Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 8 (1852)
- Issue
- 4 (13.2.1852)
- Date
- 1852-02-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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45 welches Gewerbe, oder welche, Kunst von denMenfchen am meisten betrieben würde, worauf eiü Hager'.' Kip 'I AL > Arzneiknnde. Man dürfe als Beweis sich nur einen Wger 'als verwundet verbinden und um Nath fragen, so werden Tausende ihre Wissenschaft an den Tag legen. '' Ich Möchte jetzt beinahe dässelbe von der Schächterkynst behaupten., Sie finden-v'vws unter allen Menschenklassen, .in, jedem Stande/'in jedem Alter; kein.Greis ist dazu zu alt, kein Jüngling zu leichtsinnig, keine Härid zu ungeschickt, kein sw? vr, zu unwissend, kein Gebrechlicher zu schwach, kein Ungläubiger zu iudifferent, um dieses Geschäft zu betreiben. Alles erhält seine A"«? und?--p, wenn er nur seinen Mann zu treffen versteht.»eS deneiuz^nenAbkünnigeN) leicht, eine Gemeinde in der Gemeinde zu bilden, .wenn die Mehrheit' sich nicht in ihre NeforMgelüste fügen will; ein' einziger Aufruf und wie! dl/. Pilze kommen die v'vnw hervorgeschossLn und) die neue. HenzejydL. ist^ gebildet, chat ihre Kasse, ihre Synagoge, und ihren Quasirabbiuer u. s. w. Man könnte dagegen einwenden, daß es!iüi' umgekehrten.-Frlld,!.weiäl ts den Reformsüchtigen ge^ lingt,. die Mehrheit an sich zu locken und dadurch, die Gemeindeäugclegeuheil in Händen bekommen, als eine Wohlthat anzusehen sek, daß' d'ie weniges Frommen Gelegenheit haben/ einen abgesonderten vwc zu halten. Mit Nichten' ist der Vorthell tzleich. Die . fromme Parthei,. der die Religion das heiligste Gut . ist, kayn nicht, leichtsinnig jedem Mann zuin vow, Lehrer y. ft w. gcbrauchen^'sie wird, so lweit es erkennen Möglich ist, sich 'nicht von jedem Zengniß täuschen lassen, während bei'der andern Parthei — bei der weder vmc, noch der Neligionsnnterricht irgend einen reelldn Äerih-H'at,' und dft sich nur deshalb ein solches Subjekt engagirt, my. das-tohende Gewissen. mancher ihrer Theilnehmer zu beruhigen, um ihre Parthei zu vergrößern imd damit, aus der Revenue des -^--Fleisches Nutzen gezogen" werden' könne, sowie »m Neformzwecke Zu erreichen ^- jedcs Subjekt, Vas sich irgend mit einem Plunder vonals qnalifieirt meldet, gut genug ist, wenn es nur seine Harmonie für den Götzendienst zu erkennen giebt. ' ' ' Darum ist!. das LZertheilen der w!:2p ohne- Aiwwahl, ohne Schranken ein Krebsschaden, der in dem Marke unserer Gemeinschaft gehört, so sehen wir die Interessen vieler Gemeinden unserer Provinz dnrchu.erschi^ye Pie in ihrftr Mrtt/ihr,Mutiges Gewerbe treiben, zernssen und verworren,, . Ost steht in.eftiersolchen Gemeinde die ÜnmögNchwft 'einen Rabbiner zu unterhalten, da der goldrelche Thcil sich ihr"abgetrennt. Oft wich dem Rabbiner die, Alchrnative gestellt, sich entweder dein Ansinnen der Indifferenten'. zu fügen' öder seine Stelle aufzugebeu," und all dieses Mbel entstand um wenige Groschen, die einKrämer erhielt) So wären Vmn leider alle Warnungen unserer cheiligen Lehrer, unfern Leib für unfern Geist vor der'Epidemie des «mpuS zst schützen, bei uns. unfruchtbar geblieben, weck ein großer Theck' rer^ Rellgionswächter' das Heiligtbnm verrathen. O hilf Himmel! die wahren Fkommen find dahin, die Treue ist von den Menschenkindern entschwunden. - (Ps.