Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 15 (12.4.1850)
- Date
- 1850-04-12
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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118 (z. D. baS UnterrichtSgefeh), und eine Behörde, wie sie unS denken, wol der geeignetste Mittelpunkt wäre, «M die Gemeinden auf ihre Interessen aufmerksam zu machen und bei den hohen Behörden die entsprechenden Schritte zu deren Wehrung zu veranlaffetu Berlinden 10. Marz 1850. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. A. H. H e y man n. A. Asche r. D üt I ean Denda^ H. Jacob. PH. Meyer. Mich. Salomott. An die Herren Vorsteher der jüdischen Gemeind« r» Die veränderte Stellung unserer Glaübensgenvffen im Vaterlande, daß die bisher aufrecht erhaltene Ausnahmegesetzgebung für die Juden alö eine dem Geiste der Gegenwart, so wie dem Wesen eines konstitutionellen Staates widerstrebende Anomalie beseitigt hat, kann nicht ohne den entscheidendsten Einfluß auf die inneren Verhältnisse der Gemeinden aüftreren. Wenn die frühere Gestaltung unserer Zustände nach außenhin fraglich und unentschieden, ein festeres und aus einem entschiedenen Prinzips hervorgehendes Zusammenfassen unmöglich machte, und die bewegte Sirömüng in dem Staatsleben während der vergangenen zwei Jahre eine Wahrnehmung unserer religiösen Angelegenheiten gewaltsam abwieS. so scheint die festere Haltung, zu welcher die Verhältnisse im Allgemeinen zürückkebren, eine Verständigung über das, der Erhaltung jüdischer Gemeinden Noch thuenbe nicht blos zuzulaffen, sondern dringend zu fordern. Seil mehr als einem halben Jahrhundert haben sich innerhalb der jüdischen Gemeinden Einflüsse verschiedenster Art sehr geltend', gemachtdie wie sie aus verschiedenen Quellen entsprungen, auch die mannigfaltigsten Richtungen einschIngen. Die Einwirkungen der Kultnr, der Gesellschaft, , der geänderten Stellung zu der Umgebung hatten daS religiöse Leben und den religiösen Sinn tief ergriffen, das frühere einzige und einigende Band gelöst, und die Hergebrachte Physiognomie der Gemeinden bis zur Unkenntlichkeit verändere. Nur das Herkommen und äußerer Zwang hielt die Gemeinden zusammen. Die in den letzten Jahren hervortrerenden Differenzen drängten endlich was innerlich längst vorbereitet war in die Wirklichkeit hinaus, und doch bei aller inneren Divergenz der Ansichten, mußte -ie thgtsgchlich gHgjtrneMn^it^vf ßerktch als eine nochHeste^en-e'auftechtech-ltenxwexdeu^ ^Dieser abnorme Zustand hat Me EMHgft erreich; durch die als Prinzip anerkannte Trennung des SraakeS vom den konfessionellen Interessen.Mer eS istvorläufig mit diesem beseitigten Zwange auch jedes äuß?rg Band chen jüdischen GemeinMgeflvmmen.h Die Formen, durch welche uM iynMM hLM eM^Dnignyg derselben-sich vollziehen -soll- Inh poch nicht gefunden«, die Organe noch nicht. gegeben, die hem erwachenden Bedürfnisse nach einep, Gestaltung .voninnen,heraus zum Ausdrucke verhelfen Könnten.. SrlattJdeü ZwangeS gilt es; der Gesinnung und Ueberzengung, her Lebendigen Theilnahwe und Anhänglichkeit Hey Boden-^Mf; dem sie in frischer Lebenskraft eine neye Gestalt gewinnen können, zu gründen. Der festere Anschluß her Gleichgesinnten . und der in demselben.rsliyiösm.Bedürfnisse sich Begegnenden an einander und an haS Allen Gemeinsame wird die nächste, segensreichste Folge her sich selbst wieder gegebenen Gemeinden sein, und der durch keine polnische Hinblicke und Nebenzwecke getrübte religiöse Geist und Sinn wird in seiner schöpferischen Frische Halt und Festigkeit, Dauer und Bestand in angemessener und würdiger-,WM. erzeugen. . Unbefangen und unbeirrt wird die Gemeinde ihre eigensten und heiligsten Aufgaben erkennen,, und lange versäumte Sorgen und Fragen mit Exnst.und Eifer wahrnehmcn können und dürfen. Die „der Pflege und Wartung religiöser Bedürfnisse gew.idmec« Hheilnahme wird nicht durch die Besorgnißverkümmertwerhen, daß in solchen Bestrebungen Isolation, und- Partikularismus gesehen werden könnte, und darin ein.Popwand. gefunden für die Ausschließung .von her politischen Gleichberechtigung, die ja eine anerkannte., .gewährleistete ist.. .Der ^Ingenhun.terrichk,,die Synagoge,-hie Erhaltung .religiösen Wissenh.- eine mögliche Einheitin den Kultus- und Genleindeqngelegwheiken- -^) das iy»mrr lebhafter hervortretende Bedurfniß, in hem Hin» und Herwogen religiöser Meinungen und DeliebigkeitLN. in dem Gegensätze zwischen AlreMMd Neuem, zwischen den Ausschreitungen der Parteien eine versöhnende Ausgleichung zu finden, — das Verlangen nach Anr stalren, die die gleichberechtigten Forherungen der Gegenwart un) die ererbten in tüchtigem Ausdrucke küsriedigen, aus denen Rabbiner,^ Prediger, Lehrer hervorgehen, wie sie dem Sinne und Geiste der Religion, so wie der intellektuellen und socialen Gestaltung