Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 7 (1851)
- Issue
- 1 (4.7.1851)
- Date
- 1851-07-04
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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-E-.vL'tz?-^^ur^;r5V r^-rö E L sammeuhielten, und eS i des Universelles antz^eg AllgrMÄ^ÜtztMen^ ch»' v»rherrMrlßeyrWktlichen InHctssM^ esöLlMMW'Wsthön^schknV' Vv«iÄör^g»HMgen^en KLvp^ allerdings ein der damals ohnedies erfolglos geführt sein würde, cinznstcllcn. Doch nachdem die Armospbäre von politischen Stürmen dnrchans gereinigt, nachdem zweifelsobne die religiösen Fragen wieder in-Vordergrund treten, vielleicht sogar mit erböbcrcni Interesse, als je früher verbandet^ werden - «pcklcv,. nachdem bercils genügende Anzeichen vorhandcif, wie Istan ^n'hAastnrer Seite'her,- stctS-'noch nicht böledrt durch die Erfahrungen aller, ziunal der jüngsten Zeiten, vom Neuen dabin strebt, das Menschliche dein Göttliche» lleizumischens" dev beliÄe« Rcligionsniengcrei, die nichts Anderes, als Aufgehen aller positiven Religion, Thür und Thor zu öffnen; jetzt möchte es allerdings an der Zeit sein, vom Ncucn'das Wächlcrämt zu übernehmen. Ja, wir wollen wachen, treulich - wachen, daß nicht unvorhergesehene Gefahr wieder hezenibreche über die altchxwürdige Glaubensvettc, wir wollen wachen,' daß Glicht Erschlaffung, Ohnmacht da eürziehe, wo vor Allem kräftiges Selbstbewnßtsein, Leben von Nöthen. Wir kennen die Versuche, die stets und immerfort noch unternommen werden, zur sogenannten Läuterung, Reformirung unserer Religion, sie sind der erste Schritt auf dev Baku gänzlicher destruktiver Auflösung, wir werden wachen, daß nicht unter dem harmlosen Gewände sogenannter aufklärcuder Belehrung, sich Unglauben emniste in dre Gcmülher des trengläubigen Israels. . Aber wir wissen zugleich, daß es kein sicheres Miltes zur Vereitelung derartiger Versuche gicbt, als die ausgebrcitetste, gründlichste.Kenntnis; jüdischen Gesetzes, jüdischm Wissens; deshalb werden wir unaufhörlich darüber wachen, jenes Wissen in feinem weitesten Umfange zu hegen, ihm Eingang zn verschaffen, in Geist und Herz, derer, die zu wahrhaft jüdischem Bekenntnisse sich bekennen, vor Allem, m dem Herzen unserer Jrlgend. Wachen Wolken wir endlich auch darüber, daß jüdisches Leben in Hans und Kamille nicht erlösche, vielmehr durch anfmnntenldcS Beispiel angefacht werde, zur cmporlodcrnden Flannne heiligen Eifers, neu entbrennender Glut in Gott mW Gesetze Wir werden, was wir wollen Wir empfehlen unser .Werk fernerhin dem Schutze der göttlichen Verheißung, daß -er ewige Bund Israels nie wanken, me anfhörcn werde; nufer Werk ist ein gesichertes, unsere Lhätigkeit, des Erfolges gewiß. --»»»layrx«-»- Briefe über orthodoxes Judeüthum. Vorbcmcrklmg des Einsenders. Die Briefe, die ich Hiernnt der Öffentlichkeit übergebe, sind mir durch eine Verkettung von Umständen in die Hände gefallen Ich habe lange'-gezweiselt, ob sic sich für die Presse wol eignen, weil manche Beziehungen darin so ganz individueller Natur sind, daß sie kaum im Stande sein werden, auch dem Fern erstehenden ein Interesse abzugewinnen. Ans folgenden Gründen aber habe ich mich zuletzt dennoch entschlossen, sic auch in weitern Kreisen bekamst werden zu lassen.