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Der treue Zionswächter · 1851-07-18 · 2 (18.7.1851) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
7 (1851)
Issue
2 (18.7.1851)
Date
1851-07-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Kr dm reinen THiereu gehört, MsekN Glaubensb rüdem im heiligen Laude M Speisen Der Hirsch (Dammhirsch, Zebi) ist kein, hält sich auf dem Berge Rama in der Ebene des Jordan und bei Bet-El auf. Jung gefangen wird er zum Spiele abgerichtet, und dient dann ln den Häusern der Großen zur Belustigung. Der Geschmack seines Fleisches kommt dem des Taubenfleisches gleich. Der Jachmur (vom Rabenu Sadjah Hagöen ebenfalls Jochmur übersetzt) den ich selbst nicht gesehen, soll eine Gemsenart sein. 4) Der sogenannte Steinbo'ck (Ako) ist häufig auf dem L ibanon zu sehen, läuft sehr schnell und ist dem Widder ähnlich. 5) Der Di sch an, den ich aber nicht kenne, wird von Onculus Nima (Einhorn) übersetzt. In der Mitte seines Kopfes tragt dieses Thier ein Horn. Gegenwärtig befindet sich der Dlschan nicht in Palästina, sondern im östlichen Afrika nnd in Äthiopien. (S. Brcschith Rabath Kap. 31, wo es heißt, ein junger Necm zog in den Tagen des Rabbi Chiah nach dem heiligen Lande. Zeitungsnachrichten. Preußen. Wie in sämmtlichen staatlichen Verhältnissen wir unS augenblicklich noch in einem Übergangszustande befinden, so ganz vorzüglich noch hinsichtlich der jüdischen Zustände. Anerkanntes Regierungsprinzip, zumal bei den höhern Verwaltungsbehörden scheint es stets noch zu sein, die jüdischen Kultus- und Korpora tionsangelcgenheiten gänzlich der staatlichen Oberleitung zu entlassen, sie einzig und allein dem Ermessen der einzelnen Gemeinden anheimzugeben. So hat Beispielshalber die Oberschlestsche Regierung, in neuerer Zeit entworfene Gemeinde-Statuten, die derselben zur Bestätigung vorgelegt wurden, mit der Bemerkung zurückgchcn lassen, wie sie sich nach dem jetzigen Stande der betreffenden Gesetzgebung nicht veranlaßt finden könne, in der bezüglichen Unabhängigkeit der Gemeind>n cinzugreifen, resp. es denselben einzig und Allein zustehe, ihre innern Angelegenheiten nach bestem Wissen und Gewissen, ohne alle Einmischung. Seitens der Regierungsbehörden zu ordnen. Zm Posenschen hat die dortige Negierung freilich einige Male im entgegengesetzten Sinne entschieden, doch wol mehr in Berükfichtigung lokaler als principicller Umstände. Wie sehr zumal das religiöse Leben unter diesem Schwanken leidet, wie die noch aus der Revolutionszeit hcrrührcnde Auflösung der meisten Gemcindeverbände solchergestalt stets noch fortgesetzt, ja verstärkt, bedarf wol kaum der Erwähnung. Hoffen wir indeß, daß jetzt, wo jenes Provisorium ohnedies baldigst seinem Schluffe entgegengcht, auch in dieser Beziehung Wandel geschafft, lieber die älteren Zustände wiedcyhergestellt werden» die wenigstens nach einer Seite hin, Erhaltung und Sicherstellung des religiösen Lebens und der Gemeindeverbande gewährt«. Unsere Resormrabbiuer, dir bekanntlich in neuerer Zeit wieder ziemlich rührig geworden, haben unter Andern auch unaufgefordert, ihre Reformvorfchläge, König!. Ministerium zu geeigneter Berücksichtigung rmgefqndt« Von Erfolg kann um so weniger die Rede sein, als augenblicklich, ohnedies von der Erlassung eines eigenen Judevgeseßes ganz und gar Abstand genommen worden. Freie Städte. Hamburg. In jüngstvergangener Woche hielt Herr Rabbiner Caro aus Pinne, im Großhcrzogthum Posen Hieselbst mehrfach religiöse Vorträge, die sich des allgemeinen Beifalls zu erfreuen hatten. Je seltener heutigen Tages die altjüdische Pflanze jener v'r-n noch gedeihet, je weniger die Meisten derer, die ans diesen Namen dennoch Anspruch machen, es versieben, selbigem richtigen Ausdruck zn verleihen, desto erfreulicher ist die Wahrnehmung, daß da, wo dieser ächt jüdische Beruf noch vorwaltet, er sich stets, und in vollem Maaße den Sinn des Volkes eigen zu machen weiß. Obfchon Rabbiner Cnicht nur an Sabbaten, sondern auch an Wochentagen, nicht nur einmal, sondern sogar zwei Male des Tages seine Vorträge hielt, waren stets die betreffenden Räume mehr als überfüllt, und Befriedigung war auf allen Gesichtern zu lesen. Bei seinem Scheiden erhielt derselbe einen schön gearbeiteten, silbernen Pokal als Zeichen der Erinnerung und des Eindruckes, den er bei seinen Verehrern Hieselbst zurückgelassen. Am verwichcnen ms predigte derselbe zu Fordon, im Großherzogthum Posen, welche Gemeinde ihm daS erledigte Nabbinat daselbst angetragen. Polen. Mit welch' eiserner Konsequenz dahin gestrebt wird, das nationaljüdische Volks-Element stets mehr im Interesse des allgemein staatlichen zurückzudrängen, davon liefert das. kürzlich ergangene Verbot, wonach es verheiratheten Frauen nicht fernerhin gestattet sein solle, sogenannte Scheitel von fremden Haaren, oder auch nur von Zcugstoffen zu tragen, einen neuen Beweis. Augenzeugen sahen kürzlich in einem kleinen polnischen Städtchen, zweien jungen jüdischen Frauen auf offenem Marke die Scheitel vom Haupte herabreißcn, und trotz aller Bitten, sie dergestalt durch die Hauptstraßen umhcrführen. Das frommgläubige Herz vergeht in Wehmuth ob solchem RcligionSzwange; unser Trost nur der: Das Herz der Könige ist in Gottes Hand, und Er, der seine Religion bts dahin durch tausendjährige Leiden und Prüfungen siegreich hindurchgeführt, Er wird auch hier das Herz der Mächtigen zum Guten wenden, Schutz und Schirm fein denen, die sein Gesetz treulich voll, führen. Palästina. Jerusalem. i"2 ^"2. Die Hitze der letzten Wochen hat leider auf den Stand der Feldfrüchte sehr nachtheilig ein. gewirkt, und die Fülle des Bodens liegt versengt und verdorrt dar. Möge der Herr kch seines Landes erbarmen* daß bald befruchtender Regen die Fluren vom Neuen belebe. Redigirt von D r. En och in Altona. Druck von Gebrüder Bonn.

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