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Der treue Zionswächter · 1850-03-15 · 11 (15.3.1850) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
11 (15.3.1850)
Date
1850-03-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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!W>M r g an Üer Interessen -es orthadoren Iudenthums. Rev«Lte«r. vr. Grroch, - DLrebtor und Dbe ' hrer z« Altona. 6. Jahrgang 15. März 1850. j Altona.1 .p'v^ ''IO p') '3 ^§LL. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags^ ein Bogen. DaS Abonnement ans ein Jahr ist 5 » Et (2 Tblr. vr.. 3Fl. LoXr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buch-andlnngen,undZeitunstS-EMdttionen. Inhalt. Leitende Artikel: Die Naturen im Menschen. Erste Betrachtung. — Ueber den gegenwärtigen Zustünd jüdischer Neligionsfchulen. Vst, H. (Beschluß.) Miscisten. - — ZeirnNgSnachrichten aus: London, Lemberg. Anzeiger. Briefwechsel. — i Die dkaturen im Me«fchen Erste Betrachtung. Der Mensch ist anfangs nur wie eine Pflanze zu betrachten. Er hat, ehe er das Licht der Welt sieht, schlechterdings kein anderes Leben, in sa ferne es wahrnehmbar ist, a ls das einförmige Pflanzenleben, welches nach den göttlichen Gesetzen Nahrungsstoffe an sich zieht, sie verarbeitet und verwandelt. Dieser Zustand ändert sich aber mit seiner Geburt. Der Säugling, wenn er das Licht der Welt erblickt, ist schon im erste« Augenblicke, wehr als Pflanze. Er fühlt schon Schmerz uns Freude, man hört sein Weinen: bald wird die Mutter durch den Anblick seines ersten Lächelns entzückt. Er schaut umher. Sem Auge geht am krebsten dem Lichte nach. Er lernt nach Und nach feine Mutter kennen; er beweiset, daß er GedLchtniß hat. Er scheut das ihm Unangenehme. Er sehnt sich ins Freie. Er lernt aus gewissen UmstattveNwann der Augenblick kommt, da er hinausgetragen wird aus dem engen Zimmer in die heitere Luft. Seine Freude darüber bervUet/ daß eS ihm nicht an Urtheil fehle. Genug, derEäuglmg hat, was der Pflanze zu mangeln scheint, waS ihr auch entbehrlich ist: Seele. Der Geist des Menschen, der höhere Geist, vermittelst welchem der Mensch die Fähigkeit hat, zu denken und zu wollen; daS Wahre vom Falschen, daS Gute vom Bösen unterscheiden, »nd das Gute wählen zu können, ist Ln feinem Wesen vom Irdischen so ganz verschieden, daß er mir den gröber» Theilen des Körpers gar keine Verbindnng eingehen könnte, ohne einen Mittler zwischen sich und dem Leibe. Dieses Mittel wesen ist die Seele, die thierische Seele. Auch das vernunftlose Thier hat Seele. Und so weit sich das Threr vom Menschen unterscheidet, so weit unterscheidet sich dir Seele vom Geiste. So weit sich der Mensch über väS Thiek erhebt, so weit erhebt sich der Geist über' die Skele, der, nicht den irdischen Gesetzen unterworfen, mchi aufhört zu leben, wenn auch däs' thierische Leben ^endet. . ^- Die Seele ist eine dem Irdische» nächst verwandte höhere Kraft. Denn sie verbindet sich mit dem Leibe, und zwar vermittelst der allerfeinsten Theile des menschlichen und thierischen Körpers,

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