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Der treue Zionswächter · 1852-02-27 · 5 (27.2.1852) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
8 (1852)
Issue
5 (27.2.1852)
Date
1852-02-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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zur r g a/n/ ng -er Interessen -es orthodoxen Iu-xnWHs. 8 ILhrgANg. 27. Februar 18SS. > Altona. I 2-^.1 11»« 1 ^»r s. BekehrungSweife und Bibel-Erklärung. So' eben' komme ich vom Bahnhof zurück, ich und die gekämmten" Schüler der pbeni Klasse begleiteten unfern Lehrer, Professor A., Melcher einem ehrenvollen Rufe nach Amerika folgte. Sein' Mschied Haruns, alle und mich besonders erschüttert. Er hat Mich stets' mit chefonderer.'Liebe ausgezeichnet und „.auchbei feinem Abschiede euch fahl er mich befonders dem WpHwollen aller inld'em Lehrer'und der Schüler meiner Klasse. Gleichzeitig ließ er Sielieber Vater, herzlich st grüßen, mit dem Bemerken, daß er stets für.Sie ebenso viel Achtung hege, als er gegen die Rabbiner, welche den Reformern der Neuzeit huldigen, oder sie herbekführen, eingenommen sei, weil sie eben nur in niedriger Absicht Diesen N.amen führen, wahrend sie in der Thal mchtS weniger als Rabbiner wären; sie stehen eigentlich, setzte er hinzu,, mit den Missionären in einer Kategorie, die eben nur des lieben Geldes willen, einer Religionanhangen. Wem' mein würdiger LMr-von WeiyMsM-fprach, erinnerte er sich der Erläuterung deS53. Kapitel in Zesaiä. die Sie ihm einst, als ex nnS seinen Gesuch' gönnte, schriftlich' übergaben. Welches Interesse diese Erläuterung in ihm rege machte, werden Sie durch beigehepdru Aufsatz erkennen, , den er zur Zeit in der Absicht schrieb, ihn riebst Ihrer gedachten Erläuterung in ein gelesenes Blatt, abdmcken zu lassenworan aber seine amtliche Stellung rhn verhinderte. Er äußerte jetzt lebhaft den Wunsch, Beides der Öffentlichkeit übergeben zu wissen.,. Wenn Sie, lieber Vater, Mich daher erfreuen wollen, so möchten Sie die Gute haben, diesem Wunsche zu. ge, vügen, damit ich in meinem nächsten Brief eS meinem theurm Lehrer berichten könne. Mit kindlicher Liebe «ad tiefer Ergeberhekt Ihr gehorsamer Der Frühling brachte uns frische Blmneu, aber auch frische Dornen und erwachtes Gewürm aller Art. In diesem Jahre hat er uns auch einige Missionäre zugeführt, die für schweres englisches Geld die ungläubigen Juden der Seligkeit zuführen möchten; das ließe ich mir schon gefallm: ein Jeder nährt sich, wie er kau». Aber was uvill dieser GeschmeiS von uns gläubigen Richtjudeu haben, daß; sie nnS in den Kirchen mit den Beweisen ans dem alten Testamente plagen, als stände das neue Testament bei! uns nicht genug in Achtung, um > ihm allein Glauben zu schenken- Haben-wir nichtZdaK Recht und die Pflicht der Ueberlieferung. unsererVorfahreu ebenso gut zu trauen, als dm israelitischen Propheten?!Dett llichtjädischen Wilt Muß es gleich bleiben, ob, Jesgias oderPetras ihr,, die; Glaubh^tlgkeitHresi Rrtzgi,»-- stifterS verbürgt., Allein den Herren Misfiqnärcn, jener schlechten Pflanze aus dem Boden deS Judenthums auf den fremder Religion verpflanzt, genügt wol däS Zeugniß der frommen Apostel nicht, sondern es müssen auch diejenigen es bestätigen, welchen sie gewohnt sind mehr Glauben beizumessm; darum Wiederkauen sie die abgedroschenen messtanischen Bibelstellen in ihren Alisonntagspredigten bisziim Ekel und Überdruß. Selbst meine fromme Tantd Rosmarin, die es nicht versäumt, Mich an jedem.Sonntage zur Predißtabznholen, schläft m der Regel während derselben saust ein nnd seufzt nur, wenn sie erwacht, däßeS noch Menschen gebm könne, welche nach so kräftigen Beweisen dennoch ungläubig find. Meinerseits'Kundert dieses mir weniger,' aber üM so Mehr, wie doch Lenke soinisinnig sein können, das Gewäsch dieser bezahlten Sesigmacher anznhören. Einst fragte ich Men Menschen dieser Sorte, ob sich denn dieses große weltgefchtchtllche Treigniß der Propheten, die <S im VotanS 'gekannt, nicht verlohnt hätte, einige Tropfen Dinte Mehr zn verspritzen, um es deütlicher zu beschreiben? Warum aber müßte das ganze System des Meuen Testamentes oft nur Mit einem einzigen Wörtchen nngedeutet werden? Das meinte ich, fei eine Ironie, eine Geringschätzung Seitens der jüdischen Propheten! Oder diese heiligt Männer, welche Vir! Zukunft im Voraus gesehen, auch Im VorastS Rache nehmen wollten, dafür, weil Man die Juden in die engsten Gettho'S einsperren werde, deshalb sie auch die ftemdt Religion in ihre Spalten so engein sperrten? Mnder Spötter! rief der Missionär, lesen Sie däS SS."Kapitek in JesakaS, dort stehts schwarz auf weiß, deutlich genug für jeden Verblendeten! Ich, als Lehrer der Mathematik/ mit der Bibel nicht mehr vertraut, griff nach Jesajas und erstaunte nicht wenig/dortzü lesen, wie dieser Jesaias dem Urprophetetr Moses so schnurstracks widerspricht. Letzterer läßt Väter der Kinder Sünde — und Kinder der Väter Sünde Kegen nicht sterben. Ersterer sollte gerade das Gegentheil lehren! Das mochte wol eine AuSnahmemaäßregtl gewesen sein. Jndeß bemerkte ich bald, daß bei aller Deutlichkeit, deren sich JesaiaS befleißigt, seine» Messias anzukündigen, er doch den Namen dessen, von welchem die Rede sei, zu neunen verfehlt,' und es den Herrn von der Mission überläßt, für vollwichtige Guineen, ihn hineinznschieben; und das war eine große Unvorsichtigkeit von ihm, denn man höre welches Malheur daraus ent§ stand. Als ich jüngst in den Osterferien eine Lnstreise machte und.den Rabbi C. in P. besuchte, kaum», wir von dieser Bibel-.

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