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Jüdische Volksstimme · 1920-08-26 · Heft 35 (26.8.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXI (1920)
Issue
Heft 35 (26.8.1920)
Date
1920-08-26
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JODttCRE VOLKSSTOMB" „ Nr. S&. voUztfillg am Bahnhofe einzafinden und dem abfahrendes Kantor* soloer lieben Frttt tmd Kiitdern nocb* måls die Hånd zu drficken und ein letztes Lebewohl zuzuwinklR. Ein letztes Tiicherseftwenken noch und fort liifkr der Zug und trug unseren Freund seiner neuen und so Qott will glucklichen Heimat entgegen. Prag. Herr Rudolf und Frau Kamilla S t r a^nsky sind von einetn schweren Schicksalsschlage heimgesucht worden. Ihr altester Sohn Richard wurde ihnen am 18. August 1. J. nach kurzer Krankheit in seinem 19. Lebensjahre durch den unerbittlichen Tod entrissen. Wer sein edles Wesen und seine vorbildlichen Charaktereigenschaften kannte, wird die Grøfie des Verlustse ermessen und den unstiglichen Schmerz seiner Eltern begreifen kønnen. Er war ein braver, ftuBerst zartlicher Sohn und ein treuer anhånglicher Bruder. Was ihn aber in seinem Bekanntenkreisen so beliebt machte, das war sein takt- und liebevolles Entgegenkommen, sein feinsinniges Benehmen und sein frohes, heiteres Gemtit, das iedoch immer den Ernst seiner Lebensauffassung erkennen lieB. Durch sein frommes, religiøses Empfinden ragte er weit tiber die hiesige Jugend empor, er war einer der eifrigsten Schiller der „Talmud- Thora" und hielt die religidsen Satzungen, wie er sie iin Hause seiner Eltern vor sich sah. Ja selbst seine ausgezeichneten Musikkenntnisse stellte er im Dienste frommer Unterhaltungen. Nach Absolvierung der Handelsakademie hat er nur eine Stelle angenommen, wo er die Sabbate und Jlidischen Feiertage halten konnte. Bevor er jedoch diese antreten konnte, ereilte ihn das bose Geschick. Freitag nachmittags fand das Begrtibnis unter uberaus zahlreicher Beteiligung st'att. Von den vielen anwesenden Rabbinern hielt keiner einen Nachruf, nicht nur weil die Religionsvorschrift lede laute Klage untersagte, sondern auch weil die Trauer um diesen Mustermenschen nicht erst geweckt wer den muBte, sie war tief in die Herzen Aller gedrungen und nicht hatten Worte diesem unermaBlichem Weh Ausdruck verleihen kønnen. Møgen die Eltern und Geschwister in der allseitigen Anteilnahme und in dem. BewuBtsein Trost finden, daB er einen guten Namen hinterlieB, »dér besser ist denn Oel“. msmmmmzorrmnrr: -zurrnnm^. ._■■■. béé Zionlstische Jahreskonferenz fiir die Slovakel. Die Jahreskonferenz der Zionistischen Organisation fflr die’ SlOvakei findet am 30. und 31. d. M. in B r a t i s 1 a v a statt. Zur Teinlahme sind nur die Delegierten der zionistischen Ortsgruppen der Slovakei, die zionistischen Behorden und die Vertreter anderer geladenen jiidischnationalen Organisationen berechtigt. Tagesordnung: M o n t a g, den 30. August, t5 Uhr nachmittags, im Komitatshaussaal: 1. Erøffnung. 2. Wahl des Prtisidiums und der Ausschtisse. 3. Tatigkeitsberic’ 4. Bericht des Paldstina-Amtes. 5. Bericht Uber den Nationalfonds. 6. Bericht tiber die Jahreskonferenz in London. — Pause. — 9 Uhr abends: 7. Debatte Uber die Berichte. D i e n s t a g, den 31. August, 9 Uhr vorm. im Albrechtsgarten (Hafnerweg): 1. Paltistina-Referat. 2. Kultur referat. 3. Organisationsreferat. 4. Jugendreferat. 5. Generaldebatte. 