Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 23 (12.11.1852)
- Date
- 1852-11-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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- D r g a sr ' ' M Wahrung der Interessen Des orthovoren Iudrnthums. 8 Ishrgang^ l2 November 1852. . i Ultona.,i^„ ^22'-r . '. '^Z-hÄL. DirS Irrdenthum — ein Ganzes. Von'Nä'bdinerDr. Salomonslohn. ..... Die Religion, zu, der, wir uuS. bekennen,, bat neben , den andern Eigentbümllchkeilen guch das i^bac^tteristlsch-), daß sie^in allen ibreii Außernuzey M.,sils.die SH.öpf««g eines und desselben Geizes ankündigl. . Zw,ischm der Emheit.Gottes,, diesem Fundament des Indenthums,, bis zu dem.anscheinllch,.gerjiigfügigsteu Gebot findet ein innerer ZnsanWenhang, ein Lansaiucrns starr, der freilichfür. ..den oberflächlichen Beschauer ».irgend zu finde», der,,aber dem.fxMnrrn, gläubigen Gemüt^ und dem nach Wahrbeit aufrichtig ringenden Geiste überall, sichtbgr cutgegentritt Das Zndtulbulu,,hat nämlich seine Quelle in Gott, aus ihm ist es in selnem gauzeu Umfange, geflossen, es, muß daher so ipso jedes seiner . Mvmnflr. und hätte es-dem Anscheine nach eine noch so geringe B.cdeureüheit, seinen göttlichen Ursprung iu sich tragen*). Die Tradition recht . sich in. u.nunterhfochene.r .Kette von Mosche di» herab-ans den-lttztcn .Lcbrer**), die.siuaitische Sonne wachs ihre himnilischen -Strgblen i» die fernste», Zeiten hiuein, und wo immer nur ein jüdischer. Gedanke dchnmerre, das Urlichr — am Sinai.war es. ausgegangen*^*). . l^s ist daruul das ganze Iudenlhnm,^ie ans einem Guß, der, göttliche Deist bat alle seine Meboic Mtirt, von dein, göttlichen Odem,sinh sie alle umflossen, in allen docuinenlirr sich der göttliche Ursprung. Die Neuzeit hat.nt. ihrer anflösenden Kritik diese Ansicht mit allen ihr zie Gel'ch,e.,.stchendjen. Mitteln zu bekämpfen gesucht, sie l'emühie sich das. Zudentbnm nach zwei Selten hin auseinander z»,hatten, m ein^ Göttliches und Menschliches es zu trennen, in solches, was' das.Bedürsniß des Menschen sederzeit geschaffen, das also, weil ja.-,das Bedupfniß' von dem je herrschenden Zeir- .geist die Gestalt clitlxbnt, das Schicksal des'Zeititchen zu'/theilen bäne, und in solches, was unmittelbar aus Gott stammt, das in seiner aflgemcinen Gültigkeit schrankenlos über Zeit und Raum gebietet. Der Unterschied zwischen Form und Wesen der Religion war die verkrüppelte Geburt dieser un- *.) Sieb. Joma 28. v?-»-v"p '*) Spr. d: B. K. 1. M. 1. Ber. 5 -1. 7»,^ r>- stwst-, oc vnnio!: '2, orro » 71^0, -2pn 7> 0217, .«2»L0 77'.^ vw Meg. 19. b- 77^ o'spo 7-277 21^0 '2' '2 222 272 v'2227 ^22 72st^ I'2'VL O'27'277 7V . — Vergl. auch Echem. Rab. 47. 27S7 720p j?c'b >,,.2 j?»: >:»:a o'spo 7^2: 72772 777-1 717:7» 7777 27P17 jüdischen Anschauung. Wirh<rhen?M. dieiFu,Blätteru>schH« oft nachgewiesen, wie falsch und mit dem Chax.akler de» Jndeulbums. sin. Widerspruch ein solcher Uiiterschied, sei, wje,j>gsselbe im Aegeutheil <« allen. seinen At«ßeru«Kn .immer. da^-Anrch, drungeuseiu^ die stufigste JnemanberveMiuMitg, ja die voll, kommenste Zdeiitltät beider, der sogenaiuitem Form und des. so» genauiuen Wesens zum.Bewußtsein seiner Bekenner bringt, und wollen dies heute durchs einige andere Sähe zu erhärleu-sucheu. Wirschlagendas heilige Buch auf und kommen auf Kapitel 19 deS 3. B. M. Ein höchst wichtiges Kap^l! .Alles was des Menschen. Werth bestimm;,WeK-M»S dem, Menschen sein Bevorzuglsein vor der übrigen, Wesenwett erhalten kann, in diesem Kapitel, ist, es uiedergelegt. Schon die Einleitung dazu „ihr sollt beiUg sem, de«« heilig bin ich der Ewige euer Gott,.' in welcher dem Menschen der Weg vorgezeichnet wirb, der ihn zu immer höherer Vervollkominnuug chrrngt. nutz ihm mit dem erhabensten Ideal die Seele Mt,, schou^die Ettlleituug drücht dem Kapitel kiL. Stempel,che^^HEltchM,jil«f, sie ist die Devist urit himmelsschriftigeu Zügel»,, die auf. einrn, Inhalt, voll, herrlicher Lehren schließe« läßt. Und iy .der,Th.gt,was . M^eF heiligeres als das .Berhältniß der Kinder ,zu Heu Ellern (B. L)? Was für den Menschen wichtigeres als dasjenige, in. welchem er zu seinem Gotte, steht 4)? Wer wirb es ttugueu, daß 'die Milde (B. )9, 10,)., eins,östliche Krove-detz.Me»sche»f daß. Raub» Meineid, Betrug, (V,.. 1t, 1.2, diese Krone, iu.,den Staub werfen? .Wer wird nicht chic.Gerechtigkeit ,(V. -.15) als, das Fundament der Welt betrachten? (Spr,.d-.L. Ä. 1).. Und jene heimliche-.die,Götl/ichkeif, des Iudentbnms tzocllmcucrrcnde Lehre, „liehe.deiucu Nächsten.wie dich selbst," ..(L. 18) , und das die reinste Liebe arbmeude.und. trotz der vorausgcgangeucu Jahrtausende noch immer nicht zur Wahrheit, gewordene Gebot, „liebe den Fremden wie dich selbst" (L ,H); sind diese Gebote nicht wahrhaft dazu.,geeignet , den.Menschen,.zu heiligen, ihn seinem Schöpfer näher zu bringen.?.' Ich schyAg^on all'^.deu.'anderjl Gesetzen, die ebenfalls aus dem. reinen Quell der Sittlichkeit geflossen und Zcuguiß von der lautersten Mora^ unserer Neligiojt ablegen (D. 14, 16, 17, 32. 35, 36);^ge'wiß, ^er dieses Kapitel liest und die heiligende Macht des IudenthümS noch bezweifelt, der zeige mir eine andere Religion, die mehr auszuweisen hat. Mer euch möchte ich fragen, die ihr da- Gebot dsv'HeUigung, und zwar mit Recht, zür^sWnste«Zidrbe^)e-..Iü.djsckA.i/ms rechnet, die heiligende Kraft aber bloß in solchen Gebotest.erkennet, dle