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Der treue Zionswächter · 1850-05-16 · 20 (16.5.1850) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
20 (16.5.1850)
Date
1850-05-16
Page
– (sequence 8)
Language
German
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160 *7als deine Blöße zu decken, mit zwei Linnen; Dienimm, und zieh deines Weges von hinnen! -— Darauf er den zweiten Freund aufsuchr — und spricht: Hü meiner Augen Zuflucht, — ein Freund in der Stunde der Noch zu finden! du weißt, wie reine Lieb' und Vertrauen uns verbinden, wie ich dir gedient zu jeder Stunde — liebevoll mit Herz und Münde. Nun bedarf ich ein wenig deiner Dank» barkeir — in Erinnerung dessen, was ich dir geweiht, Haß du mir helfest, ein Freund voll Güte, bieder und neu im Gemürhe. — Mir deiner Gabe will ich dann gehen, — denn so und so ist mir beim König geschehen! — Es sprechen, die Weisen: Treue Brüder — stnd die besten aller Güter: Im Glück ein Kleinod, ein Schild Ln der Noch! — Ferner: - Die Frommen find feste Thürme gegen deS Schicksals' Stürme. — Darauf der Zweite: Genug Hab' ich der eignen Schmerzen und Plagen, — in der Brust des Jammers, im Herzen der Klagen, — als daß ich mich von den deinigen peinigen lasse, — ziehe hin deiner Straße! — Du gehörst nicht mehr zn meinen Kameraden, — dein Pfad nicht zu meinen Pfaden. Nicht klug wär's, in Erbarmen dir meine Habe zu spenden — und gelbst zu verarmen, mich durch fremde Gabe zu schänden! — Es spricht der Weise : Ich weiß nicht, was mich mehr soll härmen, —der Tod des Neichen? daS Leben des Armen? Jedoch will ich dich noch begleiten, — bis ans Stadtthvr mit dir schreiten, — und dann kehren zu dringendern Angelegenheiten. — Da ging er endlich zum Dritten — und brachte Vor seine Bitten: — Fürwahr, ich stehe vor dir zer-, knirscht und beschämt, — 6as Haupt gebeugt, d«e Zunge gelähmt; — doch des Augenblicks Drang mich an dich weist, — ob deine Grvßmurh mir Nettnng verheißt und erweist. Es sagen die Weisen: Groß, müthig ist nicht, wer Wohlkhaten wiedervergilt —- sondern, wer dem Dürftigen entgcgenkömmt mild. Ferner: Spenden ist verwenden, — der Freigiebige zweimal Tafel halt. — DaS Capital des Lobs behält er in dieser Welk, und die Zinsen erhält er im jenseits gen Entgelt. — (Beschluß folgt.) > Da Wach ich «och, die trüben Künden sanM Schon viele in das sich're ruh'ge Bett,^ ' Mir rosten volle Thränen vop den Wangen, Es. mahnet mich ans brünstige Gebet» Es ist der Mensch, des Meisters würd'ger Spiegel, Der gegen sich die Fahne des Aufruhrs führt; Eo tobt und raßt: und öffnet Schleus und Riegel, Er mordet, raubt und ist schon halb verthiert. Doch spricht er kühn, dem Vaterland zu Ehren Und für der Freiheit himmlischen Genuß Sei dieser Kampf, den kann ein Gott nicht wehren, Ja milden Segen er mir geben muß. O laß ihm Geisteßsteiheit angedeihen, Schenk ihrn das Licht, das mildversöhnend brennt» Ein freier Pnlsschlag mög' sein Herz erstellen, Daß er in Liebe nur die Freiheit kennt» Der König „Mehr.". War einst ein alter König, beherrschte Meer und Land, Er war so streng' und bitter, und dennoch viel Knecht' ' .er fand; Sie drängten sich All' zum Throne und lauschten auf sein Wort, Wohin er immer wollte, schickt er die Diener fort» Und dieser alte König mit seiner Sklaven Schaar, Die zeugten viele Knechte und er Tyrannen gebar; Die waren voller Begierde, ohn' Herz in ihrer Brust, Die Diener, seil und niedrig, sie stöhnten deren. Luft. So pflanzte sich immer weiter das Herrscher- und Sklaven- , - K geschlecht. Negieret ja noch heute der König ohn' jegliches Recht; Er wird noch lange herrschen und Möchten die Leute sehr. Denn wisset, dieser König, das ist der König »Mehr.- So eben ist bei uns erschienen und zu den gewöhnlichen Preisen zu haben: , p'Ä wob Dl!» Kalender, für das Jahr S6L1. 18S»-185t. Wiederverkäufe! erhalten einenansehnlichen Rabbat. Gebr. Bonn, Buchdruckereibesitzer in Altona. Verlag: L eh mkuhl'sche Buchhandlung in Altona- Dr u ck : Geb rüd er B o n n in Altona.

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