, p7 757, es ist nichts Fernes in diesem Gesetze, scheint es euch aber dennoch so, so liegt die Leere an euch selbst, unbekannt ist. In größeren, sind es neologe ^Geistliche, die, nicht wie fromme Religionslchrer, lieblich duftenden, .7:5.7 cs-7 ,757V5 r-7,7l> ,7W7, in der Wüste stehenden Myrthen, sondern jenen wüsten Hirten (Ezechil 34.) gleichen. Ncrigirt von Dr. En och in Altona. Freilich bleibt, wo die Verhältnisse so: weit gediehen sind, nur der lebendige Trost-, daß es nur noch wenig schlimmer werden könne, wie etwa der Essig, der Gefahr des Sauerwerdens nicht ausgesetzt ist. Wie aber R. Huna einst 9 W275, als sein Wein in .Säure überging , (nach einigen allegorisch auf ß'psnc v'v») zum Rachsehen seines Wandels sich veranlaßt fand, so konnte auch jetzt vielleicht ein Forschen vgch dem Grunde des Ucbels, zum Auf» sinden von Heilmitteln dienen. Nach Allem was Erfahrung und Theorie uns lehren, entständen zu jebek Zeit noch, Glaübeüsverfall sowol' als Abfall, Nur durch fälsche Ansichten über das Wdsen unserer Religion, v»2v»7I7, und Aufnahme anrijüdischer Ideen. Mehr als jever Schatz das Herz zu bewachen, warnt Sal'oMo. Aber auch unsere Talmudwetsen lehrrnüns dasselbe an vielen Stellen, in offener wie in bildlicher Rede- Eine vorzüglich lehrreiche Rede, dürfte vielleicht die bekannte Erzählung über Titus '"2?vu, sein, welche '7.2 7, ungefähr wie folgt, zugleich als Gleictttnßrede benutzt, andeutend, wie gottlose Ideen, in ihrer Entstehung oft klein, in ihrer Entwicklung aber, - bis zur schauderhaftesten Verruchtheit .führe« könnten. Nachdern nämlich dort der Gräuelthaten, die dieser Feind nuferer Religion verübt,, so wie der Blasphemie die er. ausgestoßcn, Erwähnung geschehen, heißt es weiter, es sei eine Mucke in dessen Gebirn gedrungen. Wenn der Schwung der menschlichen Gedanken, häufig mir dem. Auge des Vogels verglichen wird (ft-) 'wc^iv d7'yv)^' so müßten entsprechender Weise, unreine Gedanken, mit dem elenden, geflügelten Insecte s^cim Vergleich kommen. Der Anfang einer solchen Idee, ist oft klein, das Eingehen auf dieselbe leicht, (r>b ä'Viv >21), der Ausgang aber, häufig schwer zu sinden. (Spr. ö-). Nach Verlauf kurzer Zeit, war jenes Inject zur Größe einer Taube herangewachsen, 2 Sela (70 Denar) wiegend, mit elsernen Füßen und ehreuem Munde. Auch die gottlose Idee wird, bleibt sie unbewacht, sich stets weiter entwickeln, die, sonst auch unschuldigen Eigenschaften, in schlechtt verkehren, bis ihr Stand eisern^ fest und unverrückbar, (wie Daniel 2. die Füße des 4ten Reiches d. h. fein Stand eisern) , und der Mund, der wie bei Titus, in Frechheit der Gotteslästerung Alles aufwiegt, tvqs von den.70 Nationen des Erdballs je ersonnen werden konnte, ehern. (Ferner: ^Lw72, die Stirn ehren ein Bild der Frechheit werden. (Fortsetzung folgt.) Briefwechsel Schreiben nebst Inlialr v. t7. dankend erhalten. —- S.L. S. in P- Jene Arbeiten liegen nicht in unserer Tendenz, sonstige Mittheilnngen erwünscht.— Druck von Gebrüder Bona.