Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 10 (8.3.1850)
- Date
- 1850-03-08
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Geistes bewundernd, oded die Jtkwegr und Verkehrtheiten deS von Holt mitVernustst begabten Menschen beklagend. Ein Heilig« Schauer Durchweht uns, wenn wir ein Denkmal erblicken ans Mer Zeit, denn der Geistsrruf Linke traurigen Vergangenheit rSüt in tausendfachem Echo zu uns herüber, iUähnend auch an daS Scheidet der Gegenwart und an dte Hirssäsiigkeit aller Staubgebornen. An diese erinnert uns DaS HauS des portugiesischen Juden Emanuel Tereira, Der auf dem Ikachvlischen Platze auf dem Kraienkamp in Hamburg im Jahre 1668 wohnte. Am 15. Juli des eben genannten Jahris War Die Msiigin Christine von Schweden, die launenhafte Tochter des berühmten - Gustav Adolph, welche zum Kathölicisnckis übekgetreren war, bei Texeira zum Besuche und hätte in dessen Hause ein glanzendes Fest gegeben. Als die Königin noch auf dem schwedischen Throne saß, hatte fich nämlich Texeira lange in Schweden aufgehalten, war sogar ihr Minister gewesen und spater auch ihr Freund geblieben. Daher zog es Christine vor, daS Haus des Juden zu beziehen, obgleich der Rath für sie eine Wohnung hatte einrichten taffen. Während des Balles hörte man laute Stimmen auf der Straße; denn das evangelische Volk Hamburgs wollte Den riesigen Transparenten wegtzeschafft wissen, worauf die Worte zu lesen waren: „Pabst Klemens X. lebe lange!" Man wollte den Pöbel damit beschwichtigen, daß man ihm reichlich Wein spendete, um ihn bei gutem Frohsinn zu erhalten. Der Frohsinn aber schlug in Wahnsinn um, die fanatische Wnth des Volkes äußerte sich heftig in dem Rufe: „Der Transparent muß herunter"! und da die ReichthüMer Des Juden Del Christen Neid und Haß noch Wehr stachelten, so drang das Volk mit Ungestüm in das Haus, nachdem die Aexte mit gewaltiger Wucht an Die Thüre DeS Hauses gedonnert und die Verbarrikadirung von Innen zertrümmert und zerschmettert hatten. Die Möbel wurden zerschlagen und daS Haus demolirr.*) Die Königin entkam glücklich wohlverhüllt aus dem Hause auf den Hof hinaus. Hier befand sich ein Pförkchen, das nach dem Backergang führt. Noch heute steht man dieses Pförrchen, welches Christinenpförkcheu genannt wird. U-a. Derselbe nimmt jüdisch-religiöse MrWllitngen gegeä Hl 'RgK MMHren W ' die MpsUsüe/AMe M. nrDie Ättk Zwei Seminaristen, Deren Neligiösttar, so wie Deren Lehrfähigkeit in deutschen Wissenschaften und religiösen Fächern, namentlich^ auch in und.^r> gewährleistet wer-r«: kennen- >«erdpn »mker annehmbaren Bedingungen auf utzipich. Der eisfür Baiern, der andere für KücheOn als PrivÄrbshrer HesUchk. Hierauf Refiektirende: erfahren DaS Nähere Dürch diL Redaktion dieser Blätter. " Ein unverheiratheter Mann, tüchtigerund Religionslehrer, Der nts solcher eine Reihe von Jahren einigen Gemeinden mit gutem Erfolge vorgestanden, und sowöl über seine Fähigkeit als seinen religiösen und moralischen Lebenswandel die besten Zeugnisse aufzuweisen im Stande ist, sucht zu -)'D eine Anstellung bei einer größeren Gemeinde (Auf besonderes Verlangen kann derselbe auch vwc fein.) Hierauf Reflecnrenve belieben sich unter der Ziffer 8. k. I. franco an den Herrn Abraham Mendel Levi in Lübeck zu wenden. Ein Seminarist, auf einem der anerkanntesten, jüdischen Seminare gebildet, außerdem durch Privatstuvicn in sämmtlichen jüdischen Fächern gehörig vorbereitet, und mit den ent» sprechenden Zeugnissen über Lchrfähigkeit, Sittlichkeit rc. ausgerüstet, wünscht gleich, oder sp bald, als möglich eine Privatlehrerstelle in einem streng-religiösen Hause anzutreten. Die Redaction d.'Bl. ist auf'Verlangen erbotig, das Geeignetste mitMheilen und die HerDttlung zu übernehmen. 2n der nächsten Woche wird das m!) auf das Jahr die Presse verlassen, und können daher jetzt schon Bestellungen darauf angenommen werden. Gebr. Bonn. Br L e f w e ch s e l. M- E- Die ErAärung konnte iincht benützt werden. — S- B. in G. Zch chatte -ihremBrief dem Betreffenden selbst zur Beantwortung iibergrhen, rmd werden /Sie hoffentlich jetzt im Besitze der^günstigen Antwort-sein. <D. Noch immer nicht erhalten, -n L. Ich-möchte umbas/Versprochene ernstlichst bitten. — Verlag: L eh mkuhl'sche Buchhandlung in Altona. Dr uÄ : Gebrüd er BDn-n in'Altona.