Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 4 (15.8.1851)
- Date
- 1851-08-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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chch Lti-MlerLM dischen Religion und fragen: haben kkeseMu die heiligen Lehren in ihrem wahren Wesen erfaßt? Gibt uns ihr Leben und ihr Wandel Beweis, daß ihr Inneres von den Wahrheit^ inisercr' Religion durchdrungen, daß sie, mit einem Worte, Israeliten sind? — dann kann leider die, Antwort nur sehr, nicperschlagend, in hohem -cheLiiösÄ 'Lütftülen. ' 7. - -? - i r^ Auf der. einen Leite-äußert.Ach der Glaube weist iuEw.. bloßen Festhalten an minder ^richtige-Formeln; ^«s ist die.Schqale,, welche, zur Bewahrung des Kerns gegeben, von Bielen für den Kern genommen wird,'—'baS währe Wesen der ReMion ist ihnen ftond. Sie wohnen nicht iu der Nähe des Herrn, die Höhe deS heiligen Berges besteigen sie nicht; denn sie kennen nicht des Gesetzes göttlichen Geist, wirken und streben nicht iu dem hohen, reines Sinne seiner erhabenen Lehren. *) Ihr gegenüber steht auf der andern Seite, jene, an Zahl immer mehr zunehmende Klasse, welche, weder der jüdischen, noch einer andern positiven Religion augehört; die zwar äußerlich fast überall nicht aus der jüdischen Gemeinschaft geschieden, dem Glauben derselben aber in ihrem Innern nicht zngetban ist. Sie redet viel von Moral, allein cs fehlt ihr die feste, wesentlichste Grundlage, für dieselbe, —der Glaube! Es mangelt ihr die, ans denselben begründete, freie Ausübung der, im Zusammenhang, mit ihm stehenden, Vorschriften und Religionsgesetze. Wir erwähnen diese Erscheinungen bloß, um die augenscheinlichsten Auswüchse beider Regeln anzudeuten, um insbesondere damit darzuthun, wie es hoch an der Zeit sei, ans Mittel zu denken, nicht allein dem noch weiter nm sich greifenden Übel zu steuern, sondern auch und vielmehr die Wirksamkeit der jüdisches Religion bei ihren Bekenners wahrhaft uud gründlich z« beleben und zu fördern. Wem aber liegt diese Anfgabr^mehr ob, als den Rabbincn und Lehrern der israelitischen Gemeinden? Ist,/S, nicht , Mr eigentlicher Berits, ihre Lebensaufgabe, schon vermöge ihres übernommenen Amte-, für -lcftst MekckHastlöS sthfkstx^u sein und hauptsächlich in der 'Schule, nnd in,der Synagoge hierfür zu streben und zu, wstkeu? Darum, verehrte Kollegen, lasset unS zusamMeutreten, nm nnS gemeinschaftlich und kollegiglisch zu bcrathen, wie wir mrseru. Glaubensbrüdern als Religionshirten nnd Vorsteher wahrhaft zu nützen, wie wir auf das religiöse Lüben in nnsem ^Gemeinden heilsam einzuwirken vermögen. Wir schlagen ihnen zum Zweck einer desbalbigen Btrathung, resp. der Gründung eines Vereins, vor: Lik r *) Eine Auffassung, die wahrhaft uicht im. „Z.-W." AuSdrnck und Vertretung finden durste, 'wenn dicht Männer, wie dieNabbincr West.zlar WÄ Frankel— obschon uns das vw-n sehr lebhaft dabei vorschwebt — uns hinreichende Garantie bieten, daß eS sich hier nur um moderne Phraseologie handelt, während eine innere, princixielle Abweichung nicht Vorhände». . - rs r HWGWIMG? M 27. Mai d. 2. bzustaltey» imd laden sie dringend zur Theilnahme an dersclbm ohne irgendwie durch Voraussetzungen von bestimmten Mitteln für Erreichung unseres Zweckes der Versammlung schon jetzt vorzugkiHch,- stch,Mube»sw^nns Fn» «qvKFn Wierken^. tzxß die nothigrn VörlagAs für dle Versaknnlung zu deren ^onstitni- EL. die^MWWigWL .LMM., bereits ertheilt ist — von uns in-- Bereitschaft ^HalW^Mden»- Schlichlich werden diejenigen Herren ^KoUegtn//st>elchi'' die Versammlnttg^zst bkMM^Kbfichtigen^Wen^^ dem nntMterzeichneterr Lehrer Z aphet zu Kasselktascst anzstzeigen, bei welchem, .hie Ankout^ezidM sich vor. der Sitzung änch anmeldcn und'das 'Nähere erfahren können. Kassel, am 15/Apri Kreisrabl'mer m Güdetstzkerg. Krelsrabblner in Witzenhaysen. Krersrabb. m.Hvsgeismar. Lehrer in Volk M. , Lehrer in Kassel. . . . Zn Folg« dieses Aufrufs fand am 27. Mai in Kassel, mit Genehmigung der Regierung eine Versammlung von Rabbinsn und Lehrern statt, die von 5 derersterm und 85 derletzteten besucht war. Als Vorstand wurden der Herr Kreisrabbiner Wetzlar ans GndeUsberg, zum Direktor, Herr Kreisrabbmer Dr. Frankel zu Witzenhausen, die Herren Lehrer Leffong/ Jäphet und Silberberg als Mitglieder-erwählt. In den Statutes, wdHe vorbehaltlich der Genehmigung der Behörde und der nachmaligen Revision von der Versammlung -angenommen wurden, heißt es, daß unter dem Borstanvr stetzwei Rabbiner sein müssend Als schriftliche Arbeiten wurden die Fragen aufgegeben: I) Wie der Rcligionsunterricht beschaffeU sein Msse, wenn derselbe den religiösen Geist imter der Zugend beordern ssoll. 2) Welchen Einfluß kaust und soll der Lehrer ans die erwachsene Jugend und welchen ans die Gemeinde selbst auSübeu um das Religiöse zu fördern. Groß Herz o g t h <r m o s en. „Auf! Auf! Zion, bekleide pich mit Kraft, lege Prachtgewandev an, Jerusalem, heilige Stadt; kein Perwor-. fetter nnd kein Entweiheter soll fürder bei dir hinein-- bomuten." (Iesaka 5^ I) Nicht wenig hat nsich, wie andere.meiner GlanbenSgenossen die Nachricht erfreuet^ Paß -der Wächter Zions M kvoller! Rüstigkeit sein heiliges Amt wieder übernimmt, er wird künftig wie ehedem, wie ein Kriegesheld-geharnischt- Gott im Herzenunddas doppelschneidjge Schwert der Gerechtigkeit feiner Sache . iL Händen habend, auftreten, um die Empörung wider unsere nrakte heilige Lehre mederznhalteu. Das beflügelte Wort der Wahrheit, getragen von de» treuesten Kempen, wird, das Banner Israels' sein, um welches sich dje Entmuthigten ueugekrästigt.schaarenund wieder erringen, was durch Erschlaffung, dem Feinde des Göttlichen zur Beute geworden. Auf Israel! Höre die wohlbekannten