Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 13 (18.6.1852)
- Date
- 1852-06-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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V D SZ A?ur -er Interessen -es orthodoxen In-enthums. 8 Jahrgang. 18 Juni 1858/ 1 Altona, l 202.1 8 >» Die Siegesfahne Israels. R ede, '. gehalten:'257m'v -s:, - vom " ' ' ' " Osberrabbiner Etttingcr in Altona. (Beschluß.) .. > - „Wir, jauchzen in. Siegessrende, lassen wehen den Namen unseres Gottes als Siegespamcr, der Herr erfüllt deine Wünsche alle." So sang einst begeistert midbegeisternd der gekröiitcSänger Israels seinen belmkehrenden/ steggekrönten Helden entgegen. Schon ist uralter Zeit, seitdem Volker, begannen Kriegsschaareu zu bilden und dem Schwerte die Entscheidung ihrer Streite änznvcrtrauen, waren Fahnen das Zeichen des Sieges. Mit gesenkter Fahne verließen die Bcsiegttn den Kampfplatz) mit erhobenem Panier, kehrten die Sieger heim von der Schlacht. Und an diese. Fabne war die Erinnerung des Siegs geknüpft, auf ihr rubere der Ruhm und Stolz des Siegers, sie stählte zu neuen, mnthigcn Tbaten seine Kraft, nutz überlieferte das Andenken des errungenen Sieges spaten Geschlechtern, Nicht nur aber ' den Sieg zu verkünden, sondern auch ihn zu erringen, war die Aufgabe des Paniers, Mo der Fahnenträger voranschritt, da folgten muthig die Streiter in den heißesten.Kampf; wo das Panier webete, -a stritten die . Kampfer muthig auf ihrer Siegesbahn; nur der ehrenvolle Heldentod ließ dieses Heiligthum der Krieger Beute des Feindes werden; der Feigling erzitterte ob der Schmach, die uuvertilgbar an ihm hastete, wenn er dasselbe sich entwinden oder gar. muthlos . ohne. Vcrtheidignng es jm Stich ließ, unh was den kriegerischen Völkern .die' Fahnen mst Gestalten Vvst Thieren und Vögeln warech welche die Kühnheit -es Ädlerflugs, die Stärke -es Löwen veranschaulichten, das war für Israel bei seinen geistigen Känlpfen und Siegen, der Name des einzigen Gottes, den der fromme König als unser wehendes Siegspämer bezeichnet. Unser großer Stammvater Abraham war es, der zuerst diese Fahne' ergriff, sie muthig schwang durch die finstern Regionen, des Heidenthünls, indem er Götzendienern den Namen des einzigen Gottes verkündete. Und.sein Werk ward ruhmvoll von seinen. Nachkpmmen fortgesetzt... Das.Panier der Gotteserkenntmß ward von/hnen-in immer größeren Kreisen entfaltet, bis es, siegreich aus egyptischer Sklaverei hervorgegangen, vor Sinai gelangte, dort die heilige Weihe zu erhalten vom Schöpfer des Alls. Die nächsten Tage bringen Ihnen, m. Th>! durch die Feier des Ossenbarnngsfestes diesen welterschütternden Akt wieder in frischer Erinnerung, und ich.erspare mir für' heuteeine nähere Schilderung. Und dort war cs, wo die Heerschaären Gottes gemustert wurden, der Fahne feines heiligen Namens Bahn zu brechen, bis,au allen Enden der Erde. Und wahrlich-, m. Th.! unsere Vater bähen den Theil ihrer Sendung muthig vollbracht, haben ruhmvoll ihre Fahnen, in den fernsten Zonen entfallet. An den eisigen Erdpolen, wie an dem beißen Erdengürtel, auf den ewigen Schncegefilden, wie im Vaterlande des Weihrauchs, wird der Name des einzigen Gottes schon genannt und ehrfurchtsvoll. gepriesen. .. Immer tiefer drangen sie ein, diese gottgeweiheten Fahnenträger, sich Bahn brechend durch das Dickicht des Heidenthums, durch die Urwälder des Trugs, und ihren Nachkommen, bleibt. es Vorbehalten zu vollenden, was sie begonnen. Mehr aber.noch als nach anßen, entfalteten sie .ihr GotteSpanicr im eignen Hause, im eignen Volke; mehr noch als zur Eroberung erprobten, sie ruhmvoll zur Vertheidignng der Siegesfghnc ibre Slärfe, ihren Mnth. Ihr ganzes Pasein war durchweht vom Geiste, des Herrn, >»br>gaiizAHkben dn,rchglüht von. Liebe zu ibm. für ihn war kein Opfer ihnen zu groß, kein. Kamps ihnen zu schwer. Pen Tod nicht scheuend.kämpften sie mit Muth, wenn ihre Siegesfahne ihnen entrissen, sic ihrem Glauben entfremdet werden sollten. Nicht gering ist die Zahl der Gotteskämpfer, die mit ihrem Blute ihre Liebe zn ihm besiegelten, und deren ruhmvolles Andenken für ewig an ihre Siegesfahne geknüpft ist. Sie sind-esdie wir heute erwähnt, daß „geflügelter als Adler, stärkeres Löwen sie wären.'den Willen ihres himntlischen Vaters zu vollziehen. „ Ihr Beispiel leuchte, m. Th. stets uns vor. Der Name des 'Gottes unserer Väter ist das Sirgespänier, um welches wir, um welches die zerstreuten Schaaren Israels sich sammeln müssen zu allen Zeiten, an allen Enden der Welt. Der Schwache erstarkt durch dasselbe, der Wankende wird befestigt in seinem Gkaüben. Der Gcängstigte schöpft Hoffnung im Hinblick ans diese Fahne, muthvoll anSzuharren im schweren Kampfe des Daseins. Darum reihe stets dieser Fahne dich an, o Streiter im göttlichen Heere! und rufe mit dein Propheten Jesaias ans: „Gott der Herr, steht mir bei, darmn'ibelch ich schamroth nicht, felsenfest zeig' ich mein Gesicht, wohl Eingedenk, daß ich nicht zn Schänden werde." Haben wir mm aber, in: Th. .' bei unserem Lagern aufdem uns im Leben angewiesenen Standpunkt, und bei unsrem Wandern in der Entwicklung unserer Anlagen znr höhnen Vollkommenheit,