Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 6 (1850)
- Issue
- 1 (4.1.1850)
- Date
- 1850-01-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Wer zur Wahrung -er Interessen -es ortho-oren Iu-enthums. A rg an Redacteur: vr. Gnoch, Direktor und Oberlehrer zu Altona. - - 6. IsHrgLNg 4. Januar 1850. > 2lltona. > .pv!> MV r I» Von diesem Blatte erschenn wöchentlich einmal» Freitags, ein Bogen. DaS Abonnement auf ein Ja', r ist Ct. Thlr.pr.,3Fl. 3VTr.)?Man abonnirt bet allen löbl.Postämtern» soliden Buchbandinngen und ZeitungS Erpedttioncn. Inhalt. Leitende Artikel: Über Gottesfurcht. Von I. L. — Das Vereinswcsen. als charakteristisches Merkmal unseres Zeitalters. Von N***.— Die Rabbinerwahl. Von A. — Wände ung n im heiligenkLgnde. — Zeitungsnachrichten ans,' Baiern, London. Anzeiger^ —4 Briefwechsel. — Über Gottesfurcht. Von I. L. Zn einer so bewegten, oder vielmehr so bestürm ten Zeit, wie eü die unsrige in religiöser Beziehung ist; in einer Zeit, in welcher für da« Zerstören der Heiligchümer leider so viel, für die Erhaltung derselben aber leider so wenig geschieht; in einer Zeit endlich, die alles Bestehend^ in Frage stellen, iu Zweifel ziehen möchte, in einer solchen Zrtt endlich, sage iw, muß derjenige ZSraelit, der nicht im Strudel beS Unglaubens untergehen will, sich noch mehr, als je dem Gesetze Mosche'S anklammern, und mit sicherer Hand den Anker answerfen können, der allen Stürmen zu trotzen vermag. Zn Schrift, in Wort und Handlungen wird das Gift unserer Seele auf den Markt des Lebens gebracht; in anmuthigen Gefäßen, in überzuckerter Gestalt zum Kaufe dargeboren; und der Unverständigen und Leichtsinnigen hat es noch zu jeder Zeit genng gegeben, welche, daS Bittere süß, das Süße bitter nennen; die aus Finsterniß Licht, au- Licht Finsterniß machen; die daS - Gute bös, das Döse qur heißen Was kann nun bei solchen Erscheinunaey noch, wendiger sein, als mindestens hier und da. auch-d a s Worr zu vernehmen, weiches 'der ^Erhaltung de» Bestehenden gesprochen wird? Und namentlich Euch, meine Lieben, bei denen der gefräßige Zahn der Neuerungssucht sein zerstörendes Handwerk now nicht begonnen . har. Euch muß es gewiß willkommen sein wenn Zhr Worte der Ermunreruna, der Kräfligunq deS religiösen Standpunkte« vernehmet, aus welchem Zhr Euch befindet, zwar steht es mir der Sache iw, serer religiösen Richtung nicht so schlimm, als daß ein Nothruf norhwendig wäre. Nock zählen wir viele Gemeinden, in deren Mauern der böse Feind noch nicht eingedrungen ist Noch erhebt die weit überwiegende Mehrheit ZsraelS die Fahne, die nuftre Begleiterin war auf allen Stufen des Glücks und des Unglücks, in welchen beiden Epochen Zsrael so merkwürdig darsteht. Noch will die weit größere Zahl der Zehudim diese alrerrhümliche. vielbenutzte Fahne mit keiner neu ern, noch so schön ausgeschmückken verrauschen. Gerade dieses AlrerrhujN verleiht ihr ja die Würde; der unveränderliche Geber verleiht ihr ja ihre Heiligkeit; di- Kampfe um sie machen sie uns ja theuer; d«e Erinnerungen, die sich an sie. knüpfen, machen sie uns ja unveräußerlich, Aber dennoch dürfen wir^UttS uichr