Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 17 (26.4.1850)
- Date
- 1850-04-26
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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135 , Und was ich trag und MS ich spross ' Iss durch den Hauch der von ihn: floß. Es spricht d er- Tcrg: von Tag zu Tag Verkünd' ich deines Sinais Wort. Am'Morgenzeigt flchdeineHuld, Am Abend, deine? Treue, Herr! Und voss der Wüste schallt es' her: Noch freutsschdie Oede, die Haide/ Wie Veilchenblüthe die Wüste erwacht. L ivjata n sprichtDem Ewigen dankt.? Denn ewig währet seine Huld. D i e F i sch e rufen: die Stimme des Herrn Tönt auf den Wassern und von dem Meer.- Die Wogen sich thürmen zu Gottes Lob, Das Meeresroß sich zu ihm erhob. Adonai ist groß in Himmelshöh. Adonai ist groß in der Tiefe. Grund. .! (Fortsetzung folgt.) Aurich, den 2(. April. Während viele Gemeinden Deutschlands mehr oder weniger vom poli- MMMMM tischen oder reformistischen Ideen berührt wurden, hat stch die hiesige Gemeinde von einer jeden derartigen Demonstration fern gehalten, und ist ruhig in ihrem Gelerse geblieben. Sie de harrte siers im Glauben und hielt und hält stch noch an die Dahungen und. Gebräuche welche »vir von unfern Altvordern überkommen so daß sie .mir Recht zu den orrhodovesten Deutschlands gezahlt werden kann.. Daß sie auf dieser Bahn stero forrgeschrikten. dazu tragen vorzugsweise die Bestrebungen edler Männer aus unserer Mitte bei. Wir nennen hier vorzugsweise den Herrn Vorsteher Samuel CH e Y m ann und die Privargeiehrlen und frommen Männer, die Herren EliaS Cohen und dessen Sohn, den menschenfreundlichen, frommen und tugendhaften Herrn I o s e p h E. Lohe n. Ueber das eifrige Streben dieser Herren , und über unsere Knlrur- Schulsynagogenverhälcnisse wird ein längerer Bericht in kurzer Zeit von uns gegeben werden. Unser Landrabbinar ist bereits wieder erledigt, indem der bisherige Lattdrabbinec Dr. Jsaacsoh n einen Ruf nach Rotterdam erhielt, und wird er «n einigem Tagen sein. Kues Amt anireten. Gestern wurden in hiesiger Synagoge seine Abfchiedsworke verlesen. Sie laulen folg?ndermaßen: Dies sei mein Schlußwort an Sie und die ganze Synagogengememde, Mir diesem inhaltsschweren Worte lege ich feierlich/mein Amt weder und gebe es dankbar und gerührt zurück in die Hand derjenigen. die es mir anverrrauren. - Nehmen Sie alle vorerst hin meinen Dank, meine,; heißen, tiefgekühlten Dank für die Liebe und das.Vertrauen, womit Sie vom Anfang bis heute mir entgegenkamen. Und an diesen Dank für alle von allen Seilen mir zu< Theil gewordene Liebe schließe ich die dringende und eifrige Bitte an: Behosten Sie mich in einem wohlwollenden und gesegneten Andenken. Bei d'esee Bitte habe ich zwar an meine P erson gedacht; m e h r aber noch an meine Lehren und Ermahr nungen und Tröstungen, die ich Ihnen von heiliger Stätte aus gegeben. Nach dieser Bitte, die aus dem reinsten Wohlwollen und der liebevollsten Theilnahme aus ihrem zeitlichen Wohls und Ihrer ewigen Glückseligkeit stammet, habe.ich beim Abschiede nur noch einen Wunsch für die. g-itze Synagogengengemeinde und für alle ihre einzelnen Mitglieder, einen eMigen herzlichen Wunsch, ,,yiZc" ,iWoh!ergehen" wünsche ich Ihnen Allen. — Möge es Ihnen Allen reckt, recht Wohlergehen in jeder ..Lage und in jedem Verhälkniß des Lebens, in Zeit und Ewigkeit. .O himmlischer Varer! sei mir deiner Hilfe nahe der ganzen Gemeinde, leite, schütze ihre Jugend, yrache über ihr? Kinder, speise ihre Armen und Dürftigen, sei ihren Wimven Schirm und Schutz, ihren Weisen Varer und Zier, sei der Verlassenen Beistand der Bedrängten Zuflucht, der Traurigen Tröster; — dein Verlassenen erwecke einen Freund, dem Bekümmerten einen Tröster, dem Bedrängten einen Helfer, der Unschuld einen Netter, dem Leidenden gieb Gedulo, dem Bedrängten Standhaftigkeit, dem Unglücklichen Ergebung, dem Glücklichen Demurh, dem Verirrten Erkenntniß, dem Zweifelnden Giaaben, dem Sünder Neue und dem Sterbenden Hoffnung! Und von Gorr wende ich mich nochmals an Sie alle, an Männer./ Frauen, Jünglinge und Jungfrauen .mit dem Segensspruche . Emden, den 3. Jjor 5610. D r. Isaacs o h n , Landrabbiner. Wir schließen unfern diesmaligen Bericht mit dem aufrichtigen Wunsche, daß man bei der baldigen Besetzung des erledigten NabbinalS abermals auf emen Mann Rücksicht nehme, der vor Allem mit echter Neligiösirät, mit tüchtigem ralmudischen Wissen, anerkannte Gelehrsamkeit und Bildung verbinde; doch krauen wir in dieser Beziehung den» gesunden Sinne unserer Gemeinden das Beste zu Bel der Besprechung der