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Jüdische Volksstimme · 1920-08-19 · Heft 34 (19.8.1920) · page 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
XXI (1920)
Issue
Heft 34 (19.8.1920)
Date
1920-08-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Nr. 84. jamam nnniiw ***i<*»i| . niil II ■■ d ..■ —, KemspotuUiuen. Gøwliscti. (Neiie Jfldische Musik.) In tier fekermtnis, dem Zionismus durch Komposition spezifisch jttdischer Musik meine besten Dienste zu leisten, håbe ich bereits vor langerer Zeit versucht mit meiner Makkabler-Kantåte (fUr Chor und Orchester, dann filf Klavier, Harmonium und Harfenbegleitung) an $e Oeffefltlléhkeit heran zu treten. Es ist mir durch 4ie daråtiå erwachsenden Kosten und andere widri- U tfmstKftd« titttnOgtich geworden meine Absicht fMr Dufchftihrnng zu bringen. Das gleiche Schicksal tøidfefftihr ffiif mit meiner zweiten Komposition, der Åbafbanell-Ouverfure. Trotzdem håbe ich meine ^HrUchéti ^ésffebujSgeri, den Verpflieh tungen, welche ich der jildischen §ache £ch,uidé Voll un(| gdtiz nachi zukommen, keinen Augenblick aufgegefien, sondérn mich entschiossen es mit kleineren Musikstilcken zu versuchen. Ich håbe 6 Lieder komponiert, von welchen zwei bereits im Selbstverlage erschienen sind. Es sind dies: „Die Menorah" von Theodor Herzl ftir Tenor- und Sopran-Solo, Klavier und auch mit hebraischer Uebersetzung, dann die Hatikwah mit einem neu komponierten Solo und flir Klavier und Chor bearbeitet, welches auch als Konzertsttick dienen kann. Beide Lieder kosten 25 K5. Im Selbstverlage des Komponisten zu erhalten. Um die anderen Lieder von Hugo Zuckermann: „Misrach",, „Verlorene Jugend", und das „Ghettoliedchen" verlegen zu kdnnen, bitte ich die verehrten Mitglieder aller Zionvereine um zahlreiche Bestellungen, da ich gute Stimmittel besitze und auch geschulter Sanger bin, håbe ich in der Absicht, meine Lieder selbst vorzutragen, den EntschluB gefaBt, durch die Cechoslovakei eine Kundrelse zu machen und erlaube mir, bekanntzugeben, dafi ich gerne bereit bin, eventuellen Berufungen musikpflegender Vereine Folge zu leisten. Solite iemand eine Auffilhrung eines meiner grdBeren Werke planen, so ersuche ich, sich rechtzeitig zu melden, da ich nur 3 Manuskripte besitze. Komponist A. H a i t m a n n. Gaya. Am 1. August d. J. hielt unser Makkabi sein erstes dffentliches Schauturnen unter zahlreicher Beteiligung der Bruderverelne Briinn, Lundenburg, Ung.-Hradisch, Straflnitz, Ung.-Brod ab. Nach dem Aufmarsche begrtiflte alle Anwesende Tb. Ernst Hayek namens des Makkabi Gaya und Tb. Otto Jel- Hnek (Hradisch) namens der Kreisleitung. Sodann wurden Freitibungen vorgefflhrt, wobei insbesonders der Nachwuchs sehr gute Leistungen aufwies. Beim Geråteturnen wflre insbesonders die Nachwuchs-Reckriege und die Mdnner-Barrenriege hervorzuheben. Zum Schlusse hatten wir Gelegenheit die Musterriege des Makkabi Briinn am Hochreck zu sehen, wobei diese Makkabim nicht nur ihr glanzendes turnerisches Kdnnen sondern auch den Beweis erbrachten, daB wir Juden auch au! turnerischem Gebiete groBe Erfolge erzielen kdnnen. Das Schauturnen und das folgende Gartenfest vereinigten den grdflten Teil der hiesigen Juden und erzielte der Makkabi nicht nur einen turnerischen sondern auch einen nationalen Erfolg. Der Reinertrag wurde zur Begrilndung eines Geråtefonds und zum Ausbau der hiesigen ifld. Bibliothek verwendet. Håzenå Gdding : Håzenå Ung.