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Der treue Zionswächter · 1850-02-08 · 6 (8.2.1850) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
6 (1850)
Issue
6 (8.2.1850)
Date
1850-02-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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und reuommirtesten Rabbiner Deutschlands schicken ihm belehreudemüd^rbaueude, tiefes Wißen und?- innige Frömmigkeit bekundende Beiträge zu. Nurvon und aus Ungarn weiß der „Z--W.'' wieseine Leser verhältuißmäßig nur wenig; nur in Ungarn, in diesem großen, streng-orthodoxen, .jüdisch religiösen Ungarn zählt ,.d. tr. Z.-W." zwat Leser, aber nur lehr wenige Mitarbeiter. * *) In Ungarn, das fast durchgebends streng altgläubige Gemeinden zählt, sollte man doch glauben iü'jeder/Gememde? wenigstens, außer einigen Eremplaren des „Z.-W." dieses ihre Ansicht reprasentirendest und' für dieselbe kämvfenden Blattes auch einige Mitarbeiter anzutreffen, ich kann aber leider, das Megentheil versichern. Noch auffallender ist die Bemerkung, daß selbst in. den reformfreuudsichen ungarischeu Gemeinden der „Z.-W." bedeutend gelesen wird. So trifft man beispielsweise in einem Hause der größtenteils reformsüchtigen pesiher Juden notorisch/ mehr Eremplare desselben, als in vielen/ der sehr große» Preßburger Gemeinde, die doch die Metropole der ungarischen Orthodoxie ist, und zudem grade..ihre reichern und reichsten Mitglieder zw. de» strengsten Orthodoxen zählen! Wir fragen nun, was rechtfertigt diese Erscheinung? Welches Motiv liegt ihr zu Grunde? .'. Man verstehe uns recht, es kann uns hier nicht um den materiellen Nutzen der Redaktion zu thun sein, der wird durch beregtes Verhältniß nicht gefördert, gewiß aber auch nicht gefährdet, und es ist überhaupt, obwol wir die günstigsten Resultate in dieser Beziehung von Herzen wünschen, - unseres. Amtes nicht hierfür öffentlich vor die Schranken zu treten. Aber warum so wenig Bethätigung für eine Sacke seines eigenen Interesses? Wieso solcher Jndifferentlsmus von einer Seite her, wo er am wenigsten zu gewärtigen, am allerwenigsten zu verzeihen ist?! Dies sind Fragen, deren Lösung jedem tiefer sehenden Beobachter ans Herz liegen muß, *) Der Setzer dieser Nlätter. der so häufig Gelegenheit hat. die Rcreratcder ungarischenCorreSpondenten stndiren zu müssen, glaubt diese Fragen am sichersten dadurch lösen zu können, daß nach der Schreibart Mancher, die ihm. zu Gesichte kommen zu urtheilen, wol nicht viele. der Herren ung. Corsich allzuhäusig berufen fühlen möchten, mit deutschen Arbeiten *ür Deutsche berechnet, vor das große Publikum und die Öffentlichkeit zu treten. und die auch? öffentlich besprochen zu werden der, - dienen., . < - - Ungarn? zählt Gottlob - viese, sekp viele? oM)odoxe hochgelehrte Rabbiner und sonst tüchtige" befähigte Männer, die mitunter (!) zeitgemäße BildZngWnd deutsches Wissen besitzen, warum begegnen wir diesen so wenig im „Z.»W."? Warum macht ihr gottbegeisterte Männer nicht gemeinsame Sache mit euren deutschen Kollegen? Warum bietet ihr nicht dwseji?hU Lästige?Hand-! Zur! Arbeit im Weingarten des Herrn? — Warum laßt ihr nicht eure gewichtige Stimme in der Oeffentlichkeit ertönen, und beschränkt^euren Wirkungskreis auf den engen Raum euM Gemeinden, oder auch nur auf einen kleinen Theil derselben? Erkennt ihr nicht die Pflicht an, mit allen Seelen- und Geisteskräften Gott und seiner Heiligen Sache zu dienen, wo sind wie'immer sich eine Gelegenheit Und Möglichkeit hierzu darbietet? > 7? , - - 7 7 Dies sind die uns wichtig scheiüdnden Fragen, dst wir uns veranlaßt fühlen an jene Männer zu richten, die gerade, die strengste orthodore Richtung . befolgen und gewissermaßen repräsentiren in Ungarn, — denn die wenigen ungarischen Religionskämpen, die sich bis jetzt am „Z.-W." betheiligten und ihm hin und wieder. ih^e- Geistesprodukte znsendelen, können diese unsere/Frage nicht entkräftigen, zumal da einige 'von. .ihuew,-nicht,-einmal Rabbiner sind. Wir würden indeß diese, übrigens hier, zu Laude notörisHe,,.Thatsäche für jene Männer unberührt gelassen haben, wenn "sie nicht mit dazu beitrüge, unsere hier mitgccheilte auffMenbeHemerkungnoch greller än^ Licht treten zu lassen. Wenn Herr M. E. Stern die ungarischen Rabbiner öffentlich anklagt, und es ihnew zum Vorwurf , macht, daß sich nicht - mn einziger gu§ ihrex/ Mtttt an seine '"2 betheiligt, ließe sich dies vielleicht durch übchhärrfte. Geschsi/te. chchchulchgeu.^^^, Diese Herren sind allerdings durch rem religiöses Studium ZU sehr Ln Anspruch genommen, als , daß sie sich außerdem noch der Kultur der hebräischen Sprache hingeben sollten. Daß sie sich aber am „Z- W " nicht betheiligen, da, wo der heilige Gotteskamsif ausgekämpft werden soll und wird, daß sie da von Ferne stehen und als müssige Zuschauen Andere die geweihten Waffen mit Feuereifer für den sichern Sieg führen lassen — das muß befremden. —

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