- IS- 2.) V. T. '.V2'727I Nk'HY VW2I». /^/tZmei ckicht unbedeutende-erledigte Rabbiuate zweier Nachbar--' stad/e in der Provinz sollen nächstens bald besetzt werden. ES . sind dies die Nabbmale zu P inne und N e u stadt. Letztere hat ihre Vakanze in der „Posener Zeitung." ausgeschrieben und einen jnngen Mann, einen gewissen Dr. Hamburger, der mit einer mrn vom Rabbiner L. zn Zülzgekröut war, gewählt. Als sich die Gemeinde nach der Wahl direct bei dem Rabbiner L. zu Zülz erkundigte,.All derselbe seine, an Herrn- Dr. -H.' gegebene widerrufen, nnd so ein schlechtes Licht ans sich Md'gut dir große Sache., der rt>iw geworfen, ha .es. bereits nach der Wahl iss. Ganz anders ging die Gemeinde zu Pinne zu Werk. Diese bat ihre Vakanze nicht ausgeschrieben ft'ss^ha^ sich zuerst über die Wirkungen und Leistungen unserer im Amte seienden Nabbinen erkundigt, nach ihrem LeE'en uU^Wundel sich'befragt, und da sic die besten Nachrichten, hierüber ans deu Rabbintt Judesohn zu Czernijtwo.erfabrcn, diesen gewählt, . Sie unterhandelt .bereits mit demselben und nach Ausgleichung niedrerer Punkte wirb' derselbe wol diese Stelle zurall gemeinen'Zufriedenheit übernehmen. G a li z i e ' Vor einigen Tagen wurde bei dem LanögniMe zu Lemberg , eine Licitätion eines Gutes vorgeuouunen- - Da sich> unter, bkn .Kauflustigen einige Israeliten befinden,^ so Mdcutete man ihnen, daß man auf ihr Äubot keine Rücksicht nehmen'köune. Dieser Vorfall erregte um so größeres Aufsehen, da die Inden seit'»«» Jahre 1818. unbehindert liegendes-Eigeuthnm erwarben und vjrpbücherten. .; . F r e,i..et a d t e. Frankfurt. Die Schwierigkeiten mjt denen, unsre, d, hdie neu constitnirte, altgläiibige Gemeinde stets noch zn kämpfen, sind in der That nicht geringe/ alle!»'dem ersten Willen ist, zumal wenn derselbe in, eine religiöse Überzeugung seine Grußd« , basis findet, nichts zu schwierig und so hoffen auch wir endlich noch, zum Ziele zu gelangen. /So sind wir Beispiels halber, '-da es unserm Rabbiner Hirsch nicht gestattet wurds, einem eigerie» vmr für.Msere Gemeinde zu gxMn,,wft. hingegen, noch weniger von der'vw-der ElemeinUS'vöL essen werden^ bis jetzt noch genötbigt, unser ir:-Fleisch allwöchentlich von dem naben Homburg für uns hcreinkommen zn'lassen, was natürlich mit mannigfachen Opfern für uns verbunden ist, zn denen wir indest uns.weit..eher.verstehen, als nach jener Seite hin Coucessionen zu machen. Im Übrigen sind gerade in den jüngsten Tagen Schrttke unsrerseits vorbereitet, tbeilweise schon gelungen, die unsere Stellung bald wesentlich gegen früher verbessern werden. — Auch mir dem Dan unserer "eignen Synagoge, zu'der ^bekanntlich Nochschild 70,000 fl., dft übrige GememdL 30,lX10A. beigestenert, wird es nun hoffentlich bylh Ernst, werden, und wft dadiirch auch äußerlich ein bindendes Merkmal als selbstständig constitnirte Gemeinde Hallen-" ' ' ' ..