-Hradisch 0:3 (0:3) Godlng. Das jiid. Gdding hatte Sonntag, den 8. August Gelegenheit, seine junge Håzenå-Mannschaft bei ihrem ersten Wettspiel zu begrttBen. Fiir die erste vor vier Wochen aufgestellte Gddinger Håzenå waren ‘die durch wiederholte Wettspiele und mehrmonatlichem Training 'geschulten Hradischerinnen, die kttrzlich gegen „2idenice“ nicht ohne Erfolg spielten, kein lelchter Gegner. Viele Tage Nervositåt gingen dem Wettspiel voraus. Der groBe Tagjflr Godings Makkabi-Håzeriå kam und brachte ihr einen htibschen Anfangserfolg, an Spiel und Torverhaltnis gemessen. Vergebens kampften die Hradischerinnen in der zwelten Spielzeit um weitere Goale. „Hermi" im Gddinger Tor, seit Spielbeginn unausgesetzt heftig belagert, parlerte unermlidlich und hielt manchen scharfen und gut placierten Ball unter dem herzlichen Beifall der zahlreichen Zuschauer von nah und fern. Fri. Soifers Leistungen im Tor iibertrafen jede Erwartung und lassen noch mehr erwarten. Fri. Hohenberg in der Verteidigung asslstierte wacker der TormSnnin, die Halves Wocasek und Brammer sehr schwach; letztere wiederholt desorientiert. Der Sturm Ornstétn-—Czuczka—’Weiner zeitweise schdn kombinierend, nicht sehr stiirmisch. Fri. Czuczka, das Feid Fri. Ornstein und Fri. Weiner liberlassend, die beiden letzteren sehr flott im Spiel, vor dem gegnerischen Tor iedoch die Situation nicht erfassend tiod zu nervds, v« die ItH beheben dflrfte. Alles te alTem bel Gdding gut eine weitere Schutøng wifd nbch nianchen Erfolg bringen. — Bef Hradisch hefvorragwd das békannte Sturmtrio Koppensfein— Winter—Kfiwa(£Éfc; Fri. Winter, diesmal weniger fiir sich spielend, hatte eirieYf flirer besten Tage. Von den 3 Goalen gehdren 2 ihr, das dritfe Fri. Koppenstein, dazn einigé Hochgoale. Besonders eifrig die Halves Alice Halm und Steffi Fuchs. „Alice" fångt sicher jeden Ball, ist untiberwindbar und von einer zielbewuBten Raschheit, die ihresgleichen sucht. Ihrem meisterhaften Spiel folgten gern alle Anwesenden. In der Verteidigung Fri. Else Zweigenthal, im Tor Fri. Else Fuchs hatten wenig Gelegenheit, auch diesmal ihren Mann zu stellen. Schiedsrtéhier Geiger (Gdding) galant. Jacques. Wien. Årti 31; Juli starb hier Hefr E d u a r d B e e r, eiri angésehefres Mffglled tmserer Gemeinde, im Alter von 81 Jahren. Zum Aridefikéh ån seinen berflhmten sel. Oheim den Orientalisteri Moritz Steinschneider in Berlin errichtete der Verewigte im Vorjahre zur Fdrderung orientalischer bez. hebrSischer Studien eine ansehnliche Stiftung bei der Wiener Akademie der Wissenschaften und betåtigte sich bei vielen humanitåren Vereinen sehr lebhaft. Er war ein gebilrtiger ProBnitzer und kam seinen Landsleuten besonders liebevoll entgegen. Bescheiden wie er gelebt, war auch seine Bestattung am 4. August am neuen Wiener isr. Zentralfriedhof. Ehre und Segen seinem Andenken. — Am 8. August verschied Prof. Moritz Kanitz, langjåhriger Religionsschulinspektor der Wiener isr. Kultusgemeinde, 80 Jahre alt und wurde am 11. d. M,.mit besonderen Ehren zu Grabe getragen. Er war s. Zt. auch Schiller Dr. Isr. Hiedeshelmers in Eisenstadt gewesen und hat sich um das Wiener Jtid. Schulwesen sehr verdient gemacht. Segen seinem Andenken. — Am 10. August