- Einmal ist die Rückkehr aus der Ncologie znm OrtbodoxiSmns in unfern zerflnthenden Tagen ein psychologisches Wunder; bei dem religiösen Zustand des heutigen Menschen, wo nur von der ' Mch-'SM «UW.-ÄM«P-zW«ch,., dankenS z^drmgen, wo das zerstreuende Gewühl materialistischer! SttckMgeM^se ernstxn ^^E^^^PeliAW^g^s.vHDMk) Sprache kommen läßt^dH ch»p-.z«eMchß LrüM^ 'HM schvbLN. Erkalteten und Gleichgültigen von Interesse sein. Dann aber hat die Darstellung so manche Eigenthümlichkeit, zeigt sie das orthodoxe Prmcip von so manch' neuer Seite, daß ich glaube, Recht zu haben, wenn ich annehme, die hier ausgesprochenen Gedanken könmeip, vor Andern znm befruchtenden Ackerboden gemacht werden,- cchF dem noch manHe lLbühtÄMen uürWuinen zu ziehen wären. Der Vorwurf, der dem Verfasser der Briefe -gemache werden kann^äss;- dass -erkeine logische Ordnung bcob^ achtet hat; indes; ijttdies..llei einem Herzen^ das. sin s«nenMber-^' zcugungen und religiösen Gefühlen noch vollauf braust und wogt. kaum anders möglich,-es stürzt da niitS dnrch^amd'üllereinMder,- die ruhige Besonnenheit und Aufklärung verlangt cinenUpräponderircndcn, gemessenen Verstand, in diesen Briefen scheint aber die Sprache des Herzens vorgewaltet zn hal-en. So viel zur Ver-' ständigm,g. . - ... O. Calinonsobn. . ' ' " ' I. G. än'K. ' ' ' ' Liebster Fremid! Fast, wage ich es nicht incbr, Dich init diesem süßen, heilrgen Nätsten anznrSdcu; fast fürchte ich/ daß eme nncndliche Kluft zwischen unsere Herzen gebrochen sei, an deren entfernten Rändern unsere Blicke, ich ..will nicht sagen unsere Gefühle, sich kaum mehr erkennen. Was hast du gemacht, was ist aus dir gewprden? M rü», Ürüte, tili mi! Ich möchte es sp gern nicht glauben, was ich gehört, was mir Jeder, der aus Deiner Gegend zu mir kommt, von Dir erzählt, Ist cs möglich, Du bist Orthodoxe geworden? Und die ganze Vergangenheit, aus' der Dein Bild in ganz ändern Farben und Zügen Hervorschani,. wäre Lüge, soll Lüge sein? Noch einmal, ich kann cs nicht glauben. Ich habe immer.gehört, mrd meine cs selbst schon in der Lcbenspl ilosophie erkaMt zn haben, das; der Mensch aus der trüben Versunkenheit urid dem mächtigen. Gebnndensein seines'. Geistes zur Klarheit schreitet, ans der Unvernunft zur Vernunft, nicht aber nmgekeM, chmd Du solltest, nachdem das Licht der Aufklärung in . Deiner Seele gezündet, hätte und der Weg des religiösen Lebens von allem Gestrüpp nnd. überwucherten Unkrant, womit Aberglaube und, Geistesheschräilkrheil die Bahnen unserer Väter verdeckt hielten, vor. Deinem Blick gereinigt dalag -7- Du solltest in die Fmstermß znrückgefallen sein, Du solltest über Gräber wandeln, zwisihest-Grüftest'Weilen, und von dein Staub verwitterter Ruinen^ Lalstmg erwarten, während das Leben m Heiterm Sonnenschein um Dich fprelt und frischer Dlnmendnftdcn Odem der Natur schwellt? Du/ 'Kn Kind der Gegenwart, wolltest die volle Mutterbrüstverlassen, und-bei der versiegten Quelle der Großmutter, der ergrauten Vergangenheit, Nahrung suchest? Entweder ich habe Dich früher mcht gekännt, oder ichkenne Dich- Heute nicht, entweder — verzeihe mir das harte Wort —' Du warst früher Heuchler, oder llisi eS jetzt; dieses aller wüdde mich unglücklicher machen, als llü'-glaubest, den Argwohn könnteich dann nimmer'äks der Seele lassen, Du seiest' auch in unserer Freundschaft Heuchler gewesen, davor aller behüte mich Gott--