6. Freie AntrUge, 7. Neuwahlen. Die Delegierten mtissen sich mit Vollmachten ver sehen, gegen welche sie die Delegationskarten und Abzelchen im Zentralbttro erhalten. ZusShriften sowie auf der Konferenz seitens der Ortsgruppen vorzubringende Antrtige sind an das Zentralbttro zu richten. BrOnner Nachrichten. Brtinn. Sonntag, den 22. d. M., fanden auf dem Makkabisportplatze folgende Wettspiele statt: Htizenå: Zidenice 1A — Makkabi IA 4:1 (2:0). In‘der Vorbesprechung schrieb ich unter anderem: „Xber nur unter Aufbietung aller Energie und .Verstandes wird ein ehrenvolles Resultat zu erzielen sein,“ Von aufgebotener Energie sah man herzlich-weuig (abgesehen von Fri. Hauser und Fri. Gottlob), von Verstand — Oberhaupt nichts. Ich bin gerne bereit, den Damen einen Vortrag tiber Wettspieltaktik im Htizenå-Sport zu halten. Berichte tiber Wettspiele, wie das sonntftglge, Werde ich prinzipiell nicht røehr bringen. Schiedsrichter Singer vermochte seiner Aufgabe, das Spiel in fairen Formen zu halten, nicht gerecht zu werden, — FuBbaU: Zidenice I B versus Makkabi IB 3;1. Verdiente Niederlage. Rohes Spiel beidetseits. Von den unseren der einzlge Ise Fischer sehr gut. — Zidenice IA : Makkabi 1A 2:2 (2:1), Éckenverhåltnis 8:4. So ist denn meine Vérhersagé eingetroffen. Freitag schrieb ich: »Die ift ihfer Aufsteliung imponierend erstklassige Angrlffsreihe des S. K. Makkabi ISBt eine Ueberraschung nicht ausgeschlossen erscheinen. Entspricht die Halvesreihe nur halbwegs, halt der neue Zenterhalf das, was man von ihm erwartet, dann wtire ein u n e n t* c h i ed e n e s Resultat leicht moglich.“ Die* Halves Baru und ReiB II entsprcchen wohl, mit Ausnahme Molnars, nicht erstklassigen Ansprtichen, sie kåmpften iedoch mit heroischer Aufo'pferung und entledigten sich ihrer enorm schweren Aufgabe zufriedensteflend. Molnar war in hoher Fofm, an dem giinstigen Abschneiden der Mannschaft gebUhrt ihm ein L0wenanteil. Die Verteidigung bildete einen Schwåchepunkt der Mannschaft. Einzig Jellinek konnte halbwegs befriedigen. Will Makkabi gegen erstklassige Mannschaft erfolgreich abschneiden, bedarf der Klub zweier erstklassiger Backs. Das letzte Wettspiel hat dies klar und deutlich gezeigt. Aufrichtig im Tore muBte 2 unhaltbare Balle passier en lassen, ansonsten arbeitete er brav und zuveriassig. Allgemein fieL sein schwacher Goal-AusschuB auf. Erst die folgenden schweren Wettspiele werden zeigen, ob er der richtige Mann auf dem Torwårferposten ist. Der Angriff spielte gltinzend und war der gegnerischen Stiirmerreihe um eine gute Klasse tiber. Ueberragend und durch seinen unaufhaltbaren Zug nach vorne, technische Vdllkommenheit, rasanten Lauf und SchuB hervorstechend der linke Verbindungssttirmer Ktinstler, dessen Spiel allererste Klasse reprtisentiert. Ivanovski als linker Fltigelmann leitete mit seinem Partner Ktinstler, mit dem er sich tiberraschend gut verstand, die meisten und geftihrlichsten Angriffe ein. Ivanovski ist ein hervorragender linker Fltigelsttirmer, nach den Sonntag gezeigten Leistungen schtitzte ich ihn als Spieler allerhøchst ein. Er diirfte gute „Internationale" Klasse abgeben. Boro§ in der erechten Verbindung ist ein hervorragender Techniker, der durch seine immense Ballbeherrschung und sein effektvolles Dribbling auffållt. In der Nahe des feindlichen Tores gehort er infolge seiner placierten scharfen Schtisse zu den geftirchtetsten Geghern. Er spielt jedoch zu viel ftirs Publikum und ltiBt dadurch manche wertvolle Situationen unausgentitzt. ReiB als rechter Fltigelmann paBte sich iri diese Sttirmerreihe sehr gut ein. Seine Zenterbålie gehen zu knapp vor dem Tore nieder,, was ein Fehier ist. Auch ist er kein Freund vom ToreschieBen. Ttimar als Zenterforward konnte