verschied plOtzlich im Alter von 85 Jahren der beriihmte Professor der Ohrenheilkunde Doktor Adam P o 11 i t z e r und wurde am 13. d. M. sehr ehrenvoll bestattet. A. Branner Nachrichten. jt Die Gliickwunscbablosung anlBBllch des Jahreswechsels, so wie die Seelenliohtenthebung am Jom Kipur. zu Gunsten des JNF. sind bereits ståndige Einrichtungen geworden, die gerne von jedermann beniltzt werden. Nur dort, woman diese nicht kennt, werden die kostspieligen Gratulationen versendet, deren Kostenpreis dem Jtidischen Nationalfonds zugute kommen soilte. Die fiir diesen Zweck einlaufenden Betråge werden in unseren Ausweisen unter einer besonders ersichtlich gemachten Rubrik ,.GlQckwunschabl8sungen zu Rosch Haschanah" sowie „Seelenlichfenthebungen flir Jom Kipur" ver- åffentlicht werden. — Anmeldungen sind zu richten an das Biiro des Jildischen Nationalfonds Briinn, Freihéitsplatz 16, 3. Stock. (Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags.) Kranzablbsungsspende. Fri. Martha L6w, Brtinn, Na Ponavce Nr. 27, spendete anlSBlich des Ablebens des Fri. Olga Briick als Kranzablosungsspende den Betrag von 50 K fUr das Jfldische Waisenhaus in Briinn. Jtidischer Sport In Briinn. In der heurigen Frflhjahrssaison wurde der jfldische Sportplatz des Tumr und Sportvereines „Makkabi" eroffnet. Rastlose Arbeit und groBe finanzielle Opfer wurden gebracht, um die Ausgestaltung des Platzes und die Ausrflstung der Mamrschaften halbwegs den Anfor der ungen entsprechend durchfflhren zu kdnnen. Nicht genug Dank kann jenen Mflnnern ausgesprochen werden, welche mit Rat und Tat den Gruildstein fiir die. Regeneration der Jildischen Jugend in Briinn gelegt haben. Der Anfang ist damit geschaffen. Es gilt nun das Begonnene auszubauen. Ungeheuere finanzielle Mittel sind zur Aufrechthaltung eines geregelten Sportbetriebes ndtig. Diese Mittel zur Verfttgung zu stellen ist Pflicht jedes Juden. Der Sportfond bietet hiezu Gelegenheit. — Juden Brflnns, die Ihr Interesse an der Regeneration Eurer Jugend håbet, spendet fiir den jildischen Sportfond des „Makkabi". Spenden nimmt entgegen das Parteisekretariat KoliSté 57. J0DISCHER NATIONALFONDS. Spendenausweis. S am m el bil ch sen; Therese Fuths K 2.37, J. Fischer K 4.95, Rosa Adtérstein K 5.40, Berta Schein 8 K, Dr. Hrdlidka K 10.80, Nathan Zefsel K 4.80, Irena Bondy 5 K, M, Goldbach K 1.64, Olga ffatfMr K 11^5, Flora Løwy K tik Mathilde ProBnitz K 5.60, Hacptm. GrOa K 5.10, Ignatz Zeitel K 3 JO, R. Redlicb K 26Emil Singer K Anny KSrting K 2.46, Ludwig Roscnfcld K 3Augost Måhriscfff 5 K, Restaurant Smctana 21 K, Emil Wéifl K 2.20, Moritz Eistef 6 K, Olga Cohn K 9,50, Dr, Alois Spitz K 10.30, Adolf firdelt 25 K, Ing. Steger K 4.40, Ing. Siegfr. Spitz 20 K, Moritz Tragatsch K 5(7.80; Else Donath K 2.20, Schweitern GroB K 5.48,Ludwifc Pollak K 1.73, Ferdinand V«jgl K 2.74, Richard L5wy K 7.60, Georg Freund K 7.88, Jud. Volksbank K 2.44, Dr. Theodctr Haas K 3.86, Edmund Neugebauer K 14.14, Erna Eisensfetø K 3.10, Viktor Kollek 4 K, Ernst Deutsch 29 h, Siegfrfcd Kessler K 8.40, Ing. Robert Neumaim 10 K, Dr. Adolf Orltø* feid 50 K, Alt Leo 20 K, Ernst Bass K 5.06. Selbstbesteirerung: F. Streifler 20 K, Max Hickl, Grete Feldmana å 12 K, Ernst Fuchs 2 K, Fritz Zweigenthal 1 K. OlbSume: Rege und Fraenze Gruber 1 B. auf N. Hugo Schuller anl. seiner