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Der treue Zionswächter · 1852-07-16 · 15 (16.7.1852) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
8 (1852)
Issue
15 (16.7.1852)
Date
1852-07-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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müssen. — R- G. So weise bist du; und dennoch mußt du dein Brcd durch gcsährlnbc Seereisen verdienen? — R. I. Hierüber kannst tu staunen? O! wundere dich Lieber über deine beiden Schüler, auf dem Lande, R. Eliaser Cbisma und R> Jorbanan. Sohn GudgadvS! Diese wissen sogar die Tropfen anzugeden, die der Qcran fasset, und dennoch haben sie weder Brod noch Kleider! — In dieser talinudifchcir Erzählung findet man die heiße Liebe unserer Talmuristeu zu dem weltlichen Wissenschaften dargestellt. Daß es mehrere Fixsterne giebt. die periodisch erscheinen und verschwinden» davon liefert die Geschichte der Astronomie viele Beispiele. Der angeführte Stern hat sich wahrscheinlich in der Gegend des Nordpols befunden, da er vermögend war. die Schisser irre zu leiten. Daß die beide» Schüler die Zahl der Tropfen des Oreans anzugeden gewußt baden, ist nicht etwa eine Svw, so übertrieben. Hat.doch Archimedcs sogar vre Zahl der Sandkörner, so die ganze Well bis zum Sonnenkreise fassen kann, zu berechnen und auf 52 Ziffern anzugeden gewußt. Der vor 22 Jahren gelebte, ruhmlichst bekannte Weltweise, R. Joseph Salomo Delmivego hat wirklich die Zahl der Tropfen des QccanS berechnet und gefunden, daß sie eine Zahl von 29 Ziffern sei. (S. sein scharfsinniges Werk Elim.) Der Schluß jener Erzählung lautet: Sogleich nahm sich R. Gamliel vor» diesen beiden Gelehrten Aemter zu crtheilen, um ihren Unterhält zu sichernd Als er landete, schickte er nach ihnen. Sie erschienen nicht. Als er abermals nach ihnen schickte, und sie vann kamen, sagte er zu ihnen: Warum erschient ibr nicht bei der ersten Sendung? Wähntet ihr etwa, daß ich eine Herrschaft euch übertragen würde, deren ibr euch zu cn«ziehen suchtet? O. keineswegs! Im Gegentheik «ine Knechtschaft ist eS, die ich euch aufzudürden Hobe! Denn so heißt es auch in der Schrift I. D. d. K. 12: 7. Und sie (die Alten) redeten zu chm also: Wenn du heute ein Knecht bist diesem Volke u. s. w. Welch'schöner Charakter unserer Weisen und Gelehrten! Diese verachteten Ehrentitel und Glanz, und nur im Stillen sich und der Weisheit leben zu können. Munk, Rabbiner Zeitungsnachrichten. Oe st e r rer ch. Wien, den Lten Juli. (Schw., V-) Es sind, wie ich neuerlich gemeldet, Verhandlungen über die staatsbürgerliche Stellung per Israeliten hier im Gange, welche durch die Aufhebung ver Rcichsverfassuug, und insbesondere der sogenannten Grundrechte, vorläufig auf die früheren gesetzlichen Bestimmungen zurückgenihrt worden. Cin Tbeil davon, in so ferne sich die Frage aut die AnstcUungsfähigkctt dieser Glgubensgeliossen in Staatsdiensten bezieht, ist bereits auch erledigt. Der Herr ZuUzminister. Hat sich auf dje bestimmtostc Weise gegen die Zulassung derselben zu Nicktcrämtern ausgesprochen, und vun^ ist auch, wie zuverlässig vcrlauret,. von Seiten des Ministeriums dcS Innern der Ausspruch erfolgt, daß sic zur Anstellung bei politischen Aemtern die gesetzliche Befähigung nicht' besstz'en)- Die Streitfrage^ > in'Be^ljg älss-'dte-svgenMne bürgerliche Emancipation damrn. inzwischen noch immer fort* und die Israeliten verrheidigen schrittweise ihr Recht. Dem Allem wird wohl die Versündigung der rcvidirtcn Gemrinde- Bersassung eju Ziel setzen, Wenn auch nicht anzüllchinen ist, daß.mqn die berelts erworbenen individuellen Berechtigungen zürücknsbmcn wird, so ist an einer wesentljchen Beschränkung der Gleichberechtigung derselben nicht zu zweifeln. Aus den Provinzen,/ nanicntlich .den Hanptstädlcn Weinberg,. Präg und Kräkau,/baufcn deshalb wiederholte Reclämatidncn ein, Man will ihnen reit Realiiätenankälif and die Ansässigseitsberechtigüng wieder genommen uny sist wist vordem, auf die Bewohnung der jüdischen Stadtthelle beschränkt sehen. Der Stätthaller in H'rakän.chäteine/besondere'Äpftag'e.an das Ministerium des Innern^.. ia.'chem.'.PunKe gexichtetststb die Bewilligung des Ehekonseuwö ^dcr Israeliten (wie dis zum Jähr )8!8) von den ö^ren'MitischFn'.BehöMo-'. erthntt werden müsse,' und' ob/die Brautleute zu.ber üblichen Religiönsprüfüng,' die sic seither häufig,.perweigervst zu,' vnhalten' seien, und es ist ibm eine bejahente Aytwort ertheilt worden. In Graß wollten die Juden Pen iGthloßberg /üm. m'ehr '.als ^iae Million Gulden zur Ansiedelung ankaufen, derselbe'ist äbcr von den Ständen dem Äerarrum'geschenkt worben.' . . - P a l äst i n a. ^crüsatcm. t'stlpDSZ »st, . . Unser.Allcv Innerstes erzittert» die Gedanken unserer Herzen-erbeben ob des Weh' und rer üageudon Srimmendie in Zion vernommen worden. Durchdrungen find wir Alle von dem großen" unermeßlichen -Verluste den -wir erlitten haben, denn unsere Zierde, unsere- Kro-ues ist uns genommen worden,' vrr dr istunser frommere - musterhafter, ries gelehrter Landsmann i-rro der sett l 8 Jahren seinen Wohnort in der heiligen,uStapt Jerusalem hätte, zu Berlin vom irdischenü zum ewigen Leben verschieden, iw. -Wer kannte den 7>v' p«-rL so wie, wir nhn kannten;- dennoch iss.-eS uus' nicht einmal gegeben jencn: seuneiftigen, seltenen Israels - Eifer genug schildern zu. sonnen. Wo es galt die zw fördern da rührte, da rastete, der Zromme nicht eher, his er erreicht, was er sich in solchem Interesse als Ziel vorgestertt. Wie weibete er nicht seine Tage dem Gotte Israels mit ganzem Heizen und Vermögen, wie hat er hier nicht gelitten, Frau. Kinder und Vermögen Verloren; und dennoch, welche Gottesergebung mit der er ,hie. härtesten Schicksalsschläge hinntzbm, die ihm nichts als v^)2» waren, würdige Vorbereitung für de» Preis eines Gutes wie '"ü. (Beschluß folgt») Redigirt von Dr^ Euech in Alwua. ' . Druck von Gebrüder Bonn.

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