infolge Ermtidung nicht zu seiner Høchstform auflaufen. Ich hatte bei seinem Spiel keineswegs den Eindruck, daB er den Angriff dirigiere, die Kombinationen einleite und durch einen wohlgezielten TorschuB beschlieBe. Es erscheint mir immerhin merkwtirdig, daB er als Zentersttirmer wåhrend des ganzen Spieles nicht einen einzigen SchuB aufs Tor abgab. Diese Beurteilung kann, ich gebe" es selbst zu, irrig sein. Das ntichste Wettspiel wird dartiber Klarheit bringen. Das sonnttigige Wettspiel, das alle Kennzeichen eines die 2000 Zuschauer aufs tiuBerste spannenden und erregenden Wettkampfes trug, brachte dem Sportklub Makkabi-Brtinn einen wohlverdienten Erfolg. Sportlich, moralisch, propagandistisk und finanziell. Der kommende Sonntag bringt auf dem Makkabisportplatze wiederum allererstklassigen Sport und wird die neue Makkabi-Elf, gewiB den Beweis erbringen, daB ihr sonnttigiger Erfolg kein Zufallserfolg gewesen ist. Rumbo. Voranzeige. Es ist dem S. K. Makkabi gelungen flir ntichsten Sonntag die komplette erste Mannschaft des S. K. Meteor Vinohrady (Prag) fur ein Wettspiel zu engagieren. Diese Mannschaft-hat in der Frtihjahrssaison gegen 4ie besten Prager Klubs hervorragende Resultate erzielt und nimmt in der Prager Meisterschaft den 4. Platz ein. Ein hochinteressanter Kampf ist mit Sicherheit zu erwarten, unser sportverst&ndiges Publikum wird gewiB auf seine Kosten kommen. Rumbo. Die Gluckwunscbabløsung anltiBUcb des Jahreswechsels, sowie die Seelenlicbtenthebung am Jom Kipur zu Gunsten des JNF. sind bereits stfindige Einrich tungen geworden, die gerne von iedermatj bentitzt werden. Nur dort, wo man diese nicht kennt, werden die kostspieligen Gratulationen versendet, deren Kostenpreis dem Jttdischen Nationallonds zugute kommen solite. Die ftir diesen Zweck einlaufenden Betrtige werden in unseren Ausweisen , unter einer besonders ersichtlicb gemachten, Rubrik „Gltickwunschablosungen zu Roscb. Haschanah" so* wie „Seeleoliclilentliebungen. ftir lom Ktøur" ver- øffentlicbt werden. •— AameléBttgeii sind zu ridklp en dag Btiro des Jtidischen NationalMIÉi Éftm* Freiheitsplatz 16, 3. Stock. (Amtsstunden von SV>—12 Uhr vormittags.) 1920 Afttørfafcittøv 5C »0. bK | Ang. T li 1 II i l II Fdsttagø iTwrr' S s M D M D F S 110 ns p 10^ 3 K3 28 29 30 31 * 2 '3 ptmn pib K3D '3 pli ’Ft?Fnr« fiw; ’nw wp frbr. BucbbaitdlHtid m. Btckl BrOnn, Adlerg. if III. SI. empfiehlt sein reicbhaltiges Lager in iudalca und Habraloa und Antlquarlat Seldese u. wollese Talleilm auch "D ninround Passsnds TOD "O -Sesohønkø. Lehrbuch der hobr. SpraohsfUr Schulu. Sal^stunterrlcht von M. Rath Kroøen BilHgste BazuBsquella fflr Wledanrørkiufør. Ftir Jom Kippur wird ein —VORBETERfUr Schacharlas gesucht von der Israel. Kulstusgemelnda Ko]eteln Mlhrtn. H. Hl C KL, naklad. v Brnt, Orll «■ «. FLAV1US JOSEPHUS: Vålka iidovskik (O zåniku b^valé HSé Sidovstø a zkåze Jerusalema.) 2 dila sø 106 vyobrazenfmi v textu a 24 pTfloHanll. Brol 50 K, våz. 70 K. Brockensammlung der jud. Frauenorgonisation Wir bitten um gtitige Oberlassung von Kleldungsstilcken al I er A rt. Versttindigung durch Karte (KollStfl 67) odør Toløphon 2885. PP1 Nan« und gebraudile Tøxtiut* C! SS m tf A in jeder Odsse und fiir jeden Zweck, v Ungar u. gtrablngar, BrOnn, waiwii. Telephon Nr. 3070/VI. Schilderu. Schriftenmaier nlir BrOnn, Naugassa 28. Slatl. Artaalten faahnlnnlaoh und aratktaaalg. B'mrm Ingroi IV* BntfftMl. , Max Nckl* BrOnn, Adlargiua 9. wian VUl. Urckaaiaaa. la. av* mtbteMi t „Skut ]ldi$ciKr Oonukatoidtr.

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