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Der treue Zionswächter · 1852-02-13 · 4 (13.2.1852) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
8 (1852)
Issue
4 (13.2.1852)
Date
1852-02-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Die «egätiüe Kritik gegenüber dem pvfitivett Judenthum. Vom Rabbiner Dr. Satomon Cohn. ' ' (Fortsetzung.)' Besouders ist es aber der Opferritue, der unsernl Kritiker, Wie Allen, die jemals diesen abschüssigen Heg gewandest, hauptsächlich -ein himmelsstürmenden Pygmäengeschlechte. der, Gegenwart, „zum Stein des Anstoßes, zunr Felsen des Strauchelns" wird. Weil nämlich der Opferritus.bei den Heldnischen Völkern des Alterthluns also auch, bei den Aegyptern . zum Wesen ihres Kultus gehörte, folglich mußte ihn Myscheh dem Heipenthum entlehnt, und der von ihm verkündeten erhabenen Lehre , des Monotheismus aufgepropft haben.*) Und von wem wird diese kühne Hypothese dieses-.kühnen Kritikers getragen , und unterstützt? Don — nun ja, von. den berühmtesten Kirchenvätern Iss xlu» iMu» rre« äs I'sgUae.L;^...Gayz.recht, einen würdigem Gewährsmann konnte sich der Jude, um den Mosaismus ins Dunkel zu drücken, anderswo nicht suchen, als unter den Kirchenvätern. Ist Venn dies das erste Mal, .daß sich die christliche Kirche auf Kosten ibrer jüdischen Mutter den Triumph zueiguet? Mußte nicht das Judcnthum oft genug, die dunkle Folie hergebeu, um die Hrist- Uche Moral darauf in höherm Glanze .erscheinen zu lassen^ Wie? der Opferkult wäre ein Zugeständnis an den Zeitgeist, unter welchem Mofcheh, lebte — gerade ein solches Zugeständnis wie alle eure, Reformen sind, durch die ihr das Judenthum zum — Aichtjudeuthum machet — aber saget mir doch ihr Wortdeutler unh Sinnverrenker, sollte denn nicht das alte, aus Aegypten gezogene Geschlecht in der Wüste aus sterben, und ein neues, uuter den heiligen,.Schauern der Gottesoffenbaruug herangewachsenes Geschlecht den Opferritus in seinen Kultus ausnehmen? Mag das alte Geschlecht von ägyptisch-heidnischen Anschauungen und Elementen erfüllt gewesen sein, aber für dieses war ja dcrOpserritus zum Wenigsten abgesehen, und die dem Besitze des heiligen Landes.zugesührl. wmden, waren ja Kruder der Wüste, überall von den Spuren der Waltung des einigen Gottes umgeben, fremdlärrdischeu Einflüssen unzugänglich, hatte dieses neue Geschlecht in seiner vierzigjLHr^M Zsolirthett' vom Herr, ayigenthümlichen *) Munk I. c. 1591 **) Idrä 153. nischen Former« in seiner Lehre gar nicht bedurfte? Oder wie? Hätte vielleicht Moscheh gäp den Anschauungen der Kananiter, in deren Land das neue Geschlecht kommen, sollte. Koncesfionen machen wollen? nun das begreife, wer da wolle, wir können dq keinen Verstand herauSsiiGn. Im Gegenthell scheint es uns höchst widersinnig, anznnehmen,. daß derjenige, welcher befahl; »Du sollst keine Seele leben lassen,?) diesen, dem Tode Geweih» ten Zugeständnisse hätte machen sollen. Und nur fragen weiter. Wäre diese-Ausicht die- , richtige, .daß. her Opferrritus. U>«r Akkomodation an das Heidenthum war, warum ward ihm ein ggnM Buch der heiligen Thora gewidmet,^wie-dies, ja' selbst bei dem auch von euch unbestrittenen, ächt mosaischen Institutionen nicht der Fall ist, warum wird dieser Opferritus bis iu die einzelnsten Details zerlegt? warum wird, da ja Alles nur Akkomodation, ist/ sogar mit jder Erterminationsstrafe dem gedroht, der die heiligen Opfer, außerhalb, des Heillgthnins schlachtet??*) Und wie paßt, denn eure Äkkomodationstheorie. zu den Opfern des Hebel und Npach? Heißt eS yicht bei jenem: „Gott waMe sich zu Hebel und seinem Opfer." ***) und bei diesen^: „Gott roch de» lieblichen Geruch-" ****). Äusdrücke, die auch bei Israels Opferungeu vor^ kommen, und ihr werdet doch wol nicht das Geschlecht der. Alu, tochthonen leugnen wollen?. Wie verträgt sich Li^AccomodationSlehre mit dem idealen, gewiß von jeder heidnischen Spur entfernten Tempelentwurf des Jecheskel, dep ja ebenfalls die Opfer, aus demselben nicht fehlen läßt? — O, fahret nur fort in eursiu zerstörungssüchtigen Tpeiben, traget nur immermehr Bausteine von ' dem alrehrwürdigen Heiligthnme ab, und.lhr werdet bald nichts, als eure eignen Fiktionen und Jrrtbümer behalten, und der Geist, den ihr zu bannen suchet, wird euch auf immer entflohen sein; fahret nur so fort in der Paganisirung -es. Mosaismus, und ihr. werdet bald genug auch die Beschneidung, die ja nach Herodol ' die Acgypter gekannt haben sollen, und den.Gabbath, den ja schon Baur, "") euer würdiger Gesinnungsgenosse, nach Ae-, gypten versetzt hat, für bloße Accomodationm erklären. Aber die Sache Gottes wird geführt und gerettet von denen, die ein-^ *) 5. B. M. 20, 16. *') 3. B. M. 17, 1«lg<i- .(Unlluch St. ***) I. B. M. 4, 4. *'"*) 1. B. M. 8, 21. °) Herod. L/2 W4. °") Tüb. Zeitschr. f. Theoll 1L321H 1^5 ff.?ur Wahrung -er Interessen des orthodoxen Judenthums 1 8 Iahrganz. IS Februar 1852. > Altoita. Y2L». arr Äe 4/ Wesen nicht also dnrchkraftigt werden können, daß eS der Heid¬

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