Bar Mizwah 15 K, „Veritas" auf N. ihres A. H. Bick anl. seiner Rflckkehr aus der GefangeriSchaft 3 B. 45 K. A lige meine S'penden: Rege Grubner 5 K, Olga Schuschny 10 K, Dr. Josef Spitz 1 K, Blau-WeiB 1 K, Sammlung Otto Saxl 15 K, Julius Schuller anl. Bar Mizwah seines Sohnes 20 K flir den Wiederaufbaufond, 20 K fiir den Chaluzfond. Der Sportklub „Makkabi" Briinn erflffnet Sonntag, den 22. September mit drei Wettspielen gegen den stårksten Brflnner Sportklub, den S. K. Zidenice, die Herbst-Spielsaison. Auf eigenem Sportplatze im Schreibwald (Baurische Rampe) beginnt um halb 3 Uhr nachm. das Spiel der Reserve-FuBballmannschaft, das diesmal sehr guten Sport zeltigen dflrfte, da die Makkabi- Reserve durch Spieler der I A-Mannschaft bedeutend verstårkt antritt. Der Ausgang dieses Wettspieles ist gånzlich ungewiB. Einer schweren Aufgabe hat sich diesmal die Håzenå-Mannschaft IA des Makkabi zu entledigen. Wir hoffen zuversichtUch, daB das auf ehrenvollste Weise geschehen wfrd. Die Håzenå-Mannschaft IA des S. K. Zidenice hat sich durch unerrnfldliche sportliche Arbeit im Laufe eines Jahres eine der ersten Stellungen im måhrischen Håzenå-Sporte erworben und wird gewiB alles daran setzen, diesen ehrenvollen Ruf auch im Resultate ziffernmåBig zum Ausdruck zu bringen. Hier erwflchst unserer Jungen Håzenå-Sektion die ehrenvolle Aufgabe, die jtidischen Farben ruhmvoll zu verteidigen, den Beweis zu llefern, daB diese Sektion, trotz erst vierteljåhrigen Bestandes, dieser Aufgabe gerecht zu werden vermga. Aber nur unter Aufbietung aller Energie und — Verstandes, wird ein ehrenvolles Resultat zu erzielen sein. Spielen unsere Damen mit Aufopferung und Lust, dann ist ein åuBerst scharfer und spannender Kampf zu erwarten, der hoffentlich peinlichst fair gefflhrt, ein knappes Resultat gében dflrfte. Die Haupt-Atraktion bildet jedoch unstreitbar das um 5 Uhr beginnende Zusammentreffen des S. K. Makkabi 1A mit dem S. K. Zidenice IA, das erstklassigen Sport demonstrieren wird. Beide Mannschaften treten komplett an und dtirften sich ein hochinteressantes Treffen liefern, dessen Ergebnis geftihlsmåBig zu Gunsten des S. K. Zidenice ausfallen sollte. Die in ihrer Aufstellung imponierend erstklassige Angriffsreihe des S. K. Makkabi låBt iedoch eine Ueberraschung nicht ausgeschlossen erschelnen und es dflrfte viele geben, die auf den Sieg der blauweiBen Farben typen. Entspricht die Halversreihe bei Makkabi nur halbwegs, hålt der neue Zentelhalf das, was man von ihm erwartet, dann wåre eln unentschiedenes Resultat leicht mdglich. Beim S. K. Zidenice ist die Halves-Relhe der beste Mannschaftsteil, das etserne Rttckgrat des Ganzen. KuCera, Svato§ und Leichmann in der Verteidigung geben iedem Angriff eine harte NuB zu knacken und so eine gute Gelegenheit, sich die Zåhne auszubreehen. Unsere Mannschaften treten in folgender Aufstellung an: Håzenå: WeiB — Czuczka — Bflrstenbinder, Winkelsberg — Gottlob, Eckstein, Hauser. FuBballmannschaff IA: Aufrichtig Tragatsch, Jellinek — Barn, May, ReiB II — ReiB I, BoroS, Tumar, Kiinstler, Ivanovitsch, Wir erwafteii, daB das jfldische Publikum Brflnns seteer Pflicht gegentiber dem Makkabi Brtinn am Sonntag vollinhaltlich nachkommen wird, indem es die vorbesprochenen Veranstalttmgen des streb-

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